Foursquare versendet ungefragt E-Mail-Adressen und Telefonnummern

Wie Henning Tillmann aktuell in seinem Blog berichtet, hat er durch eine Protokollanalyse der Foursquare iOS-App, einige interessante Dinge herausgefunden. Henning hat den Datenverkehr direkt nach einer Neuanmeldung mitgeschnitten und festegestellt, dass Foursquare ungefragt E-Mail-Adressen und Telefonnummern auf die hauseigenen Server sendet. Ähnlich wie bei WhatsApp, Path und Instagram erfolgt dann ein Abgleich mit der Nutzerdatenbank von Foursquare, um neue Kontakte vorschlagen zu können.

Das Problem dabei ist eigentlich, dass es keinen extra Hinweis gibt, der darauf schließen lässt, dass solch ein Abgleich erfolgt. Bei der Android-Version steht im Android Market und auch vor der Installation immer dabei, welche Berechtigungen eine App benötigt. In diesem Fall ist es:

KONTAKTDATEN LESEN
Ermöglicht einer App, alle auf Ihrem Gerät gespeicherten Kontaktdaten (Adressen) zu lesen. Schädliche Anwendungen können so Ihre Daten an andere senden.

Es liegt dann also sowohl an Foursquare, da man die Nutzer nicht ausreichend darauf hinweist, als auch irgendwie an Apple, da es keine Übersicht über die Berechtigungen einer App gibt.

Damit kein falscher Eindruck entsteht, möchte ich nochmal eindeutig sagen, dass in solchen Fällen nicht eurer Adressebuch auf irgendeinem Server landet. Wenn  bestimmte Teile eurer Kontakte zum Abgleich gesendet werden, ist das noch etwas anders, als wenn euer personalisiertes Adressbuch irgendwo komplett online liegt. Ob ihr damit klar kommt, muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.