BMW will Apple CarPlay als jährliches Abo anbieten

Apple CarPlay

BMW hat im Rahmen der Detroit Auto Show verlauten lassen, dass CarPlay für Apple-Nutzer bald als jährliches Abo-Modell zu haben sein könnte.

Es gibt viele Autohersteller bei günstigeren Modellen, die integrieren Apple CarPlay und Android Auto bereits in ihre Standard-Infotainmentsysteme. Es gibt aber auch viele, die wollen dafür einen Aufpreis haben. BMW zum Beispiel, die natürlich auch eine Zielgruppe bedienen, die allgemein bereit ist etwas mehr zu bezahlen.

Doch BMW möchte kommendes Jahr noch einen Schritt weiter gehen, so Don Smith von BMW gegenüber The Verge, Apple CarPlay soll in Zukunft mit einem Abo-Modell angeboten werden. Richtig, man möchte die Kunden jährlich zur Kasse bitten.

Das erlaubt dem Nutzer die Geräte zu wechseln. Viele Menschen kaufen CarPlay und glauben es ist okay, doch manchmal hören sie auf oder wechseln zu Android.

Ein starkes Stück wie ich finde. Die Infotainmentsysteme der Autohersteller hängen so dermaßen in der Vergangenheit zurück (ich finde das immer noch), dass Dinge wie Apple CarPlay und Android Auto eigentlich standardmäßig und kostenlos für ein besseres Benutzererlebnis verfügbar sein müssten. Vor allem bei einem Premium-Hersteller wie BMW. Dort bietet man noch nicht mal Android Auto an.

PS: Der Google Assistant soll (wie Alexa) bis Ende 2018 in die BMWs kommen, ich denke also, dass man Android Auto (wo dieser integriert ist) bald nach reicht.

Apple CarPlay: 80 Dollar/Jahr bei BMW

In einer Preisklasse von einem günstigen Toyota sage ich nichts, das ist wie bei den Smartphones. Bei einem 200 Euro teuren Honor-Modell erwarte ich kein Android 8 zum Start. Es ist ein Bonus, aber kein K.O.-Kriterium. Bei einem nagelneuen Galaxy S9 würde ich sowas aber erwarten. So sehe ich das bei BMW. Wenn man so viel Geld für seine Autos verlangt, muss man für mich modernste Technik liefern. Und ich als Kunde hätte da keine Lust auf ein Abo-Modell für Dinge wie CarPlay.

In den USA überlegt BMW den „Service“ im ersten Jahr kostenlos anzubieten und dann 80 Dollar pro Jahr zu verlangen. Der Zeitraum wären 3-4 Jahre. Nach 4 Jahren würde man damit also 320 Dollar* gezahlt haben und am Ende wird das System von BMW gesperrt, wenn man nicht mehr zahlt. Aktuell sind es einmalig 300 Dollar.

Es wundert mich ehrlich gesagt auch ein wenig, dass Apple sowas zulässt, wobei das mit Sicherheit nicht mit Cupertino abgesprochen wurde. Das ist eine Idee von BMW, die irgendwie die Kuh melken wollen. Einen fremden Dienst einkaufen, eine eher mittelmäßige eigene Lösung (finde ich bei iDrive) bieten und dann abkassieren. Ich bin wirklich gespannt, ob das am Ende gut bei BMW-Kunden ankommt.

*Genau genommen nach 5 Jahren, das erste Jahr wird ja kostenlos sein.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.