fitBAG Smartphone-Taschen fürs Samsung Galaxy S7 Edge ausprobiert

Es gibt viele Wege, sein geliebtes Smartphone vor allzu starken Gebrauchsspuren zu schützen. Die einen setzen auf oftmals billig aussehende Kunststoff-Cases im einstelligen Euro-Bereich, welche vom eigentlich überzeugenden Produktdesign kaum etwas übrig lassen, dafür aber oftmals robust gebaut sind und die Bruchgefahr auch bei Stürzen eindämmen. Eine Andere Option sind Smartphone-Taschen, aus welchen das Smartphone bei Gebrauch entnommen wird, welche beispielsweise bei Amazon ebenfalls in hunderten Variationen erhältlich sind.

Ein Hersteller, der in diesem Markt unter Mitbewerbern wie beispielsweise Raedan etwas hervorsticht, ist fitBag. Bereits seit Jahren am Markt bietet das deutsche Unternehmen im eigenen Onlineshop Hüllen für hunderte von Smartphones an und für besonders exotische Modelle auch direkt nach Maß gefertigte Produkte.

Wieso eine Hülle?

Beim LG G3 zog ich es nach Jahren mit erwähnten Billig-Cases vor, das Gerät nackt zu nutzen, was dem Stück nach etwas mehr als einem halben Jahr Nutzung deutlich anzumerken ist. Vor allem der Transport in der Hosentasche hinterließ deutliche Spuren auf dem Display und auch der Kunststoffrahmen kann nicht als besonders robust bezählt werden.

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Um eine ähnliche Situation ohne Nutzung von Schutzfolien bei weiteren Smartphone-Käufen zu vermeiden, setzte ich seit dem Note 4 daher wieder auf Stoffhüllen von fitBAG. Die Designer aktueller Smartphones haben sich in den meisten Fällen wirklich Mühe gegeben und dies nun durch genannte Cases zunichte zu machen, wäre das letzte, was mir einfallen würde. Nun wird es zum Galaxy S7 Edge mal Zeit für ein kurzes Review.

Was mich früher beim ständigen Entnehmen des Smartphones zum Abrufen von Benachrichtigungen zunehmend nervte, übernimmt nun die Smartwatch, sodass kein ständiges „Rausfriemeln“ mehr von Nöten ist. Zu Hause und in der Uni liegt das Telefon anschließend sowieso auf dem Tisch oder der Qi-Ladestation, sodass nur ein Transportschutz benötigt wird.

Auswahl, Bestellvorgang und Kundenservice

fitBAG-Smartphonetaschen werden für beinahe jedes Smartphone angeboten. Für die bekannteren Modelle wie eben Samsungs Top-Smartphones ist auch über den Amazon Marketplace eine breite Auswahl an den „Handysocken“ des Herstellers gelistet. Diese werden teilweise direkt mit Prime-Versand durch Amazon gelistet, teilweise auch durch den Hersteller selbst versandt.

Eine noch größere Auswahl findet sich aber direkt im Online-Shop des Herstellers wieder. So habe ich beispielsweise die Classic-Schutzhülle mit aufgesticktem Android-Roboter nur dort wiederfinden können. Auch aus einem anderen Grund kann sich der Besuch auf fitbag.de aber lohnen: fitBAG fertigt die Hüllen auf Wunsch direkt nach Maß an, selbst unbekannte Smartphones und MP3-Player können so also adäquat geschützt werden. Auch wer integrierten Strahlenschutz oder einen Karabinerhaken wünscht, kann dies dort auswählen.

Als Materialien für die Hülle stehen unter anderem das Modell „Classic“ aus Alcantar, Echtleder und ein einfacherer Textilstoff zur Auswahl. Was die genaue Farbwahl angeht, fällt die Entscheidung dann nochmals schwerer. Je nach Modell kommt noch eine spezielle Struktur dazu, das Modell „Retro“ erinnert beispielsweise an eine Cordhose.

Nur ein Bruchteil der Auswahl

Nur ein Bruchteil der Auswahl

Besonders positiv ist der Kundenservice hervorzuheben. Als ich den Support vor einiger Zeit zwecks Bestelländerung über Amazon anschrieb, erhielt ich prompt eine Antwort. Gerade einmal zwei Minuten nach Absenden der E-Mail traf auch schon eine Antwort ein – und zwar keine automatische. Die Unternehmensinhaberin selbst erkundigte sich, was genau denn geändert werden sollte und schrieb die Bestellung kurzerhand um. Das habe ich so auch noch nicht erlebt und gibt schon mal einen fetten Pluspunkt.

Eindrücke der Taschen

Genug zu Vorgeschichte und Bestellung, nun zu den Taschen, die übrigens knapp eine Woche nach Bestellung, also im zugesagten Zeitfenster, hier eintrafen. Mit Fulfillment by Amazon und Prime-Abonnement geht natürlich entsprechend zügige. Die Stofftaschen selbst werden jeweils noch einmal in einer Kunststofftüte geschützt und sollten so garantiert mangelfrei beim Kunden eintreffen.

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fitBAG Classic blau (links) und fitBAG Jive blau

Nach einem Doppeltest mit zwei verschiedenen Materialien beim Galaxy Note 4 entschied ich mich für das Galaxy S7 Edge lediglich für die Variante „Jive“ in blau. Nachfolgend gehe ich dennoch noch auf die (um einiges teurere) Alcantara-Tasche ein, da sich das Material innerhalb des letzten Jahres kaum verändert haben dürfte.

fitBAG Classic aus Alcantara

Das Alcantara-„Leder“ ist in den vergangenen Jahren gefühlt immer öfter im Internet anzutreffen. Selbst ganze Sofas wurden schon aus Alcantara bezogen, die Rede ist oft von einem Lederersatz. Ich selbst bin kein Fan von Echtleder-Produkten und kann vom ersten Kontakt mit dem Material nur sagen: Das Material der 21,90 Euro teuren Hülle fühlt sich hochwertig an, fällt aber unerwartet rau aus.

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Dies sorgt leider auch dafür, dass die Alcantara-Hülle Staubkörner und Co magisch anzieht. So wirkte die Hülle sicher auch durch meinen häufigen Kontakt mit der Hosentasche schon nach wenigen Tagen arg gebraucht. Da ich auf regelmäßige Reinigungsvorgänge der Tasche weniger Lust hatte, wechselte ich dann recht zügig auf die zweite Hülle.

fitBAG Jive aus „Textil-Stoff“

Die fitBag Jive besteht den Hersteller angaben zufolge aus einem „Textil-Stoff“ und wird bei Amazon unter verschiedenen ähnlichen Varianten gelistet. Speziell die Jive hebt sich von diesen durch einen Jeans-artigen Stoff bzw. vor allem eine solche Optik ab. Erhältlich ist dieses Modell in den Farben blau, braun oder grau, auf den Fotos ist vor allem die graue Jive zu sehen.

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fitBAG Jive (grau)

Im Gegensatz zur Alcantara-Variante kommt das Modell Jive mit einer vergleichsweise glatten Oberfläche daher. Diese zieht Schmutz nicht so stark an und – für mich wichtig – flutscht vor allem auch deutlich einfacher in die Hosentasche. Mit 12,90 Euro ist die Jive zudem deutlich günstiger zu haben und mein persönlicher Favorit.

Qualität und Passgenauigkeit

Die Tasche sitzen absolut passgenau. Während in einigen Amazon-Rezensionen ein zu enger Sitz kritisiert wird, kann ich dies bei meinem Modell für das Galaxy S7 Edge absolut nicht bestätigen. So sitzt die Hülle eng genug, damit das Handy leicht in die Hülle eingesteckt und aus dieser entnommen werden kann. Gleichzeitig fällt es aber selbst dann nicht aus dieser Heraus, wenn die Hülle mit der Öffnung nach unten gehalten wird. Wer es lieber etwas lustiger möchte, kann dies aber problemlos bei der Bestellung mit vermerken.

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Beide Taschen kommen zusätzlich zum gewählten Material noch mit einem Innenfutter daher. Dieses hilft dabei, die schmutzempfindliche Glasrückseite sowie das Display des S7 Edge sauber zu halten. Ein fetter Schmutzfilm zeigt sich dadurch natürlich weniger beeindruckt, beispielsweise Fingerabdrücke werden aber zuverlässig entfernt.

Auch was die Verarbeitungsqualität angeht, gibt es absolut nichts zu meckern. Die Nähte aller Hüllen sind gleichmäßig verarbeitet und auch nach mehreren Monaten Nutzung löst sich nichts.

Schutzfunktion und Dauerhaftigkeit

Bedingt durch verschiedene Stürze zeigten sich die Ecken meiner Note-4-Hülle nach einem guten Jahr Nutzung dennoch stark abgenutzt und weisen mittlerweile sogar schon ein kleines Loch auf. Wäre das Smartphone nicht zu ziemlich genau diesem Zeitpunkt entwendet worden, hätte ich also eine Neubestellung aufgeben müssen. Soweit kam es aber nicht und nun das S7 Edge ins Haus.

 

Um die Schutzfunktion zu verstärken, steht die fitBag in Richtung der Öffnung etwa einen Zentimeter über das Smartphone-Ende über. Eine Otterbox stellt der fitBAG-Schutz aber natürlich trotzdem nicht dar. Gerade bei Glas-Smartphones wie den neuesten Samsung-Geräten sollte man Droptests also tunlichst vermeiden.

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Ein versehentlicher Fall des Geräts auf die Lidl-Fliesen überstand das S7 Edge unbeschadet. Beim Note 4 und der Jive-fitBag kam es bei einem ähnlichen Szenario zu leichten Dellen am Metallrahmen, Schlimmeres konnte aber verhindert werden. Bei einem unglücklichen Fall Richtung Öffnung dürfte das Smartphone zwar nicht aus der Hülle rutschen, könnte aber dennoch verschiedene Beschädigungen davon tragen.

Nach meinen ersten Monate mit dem S7 Edge macht der Zustand auch dank fitBAG immer noch einen guten Eindruck. Als Gebrauchsspuren sind lediglich die üblichen Mikrokratzer auszumachen, welches auch Gorilla Glass immer noch nicht zu verhindern weiß. Ein loser Transport in der Hosentasche dürfte dagegen schon deutlich tiefere Spuren hinterlassen haben.

Fazit

Aus meiner Sicht stellen die fitBAG-Hüllen einen sehr gelungen Kompromiss aus Design und Schutzfunktion dar. Natürlich bleibt ein minimaler Aufwand zum Entnehmen des Geräts aus der Tasche, für unterwegs und bspw. in der Hosentasche ist die fitBAG jedoch perfekt geeignet. Auch dank der guten Verarbeitungsqualität und dem exzellenten Support kann ich dem Unternehmen eine klare Empfehlung aussprechen.

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Mikrofaserinnenfutter bei der fitBAG Jive

12,90 Euro kostet die Jive bei Amazon – ich würde auch das Doppelte für zahlen und die Tasche wäre immer noch jeden Cent wert. Sicher werden auch meine nächsten Daily-Driver-Smartphones wieder mit einer fitBag geschützt.

Übrigens: Auch mit angebrachter Tasche ist der induktive Ladevorgang problemlos möglich.

Wertung des Autors
Peer Linder bewertet fitBAG Smartphone-Tachen mit 4.8 von 5 Punkten.

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