Android schadet dem Wettbewerb: Google kontert EU-Kommission

Im April hat die EU-Kommission Google vorgeworfen, dass das Betriebssystem Android dem Wettbewerb auf dem Markt schadet. Jetzt gibt es einen Konter.

Google hat heute einen ausführlichen Blogeintrag veröffentlicht, in dem man auf die Vorwürfe der EU-Kommission vom April eingeht. Es gab zwar im April schon einen kurzen Blogpost von Google, doch jetzt gibt es eine richtige Kampagne.

Das Unternehmen sieht Android angegriffen und kontert. Laut Google hat Android dem Wettbewerb nicht geschadet, sondern diesen gefördert. Gleichzeitig greift man im Beitrag Apple und Microsoft hat. Beim Samsung Galaxy S7 sind beispielsweise nur 11 von 38 vorinstallierten Apps von Google. Beim iPhone sind 37 von 37 von Apple und beim Lumia 550 mit Windows Phone sind 39 von 47 von Microsoft.

Android ist ein offenes Betriebssystem „für jeden“. Passend dazu gibt es direkt auch noch eine neue Webseite mit dem Slogan Android is for everyone. Damit aber nicht genug, Google hat auch noch ein Video für die Kampagne vorbereitet.

Man merkt, dass sich Google von der EU-Kommission angegriffen fühlt und das Image von Android schützen möchte. Einige Argumente kann man unterstützen, bei anderen kritisch sein. Am Ende ist das wohl eine rein subjektive Entscheidung.

Ich persönlich möchte mich hier auf gar keine Seite schlagen, wie gesagt ist das eine subjektive Angelegenheit. Ich glaube die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der Mitte. Android hat den Smartphone-Markt bereichert, aber sollte natürlich auch kritisch betrachtet werden. Google ist kein Wohltäter. In der Kampagne kommt das allerdings oftmals so rüber. Google ist ein gewinnorientiertes Unternehmen.

Mal schauen, wie lange die Antwort der EU-Kommission auf sich warten lässt. Es würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn wir da in den kommenden Wochen eine entsprechende Antwort auf die Kampagne von Google bekommen werden.

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