BlackBerry: Thorsten Heins tritt zurück

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Thorsten Heins war die Hoffnung für BlackBerry, er übernahm im Januar 2012 die Rolle des CEO bei dem angeschlagenen Konzern aus Kanada. Mit einem neuen CEO, BlackBerry 10, einem neuen Portfolio und dem Wegfall von Research In Motion wollte man wieder an alte Zeiten anknüpfen. Doch es folgte ein langsamer Verfall der Marke und BlackBerry verpasste immer mehr den Anschluss an die Konkurrenz, was dazu führte, dass man sich so langsam ernsthaft Gedanken über eine Lösung machen musste. Vor ein paar Tagen folgte dann auch ein offener Brief an die Nutzer, denen man für die Treue dankte und diese bat, dass sie weiterhin BlackBerry treu bleiben.

Im September gab es noch die Meldung, dass man mit Fairfax Financial womöglich einen potentiellen Käufer gefunden hat. Eine offizielle Nachricht, die es zwischen den ganzen (Übernahme-)Gerüchten rund um das Unternehmen gab. Doch Fairfax Financial scheint nicht an einer Übernahme interessiert zu sein, ist aber bereit 1 Milliarde US-Dollar zusammen mit anderen Investoren in die Marke zu investieren. Eine Folge davon ist, dass John S. Chen der neue CEO wird und Thorsten Heins nach nicht mal zwei Jahren wieder gehen darf. Prem Watsa, CEO von Fairfax, wird das Geschehen aber natürlich genau beobachten und eine führende Rolle übernehmen.

Ich bin wirklich gespannt, wie lange das noch gut geht und wie jetzt die Strategie von John S. Chen aussieht. Das ständige hin und her schadet BlackBerry jedenfalls und es wird nach dieser Nachricht vor allem Zeit für eine klare Ansage und auch eine klare Strategie. Das wird sicherlich auch die neuen Investoren interessieren. Persönlich würde ich sagen, dass dieser Schritt das Ende von BlackBerry nur noch weiter hinauszögert und ich glaube ein anderer Weg (BlackBerry aufteilen und die einzelnen Teile dann zum Verkauf anbieten) wäre auf lange Sicht die bessere Lösung.

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