Cat B15: Outdoor-Androide im Test

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Das Cat B15 hat uns auf der IFA schon beeindruckt, freundlicherweise schickte man uns ein Exemplar zum Ausprobieren zu. Dabei habe ich mir den Outdoor-Androiden genauer angesehen.

Caterpillar ist bekannt für Baumaschinen, und diese Assoziation überträgt man mit den Cat-Phones auf den Mobilfunkbereich. Während der Vorgänger B10 noch mit einem 3,2″ kleinen Display und Android 2.3.5 Gingerbread ausgeliefert wurde, hat man das B15 auf solide 4″ und Android 4.1.2 Jelly Bean gebracht. Außerdem verfügt das robuste Smartphone über folgende Eigenschaften:

  • 125 x 69,5 x 14,95 mm bei 170 g Gewicht
  • LC-Display mit 800 x 480 Pixeln Auflösung, Gorillaglas und Wet-Finger-Tracking für den Einsatz in Feuchtgebieten
  • Android 4.1.2 Jelly Bean
  • MediaTek MT6577-Dual Core-Prozessor mit 1 GHz, 512 MB RAM
  • 4 GB interner Speicher, per microSD erweiterbar
  • 5 Megapixel-Haupt- und VGA-Frontkamera, 720p-Videos mit 30 fps
  • 2.000 mAh-Akku
  • WiFi und GPS
  • Dual-SIM
  • IP67-Zertifizierung
  • Einsetzbar zwischen -20 und +55°C
  • Stoßfest gegen Stürze aus 1,80m Höhe auf Betonböde

Zur Erinnerung oder für alle, die den Ausgepackt-Beitrag nicht gelesen haben: Noch bevor ich den Karton des B15 richtig ausgepackt hatte, schwang ich schon den Schraubenzieher zur ersten Attacke gegen die Glasfront.

Nachdem das Cat diese Einlage gut überstand, sah ich mir den Rest des Packungsinhalts an. Dazu gehören:

  • Ladegerät und Datenkabel
  • Headset (soweit ich das gesehen habe nicht besonders geschützt)
  • Erste Schritte-Anleitung in Form des B15
  • Beiblatt zum sicheren Verschluss des Akkudeckels
  • Ersatzabdeckungen für Klinken- und microUSB-Anschluss

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Äußerlichkeiten

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Das Cat B15 sieht auf den ersten Blick aus wie ein Handy mit einer wirklich großen Hülle drumherum. Die Gummierung wird an den Seiten von Aluminium eingefasst und dicke Propfen schützen die empfindlichen Anschlüsse vor äußeren Einflüssen.

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Unbeschriftet in der Mitte oben im Bild befindet sich die Kamerataste. Steht in der Bedienungsanleitung, aber wer liest sowas schon? Damit rechnet man bei Cat wohl auch, daher wird mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, wie man den Akkudeckel anzubringen hat, damit das Gerät die versprochene Wasserfestigkeit gewährleisten kann.

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Zur Widerstandsfähigkeit bezüglich Kratzen, Beißen Wasser und Staub habe ich ein kurzes Video am Bach gedreht (ich bitte die leichten Fokusprobleme zu entschuldigen):


Abonnieren-Button YouTube

Ich hätte gern noch weiterführende Tests (wie z.B. Mitwaschen bei 30°C) gemacht, aber man empfand das als zu riskant. Da ich das Gerät nur zur Verfügung gestellt bekam, habe ich nicht widersprochen. Auf Youtube findet ihr aber einige Videos, die beeindruckende Nehmerqualitäten des B15 demonstrieren. Zumindest ins Eisfach habe ich das Smartphone aber auch gesteckt, was es ohne Mucken verkraftet hat.

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Während des Ablichtens zog es fleißig ein Firmware-Update, und das bringt uns zur Kategorie…

Innere Werte

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Das Cat B15 ist ein eher im unteren Mittelfeld der technischen Leistungsfähigkeit anzusiedelndes Android-Smartphone. Positiv anzumerken ist, dass man auf nahezu jegliche Anpassung der Oberfläche verzichtet hat, im Menü finden sich einzig wenige Lesezeichen zu verschiedenen Websiten von Cat.

Darüberhinaus gibt es im Launcher die Möglichkeit, Videos als Hintergrund einzustellen sowie Schnellzugriffe zum Durchwischen in den Benachrichtigungen.

Die Kamera ist auch eher unterer Durchschnitt, aber für schnelle Schnappschüsse reicht es aus. Exemplarisch folgen zwei Fotos, drinnen und draußen aufgenommen.

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(Vorsicht, große Bilder)

Fazit

Was halte ich nun also vom Cat B15 und kann ich es euch empfehlen? Klares Jein! Für bestimmte Einsatzzwecke ist es super. Beim Mountainbiken, unter der Dusche oder am Strand ist es zuverlässig und kann nahezu alles, was euer Androidhandy auch könnte. Gerade für Bauarbeiter oder Handwerker finde ich es aber aus genau einem Grund unzweckmäßig: Es hat keine physischen Rufannahmetasten. Der Touchscreen reagiert nicht auf Eingaben mit Handschuhen, und so muss man sich vorm Telefonieren erstmal dieser entledigen. Das hat – als so ziemlich einzige Tatsache – der Vorgänger besser gemacht. Wenn ihr zu den Leuten gehört, die ihr Handy öfter mal fallen lassen, ist das Cat B15 auf jeden Fall einen Sturz wert.

Fragen, Anmerkungen, Beschwerden über fehlenden Luftgewehrbeschuss? Schreibt’s in die Kommentare!

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