Multi-Kreditkarte: 6 Monate mit Curve

Die Curve Mastercard

Anfang Januar hatte ich über die „Multi-Kreditkarte“ Curve geschrieben. Diese hatte ich damals noch ganz frisch. Heute folgt ein kleiner Bericht, nach sechs Monaten Nutzung.

Um euch auf den aktuellen Stand zu bringen, erkläre ich kurz, was Curve ist. Zunächst einmal eine UK-Kreditkarte, genauer gesagt eine Mastercard, herausgegeben von der Wirecard Card Solutions. Diese beherrscht kontaktloses Zahlen und kommt auch mit einer eigenen Kartennummer daher, bietet aber keinen eigenen Verfügungsrahmen oder ein Konto. Die Curve-Karte dient nur dazu, die Zahlungen anderer Kreditkarten (Visa und MasterCard) „durchzuschleifen“.

Curve ist eine „Business Mastercard“, was bedeutet, dass sie offiziell nur Freiberufler, Firmen, Selbständige usw. beantragen und nutzen dürfen. Auf mich trifft das zu, daher habe ich die Karte geordert, nachweisen musste ich das bei meiner Anmeldung aber nicht. Das ist auch gleich der Punkt, an dem die Finanzierung von Curve zu erwähnen ist. Für eine Zahlung mit einer „Business Mastercard“ sind die Gebühren für den Händler etwas höher, davon profitiert Curve.

In der Curve-App können die Karten, die mit Curve genutzt werden sollen, hinterlegt werden. Das funktioniert einfach per Scannen über die Kamera. Dort kann man dann auch einfach die Karte wählen, die Curve zum Zahlen nutzen sollen. Das klappt in der Praxis sehr gut und schnell. Zumal die App in der Zwischenzeit ein großes Update erhalten hat, welches das Design deutlich aufwertete.

Curve card
Preis: Kostenlos

Das Bezahlen mit Curve erledige in der Regel kontaktlos. Der Vorteil hierbei ist natürlich, dass ich so auch mit Kreditkarten kontaktlos zahlen kann, die das eigentlich nicht können. Ist eine Zahlung erfolgt, geht sofort eine Push-Notification ein. In der App lässt sich die Karte sperren oder der PIN jederzeit abrufen.

Was ich auch sehr gelungen finde, sind die sogenannten „Email Receipts“. Diese kann man für alle Karten aktivierten. Führt man eine Zahlung durch, geht automatisch eine E-Mail mit allen Informationen zur Zahlung raus.

In der Curve-App kann man dann zu jeder Zahlung auf Wunsch einen Kassenbeleg hinzufügen (per Foto), der dann wiederum automatisch in der zuvor versendeten E-Mail auftaucht. Curve arbeitet hier also mit einem Platzhalter und sorgt so für das einfache Sammeln von Belegen.

Mit der Akzeptanz von Curve hatte ich den letzten sechs Monaten keinerlei Probleme. Die Zahlungen liefen alle problemlos und schnell durch. Natürlich muss das Geschäft bzw. der Händler generell Mastercard akzeptieren. Ich habe das in allen möglichen Geschäften sowohl mit kontaktloser Zahlung, als auch mit „Steck-Zahlung“ probiert. Der einzige Unterschied zu deutschen Karten ist die Sprache des Terminals, die wechselt nämlich in der Regel beim Bezahlvorgang auf Englisch.

Meine Geldbörse habe ich immer häufiger daheim gelassen und nur noch Curve mitgenommen, denn damit hatte ich ja automatisch mehrere Kreditkarten einstecken.

Curve führt die Zahlungen in Pfund, bucht aber von den hinterlegen Karten in Euro bzw. der in der App eingestellten Währung ab. Eine Fremdwährungsgebühr fällt so nicht an.

Ein Fazit nach sechs Monaten Curve? Kurz und knackig: Gefällt mir und macht genau, was es soll. Shopping-Bonuspunkte kann man aktuell zwar nur bei UK-Händlern sammeln, aber ansonsten überzeugt sowohl die App, als auch die Karte und die Idee dahinter.

Am Ende bedient Curve vermutlich sowieso nur eine kleine Nische, in diese passe ich als User aber perfekt rein. Andere Kreditkartenanbieter dürfen sich, wenn es nach mir geht, auch gerne nützliche Funktionen wie die „Email Receipts“ von Curve abschauen.

Es gibt auch ein Curve-Bonusprogramm, worüber man neue Nutzer werben kann. Wer bei seiner Anmeldung 5 Pfund Guthaben möchte, welches dann ganz normal für Zahlungen genutzt werden kann, gibt dafür den Code J06VN bei der Anmeldung ein. Der Werber sahnt dabei die gleiche Summe ab.

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