AVM FRITZ!Box 6850 5G: Mein erster Eindruck

AVM FRITZBox 6850 5G.

Der Netzwerk-Spezialist AVM hat auf der IFA 2019 mit FRITZ!Box 6850 5G seinen ersten 5G-Router vorgestellt.

Sowohl technisch als auch optisch basiert der Router auf der FRITZ!Box 7530 und ist damit eher in der Mittelklasse als im High-End Bereich einzuordnen. Das ist eine durchaus interessante Strategie von AVM, denn quasi alle anderen Hersteller verbauen 5G-Modems zuerst in den teuersten Endgeräten.

FRITZ!Box 6850 5G Design: Keine Besonderheiten

Das Design und die Abmessungen entsprechen dem der AVM FRITZ!Box 7530, dennoch ist die FRITZ!Box 6850 5G durch die zwei Mobilfunk-Antennen auf der Rückseite sofort als eigenständiges Modell erkennbar.

Wer etwas genauer hinschaut, wird außerdem weitere Änderungen im Detail finden: Es gibt einen SIM-Karten-Schacht anstatt eines Anschlusses für das DSL-Kabel und auf der Front ist eine LED nun mit „Power/5G+LTE“ beschriftet.

Die weißen Mobilfunk-Stummel-Antennen können übrigens abgeschraubt und durch eine andere, externe LTE- bzw. 5G-Antenne ersetzt werden, sofern Bedarf besteht. So kann man zum Beispiel eine Richtantenne anschließen, um diese auf einen bestimmten Mobilfunkmast auszurichten.

Anschlüsse der FRITZ!Box 6850 5G.

Anschlüsse der FRITZ!Box 6850 5G.

In einem ersten Hands-On auf der IFA 2019 hinterließ das Gehäuse der FRITZ!Box 6850 5G einen guten Eindruck. Insbesondere die für einen 5G-Router kompakten Abmessungen und die gefällige Optik sind hervorzuheben.

Snapdragon X55 5G Modem von Qualcomm

Das integrierte 5G-Modem kommt bei der FRITZ!Box 6850 5G von Qualcomm und trägt die Modellnummer Snapdragon X55. Dieses Modem kennt man bereits aus diversen 5G-Smartphones wie etwa dem Xiaomi Mi Mix 3 5G oder dem OnePlus 7 Pro 5G, es hat sich also bewährt.

Info

Für AVM ist es das erste Qualcomm-Modem in einer FRITZ!Box, bislang kamen in den LTE-Boxen immer nur Intel-Modems zum Einsatz.

Die FRITZ!Box 6850 5G unterstützt 5G NR mit 4×4 MIMO Antennen-Technik auf dem Band n78, also im Frequenzbereich um 3,6 GHz. Datenraten von mehr als 2 GBit/s sind damit laut AVM möglich.

Außerdem werden natürlich alle wichtigen LTE-Frequenzbänder unterstützt: B1, B3, B7, B8, B20, B28 und B32. Weiterhin kann auch der 3G/UMTS Mobilfunkstandard genutzt werden. Lediglich auf 2G/GSM muss man bei der FRITZ!Box 6850 verzichten.

Wie auch im DSL-Bereich stellt AVM im Webinterface sehr ausführliche Informationen zur Mobilfunkverbindung bereit. Bei einem ersten Blick auf der IFA war ich wirklich begeistert, wie detailliert die Informationen zu LTE- und 5G-Verbindung dargestellt werden.

Avm 6850 Webinterface 1

4G / LTE Übersicht im Webinterface.

Avm 6850 Webinterface 2

4G / LTE Detailansicht der FRITZ!Box 6850.

Vollwertige Telefonanlage integriert

Von der FRITZ!Box 7530 hat AVM auch die Telefon-Funktionen in die 6850 5G übernommen. Seitlich gibt es einen TAE-Anschluss für analoge Telefone, auf der Rückseite steht zudem noch ein RJ11-Anschluss dafür bereit.

Weitere Telefonie-Geräte oder Smart-Home-Geräte können via DECT direkt mit der Box verbunden werden. Die Telefonie wird bei der FRITZ!Box 6850 5G jedoch nicht nativ über das Mobilfunknetz möglich sein (VoLTE etc.), sondern nur via Voice over IP (VoIP).

WLAN und LAN: nur Mittelklasse

Auf der Rückseite der AVM FRITZ!Box 6850 5G stehen vier RJ45 Gigabit Ethernet Anschlüsse zur Verfügung, um Endgeräte in das Heimnetzwerk einzubinden und per Kabel mit Internet zu versorgen.

Einen schnellen 2,5 GBit/s LAN-Port gibt es leider nicht, obwohl der für das schnelle 5G-Modem durchaus sinnvoll gewesen wäre.

Die AVM FRITZ!Box 6850 5G.

Die AVM FRITZ!Box 6850 5G.

Auch das WLAN ist angesichts des super schnellen Mobilfunk-Modems etwas schwach auf der Brust: maximal 1.266 MBit/s sind im 5 GHz Frequenzbereich möglich, mehr gibt das WLAN-Modul nicht her. Im 2,4 GHz Bereich sind bis zu 400 MBit/s erreichbar.

Marktstart im 1. Quartal 2020

AVM hat auf der IFA direkt klargemacht, dass es sich beim ersten 5G-Router des Herstellers eher um ein Mittelklasse-Modell, als um einen High-End-Router handelt. Das ist schon an der Modellnummer sichtbar (Topmodelle haben meist eine 80er oder 90er Modellbezeichnung), spätestens der Blick auf das schwache WLAN-Modul zeigt die Positionierung des Produkts aber ganz deutlich.

AVM möchte nach eigener Aussage insbesondere die Netzbetreiber ansprechen, die 5G als DSL-Ersatz einsetzen wollen und dabei nicht zwingend auf die höchsten Datenraten angewiesen sind.

Die AVM FRITZ!Box 6850 5G soll im 1. Quartal 2020 auf den Markt kommen. Ein Preis steht noch nicht fest.

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