Android Market – Der Preis für die Freiheit

Der Android Market ist der Spiegel unserer Gesellschaft. Gerade durch Googles fehlende Vorabkontrolle von Apps fällt mir das jeden Tag auf. Sex and Drugs and Rock and Roll – Das scheint das Motto im Android Market. Anarchie! Keiner will für Apps viel Geld ausgeben, jeder will alles einstellen und wehe jemand spielt den Oberaufseher.

Jeder der sich ein Android-Smartphone zulegt, sollte sich über diesen Umstand im Klaren sein. Das Leben und unsere Umwelt besteht nicht aus Friede, Freude Eierkuchen und genau so schaut es im Market aus. Der Nazi, gegen dessen Aufmärsche wir im richtigen Leben demonstrieren, sucht seine Plattformen und Verbreitungswege natürlich auch online. So ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis entsprechende Apps im Market auftauchen.  Auch der Abzocker, der uns mit falschen Versprechungen Dinge verkaufen will, die nicht das halten, was sie versprechen, findet sich in ähnlicher Form im Market wieder.

Wer damit nicht klar kommt, muss sich wohl in die behütete Apple-Welt begeben. Sicher sind für Kinder hunderte Sexy Wallpaper Apps nicht optimal, aber wohl auch nicht schlimmer als die Programme des deutschen Privatfernsehens. Sicher sind Nazi-Apps ein No-go im Market, aber für unseren Nachwuchs sicher nicht gefährlicher, als die Typen die über Schulhöfe rennen und Propaganda CDs verteilen.

Was ich damit sagen will, der Android Market ist ohne Kontrolle selbstregulierend und spiegelt genau das wieder, was täglich im echten Leben um uns herum passiert. Wie werden verarscht und politisch beeinflusst, Sex-Content begegnet uns an jeder Ecke und wird, gemessen am Erfolg, wohl auch von vielen gewünscht.

Man kann sich jetzt lange darüber aufregen, oder die Dinge so sehen wie sie sind. Gewisse Inhalte sind einfach nicht zensurwürdig und wenn sie es sind, dann hat Google bisher immer schnell auf Beschwerden reagiert und die entsprechenden Apps gekickt. Zudem sollte bereits länger bekannt sein, dass egal wie „böse“ eine App ist, sie vor Installation gezwungen wird, preiszugeben, was sie vom Nutzer will und auch Google hat strenge Richtlinien, welche Inhalte ein Entwickler in den Market einstellen darf.

Unterm Strich muss also jeder selber wissen, ob er sich ins gemachte Bettchen legen will und wenigstens digital den „Schöne-Welt Filter“ bevorzugt, oder ob er mit der Realität umgehen kann.

Der Preis für die Freiheit ist die gelegentliche Konfrontation mit solchen Inhalten, ich komme damit klar, Ihr auch?

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