Alexa: Amazon will kranken Nutzern wohl Dinge verkaufen

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Amazon scheint eine Marktlücke für Alexa erkannt zu haben. Der Assistent soll erkennen, wenn man krank ist und Vorschläge für Dinge machen.

Ich habe es in meinem Fazit zu den digitalen Assistenten am Wochenende schon geschrieben: Meine Zweifel an Alexa bestehen in der Intention von Amazon. Und ein neues Patent bestätigt das. Amazon will Alexa anscheinend so optimieren, dass Echo-Produkte erkennen, wenn man krank ist.

Spricht man also zum Beispiel verschnupft oder mit kratziger Stimme mit Alexa, dann gibt es Vorschläge wie eine Hühnersuppe, oder man bekommt Bonbons für den Rachen vorgeschlagen, die dank Prime innerhalb einer Stunde da sind.

Alexa Krankheit Patent

Man muss anscheinend mit Alexa kommunizieren, damit die Krankheit erkannt wird, immerhin hört Alexa nicht automatisch zu und achtet neben den Hotword auch noch auf Huster. So ein Patent bedeutet nicht, dass diese Funktion bei Alexa kommen wird, aber Amazon denk zumindest darüber nach.

Alexa: Monetarisierung wird kommen

Früher oder später wird Werbung über Gadgets wie den Echo Dot oder Google Home aber sicher kommen, immerhin verkaufen Amazon und Google die Dinger oft zum Herstellungspreis und machen damit keinen großen Profit. Während Google die Daten für seine personalisierten Profile nutzt, muss Amazon aber einen anderen Weg finden, um Geld zu verdienen. Und da man einen eigenen Online Shop hat, ist das die beste Option für das Unternehmen.

Das Patent sieht wohl auch vor, dass nicht nur Dinge wie Husten, sondern auch Stress und Depression in der Stimme erkannt werden. Ein in den eigenen vier Wänden geschwächter Nutzer scheint eine Zielgruppe für Amazon zu sein.

In den kommenden Monaten und Jahren werden wir uns sicher noch öfter mit solchen Veränderungen bei den Assistenten auseinander setzen müssen, da bin ich mir sicher. Aktuell steht noch das Wachstum im Fokus und das wird noch so bleiben, doch irgendwann werden die Plattformen monetarisiert. Dessen muss man sich als Benutzer natürlich auch bewusst sein.

Das Nutzerprofil von Google, welches man auf Grund von Gmail, Chrome und Co sowieso schon von mir besitzt, ist für mich persönlich eine Sache. Aber sobald mir irgendein Lautsprecher etwas verkaufen will, nur weil ich krank bin, fliegt er raus. Ich hoffe Apple wird mit Siri dann soweit sein und ein attraktives Portfolio bieten, denn denen traue ich solche Dinge nicht zu.

Quelle USPTO (via ArsTechnica)

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