Ein Jahr mit dem eQ-3 Bluetooth Smart Heizkörperthermostat

Im Herbst 2015 habe ich über das eQ-3 Bluetooth Smart Heizkörperthermostat geschrieben. Ich hatte unsere ganze Wohnung mit dem Modell versorgt. Ein Jahr später lohnt ein Rückblick.

Programmierbare Heizkörperthermostate gibt es bereits seit gefühlten Ewigkeiten. Ich war etwas knausrig und habe mich für eine günstige Lösung entschieden, die nicht vernetzt ist, sich aber dank Bluetooth leicht(er) konfigurieren lässt. Mir persönlich reicht das für eine Mietwohnung aus, bei Wohneigentum sähe das vermutlich etwas anders aus und ich würde „all in“ mit einem Komplettsystem gehen.

Wie die Programmierung abläuft und was ein Bluetooth Smart Heizkörperthermostat alles kann, hatte ich bereits ausführlich geschrieben. Das Modell wird unter verschiedenen Marken für um die 20 Euro pro Stück vertrieben. Ich hatte zwei Dreiersets gekauft und dafür 100 Euro bezahlt. Damit war die ganze Wohnung versorgt.

Fraglich ist nun, ob der Zweck im Alltag wirklich erfüllt wird. Zunächst einmal kann ich nach einem Jahr Nutzung sagen: Ja, die Verbrauchseinsparung liegt bei mir wirklich bei ca. 25 bis 30 % im Vergleich zu den manuellen Thermostaten. Das kommt natürlich auch immer auf die Gegebenheiten vor Ort und den Wetterverlauf des Jahres an, aber die Werbung der Hersteller verspricht nicht zu viel.

eQ-3 Bluetooth Smart Heizkörperthermostat_1

Das Halten einer vordefinierten Temperatur erledigen automatische Thermostate einfach besser, als wenn ich da stetig manuell nachjustieren müsste. Aus dem Alltag kann ich zudem sagen, dass die Lüfterkennung (zum Glück) stets zuverlässig funktioniert hat. Ansonsten ist es vor allem nützlich, wenn man der eigene Tagesablauf immer ähnlich ist, das erspart ein Umprogrammieren. Ist dem nicht so, funktioniert das anpassen per App zumindest recht schnell.

Als letzte Möglichkeit bleibt natürlich immer die Bedienung am Thermostat selbst, die am Ende nicht viel anders ist, als man das von manuellen Thermostaten kennt. Per Drehregler wird die Temperatur eingestellt oder per Knopfdruck vordefinierte Modi. Ein kleines Temperatur-Offset musste ich einstellen, da das Thermostat die Raumtemperatur direkt in der Heizungsnähe misst, habe ich so die Heiztemperatur einfach mit meiner Netatmo abgeglichen.

Bei längerer Abwesenheit habe ich den Urlaubsmodus genutzt und auch die Boostfunktion (5 min lang volle Heizpower) kam oft zum Einsatz. Das Surren des Stellmotors ist hörbar, meines Erachtens nicht störend, wer aber einen sehr leichten Schlaf hat, sollte die Teile nicht im Schlafzimmer anbringen. Da ich sowieso mit Ohropax schlafe, war das hier kein Problem. Interessant ist auch, dass die Batterien aus dem Lieferumfang immer noch ausreichend Saft haben, es war also kein Wechsel seit September 2015 notwendig.

Es gibt mittlerweile diverse „wirklich“ smarte Heizkörperthermostate, die lassen sich auch aus der Ferne steuern, teilweise sogar mit Apples HomeKit und Amazon Echo. Zu nennen sind hier Geräte von Elgato, das Netatmo Thermostat (by Starck), Honeywell evohome, devolo Home Control, Homematic IP, innogy SmartHome oder auch die Lösung von tado.

Diese Modelle kosten das x-fache meiner Heizkörperthermostate und sparen am Ende ebenso nicht mehr als „bis zu“ 30 Prozent. Dafür sind sie dann wirklich vernetzt, brauchen aber auch oft eine zuzsätzliche Bridge. Ja, solche Modelle reizen mich auch, aber ich bin (noch) nicht bereit, so viel mehr Geld dafür auszugeben.

Unterm Strich hat sich für mich die Umstellung auf die Bluetooth Smart Heizkörperthermostate gelohnt und auch ein Jahr später läuft diese günstige Basislösung noch vollkommen zufriedenstellend.

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