1&1 startet Plattform für Glasfaseranschlüsse in Deutschland

Nachdem 1&1 über den Zukauf von Versatel mit Glasfaser-Anschlüssen für Firmenkunden gestartet ist, nimmt man nun Privatkunden ins Visier.

Das Unternehmen hat zu diesem Zweck eine Aggregator-Plattform ins Leben gerufen, über die man Glasfaseranschlüsse in Deutschland auch an private Haushalte anbieten möchte. Bestehenden Glasfaser-Hausanschlüsse anderer Anbieter lassen sich so einfach an die 1&1-Infrastruktur anbinden.

1&1-Versatel-Netz als Basis

Als Basis dient das Glasfasernetz von 1&1 Versatel, welches aktuell das zweitgrößte Glasfasernetz Deutschlands ist und bisher bereits für Geschäftskundenanschlüsse eingesetzt wird. Allerdings sollen sich auf dieser Plattform mehrere, auch lokale und kleinere Glasfaseranbieter sammeln. 1&1 nutzt dann deren Netze, um das eigene Tarifangebot beim Kunden zu platzieren und entlohnt sie im Gegenzug. So, wie man das bisher auch macht, wenn man Leitungen anmietet.

Als erster Partner wurde wilhelm.tel mit Sitz in Norderstedt, Schleswig-Holstein, an die Aggregator-Plattform angeschlossen. Dieser agiert in der Metropolregion Hamburg.

Die neue Plattform ist nach dem Open-Access-Modell aufgebaut und ermöglicht es 1&1 fremde Netze über eine standardisierte Schnittstelle an die eigene Infrastruktur an zu schließen und die darüber zur Verfügung stehenden Glasfaser-Hausanschlüsse zu vermarkten.

Ausweitung auf FTTC geplant

Die angebotenen Glasfaser-basierten FTTH- (Fibre To The Home) und FTTB-Anschlüsse (Fibre To The Basement), bei denen die Glasfaserleitung bis ins Haus bzw. bis in die Wohn- oder Geschäftsräume reicht, bieten Bandbreiten von bis zu 1 GBit/s.

Zu einem späteren Zeitpunkt ist geplant, auch Fiber to the Curb-Anschlüsse (FTTC) über die Plattform anzubieten. Hier landet die Glasfaserleitung im nächstgelegen Schaltverteiler auf dem Bürgersteig (Curb), um darüber dann VDSL-Verfahren anbieten zu können.

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