Wechsel zu 1&1 DSL: Ein Erfahrungsbericht

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Anfang des Jahres klingelte ein Mitarbeiter der Telekom an der Tür und teilte uns mit, dass nun VDSL verfügbar sei. Ein kurzer Erfahrungsbericht.

Als ich von meiner alten Adresse zu meinem jetzigen Wohnort wechselte, da musste ich meinen Vertrag mit der Telekom kündigen, da die Leitung hier noch nicht verfügbar war. Schade, da ich zufrieden war und den Preis als Student in Ordnung fand. Ich kannte von damals noch Kabel und wollte nicht unbedingt zu Unitymedia, aber mir blieb leider keine andere Wahl übrig.

Anfang des Jahres klingelte dann ein Mitarbeiter von der Telekom und teilte uns mit, dass man nun VDSL buchen kann. Super dachte ich mir und setzte im Kopf schon die Kündigung für Unitymedia auf. Auf Grund einer miserablen Leitung spielte ich schon mit dem Gedanken ein Sonderkündigungsrecht zu erzielen, aber dann dachte ich mir: Einen Sommer hälst du es noch aus.

Der Sommer ist vorbei, mein Vertrag endete Anfang Oktober und weil mir die Telekom für die gleiche Leistung mehr vom Konto abbuchen möchte, habe ich mich für 1&1 entschieden. VDSL 100, den Tarif findet ihr hier.

Für mich ein akzeptables Angebot, vor allem 40 MBit/s im Upload sind dann ein gutes Argument, wenn man mal 5+ GB große Videos schnell hochladen will.

Wechsel: Von Unitymedia zu 1&1

Der Wechsel läuft nun aber leider alles andere als reibungslos. Am Tag selbst habe ich die Zeit mit Tethering überbrückt und gewartet, der Techniker sollte zwischen 12 und 17 Uhr kommen und die Leitung schalten. Parallel zum Google-Event kam er dann  – ca. 15 Minuten später. Da hatte ich schon nicht mehr mit gerechnet. Aber er kam, huschte schnell in den Keller, beschäftigte sich ca. 5 Minuten am Verteiler, checkte dann die Leitung und war wieder weg.

Gut dachte ich mir, richtete alles wie angegeben ein und lies die Fritzbox im Hintergrund auf OS 7 aktualisieren. Die Fritzbox war auch einer der Gründe für den Wechsel. Eine Kabelleitung ist eine Sache, aber die Router von Unitymedia sind furchtbar. Ich habe es getestet und eine Lösung gefunden, doch da ich sowieso von Kabel weg wollte, habe ich mir dort nie eine selbst gekauft.

Zurück zu 1&1: Am Abend fiel uns dann beim Surfen und Streamen auf: Das ist extrem langsam. Kurzer Check mit Speedtest: 1 MBit/s im Download. Und knapp 0,7 MBit/s im Upload. Etwas entfernt von den 100/40 MBit/s.

Also direkt bei 1&1 angerufen, Ticket erstellen lassen und warum auch nicht: Den Kundenservice auf Twitter mit einer DM genervt. Und es kam wie es kommen musste: 1&1 konnte das Problem nicht lösen und schickte mir am Tag danach zwei Termine für einen Techniker-Termin. Ich nahm den ersten an.

Der Techniker-Termin

Der war heute und eigentlich hätte der Techniker zwischen 14 und 20 Uhr das Problem lösen sollen. Gegen 14 Uhr kam die SMS: Gelöst. Wow dachte ich, das ging schnell – direkt ein Speedtest. Gleicher Stand, nur mit 10 Mbit/s.

Also direkt wieder bei 1&1 angerufen, denn auch im Control Center stand, dass alles wieder geht. Die haben die Info schon gegen 13 Uhr erhalten, scheint also so, als ob der Techniker das direkt nach dem Mittag gemacht hat. Oder?

Nicht so wirklich, denn nach 30 Minuten Telefonat waren dann auch die letzten Zweifel beseitigt: Das ist kein VDSL mit 100 MBit/s und der Fehler liegt nicht bei mir. Was hatte der Techniker gemacht? Keine Ahnung, aber nichts, was das Problem löst. Laut Service hätte man den Fehler direkt bei der Messung sehen müssen. Ich mein: Knapp 10 MBit/s statt 100 Mbit/s sieht man.

Die Vermutung: Die alte Kupferleitung wurde auch irgendwie geklemmt und ich bin nun auf dieser unterwegs. Etwas, das 1&1 nicht lösen kann, weil das, genau, der Techniker von der Telekom macht. Sofern einer von der Telekom kommt, es besteht auch die Chance, dass ein Subunternehmen das erledigt.

Und wie es da abgeht ist bekannt, da werden auch gerne mal mehr Termin als möglich in den Tag gepackt und wenn mein Problem dann nur noch 5 Minuten Zeit in Anspruch nehmen darf, aber vielleicht 10 benötigt, dann habe ich Pech.

Profit, nicht der Kunde stehen bei der Telekom im Fokus. Zumindest ist das die Erfahrung, die ich nun gemacht habe, da man für mein Anliegen scheinbar nicht genug Zeit hatte. Das Problem hätte der Techniker sehen müssen.

Hatte er keine Lust? Oder keine Zeit? Oder beides? Oder war es einfach nur ein großer Zufall und er hat einen zweiten Fehler gemacht? Keine Ahnung.

Das Problem liegt bei der Telekom

Und nun? Neuer Termin, aber natürlich geht da heute nichts mehr, morgen ist auch raus und Montag riskiert 1&1 mal lieber nicht, denn es ist Wochenende, da besteht die Chance, dass es der Techniker nicht sieht. Also Termin für Dienstag gebucht und weil ich da auf Grund eines Events weg bin, muss das dann meine Freundin übernehmen. Ich hoffe es klappt.

Das grundsätzliche Problem an der Sache ist nicht, dass ein Fehler passiert ist. Die kommen vor, die kann man lösen und alles ist gut. Das Problem liegt auch nicht bei 1&1, die können nämlich nichts machen. Die sind auf den Service der Telekom angewiesen. Es ist die so genannte „letzte Meile“.

So ist es nun: Innerhalb von einer Woche können 1&1 und die Telekom das Problem nicht lösen. Und selbst wenn 1&1 wollte, es geht nicht schneller. Ich als Kunde bin nun eingeschränkt und das nicht nur privat, sondern beruflich.

Zum Glück ist es in der heutigen Zeit recht einfach mit Mobilfunk zu tethern und ich habe bei O2 gutes LTE in meiner Wohnung – wenn auch schon jetzt fast mein ganzes Datenvolumen verbraucht.

Mal schauen wie es weiter geht, mittlerweile kommen hier knapp 7-10 Mbit/s an. Gestern waren es noch 1-3 Mbit/s. Es könnte heute vielleicht für Streaming mit Netflix reichen, wenn nicht heißt es wieder: Lineares Fernsehen. Und das ist für mich kaum noch zu ertragen, aber das ist ein anderes Thema 😀

Ich hatte damals, als ich meine eigene Wohnung bezog und den DSL-Anschluss der Telekom buchte, übrigens auch so ein Problem am Verteiler. Da musste ein Techniker auch noch mal vorbeikommen und die Leitung wechseln. Ich weiß nicht, ob das Zufall war, aber da kam er direkt am Abend noch mal vorbei.

Ich lass das mal so stehen.

Eine Lösung wären 1&1-Techniker

Eine gute Lösung wäre daher: 1&1-Techniker. Doch wenn die Telekom das am Ende zulässt, dann geht ihnen der letzte Vorteil verloren und das werden sie sicher nicht freiwillig tun.

Wenn ich also jemandem die Schuld an meinen schlechten Erfahrungen mit dem Wechsel gebe, dann der Telekom und deren Service (Techniker). Ich war mit dem Kundenservice von 1&1 bisher bei jedem Gespräch sehr zufrieden. Aber wenn ein Techniker zwei Mal vor Ort ist und selbst beim zweiten Mal nicht sieht, dass da weniger als 10 Mbit/s ankommen, dann liegt der Fehler bei ihm.

So, nun werde ich das Wochenende und den Montag mit der aktuellen Leitung verbringen. Das Video für morgen benötigte heute übrigens 7 Stunden, bis es hoch geladen war. Eins für kommende Woche steht auch noch aus, das wird dann vermutlich über Nacht hoch laden. Mal schauen, wie es weiter geht, vielleicht melde ich mich in einer Woche mit Teil 2 zurück.

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