Google, Facebook und Co. denken über Blackout nach

Blackout? Richtig, derzeit denken diverse große US-Internetunternehmen, darunter auch Google, Facebook und Amazon, ernsthaft über eine kurzzeitige Abschaltung ihrer Dienste nach. Dies ist als Reaktion auf das US-Gesetzesvorhaben SOPA (mehr Details bei Wikipedia) gedacht. Der „Stop Online Piracy Act“ (SOPA) sieht die Möglichkeit für umfangreiche Sperren von Webseiten vor, welche Urheberrechte verletzen bzw. Verletzung dieser begünstigen. Nutzer könnten als Folge aufgrund von DNS-Sperren nicht mehr auf solche Webseiten zugreifen.

Die Unternehmen befürchten eine Einschränkung ihrer Dienste und somit natürlich auch eventuelle Umsatzverluste. Markham Erickson von der NetCoalition, ein Verbund von verschiedenen SOPA-Gegner, sagte gegenüber Cnet:

Es gibt einige ernsthafte Diskussionen darüber. So etwas hat es noch nie zuvor gegeben.

Falls man den Blackout wirklich durchzieht, erhofft man sich ähnlich heftiges Feedback der Nutzer wie beim Vorbild Tumblr. Der Microblogging-Dienst hat durch eine vorübergehende Deaktivierung seiner Webseiten ganze 87.834 Anrufe beim republikanischen Politiker Lamar Smith verursacht, welcher sich für SOPA federführend einsetzt.

Ehemalige Unterstützer von SOPA wie z.b. Sony,  Nintendo oder Electronic Arts haben sich offiziell von dem SOPA-Vorhaben distanziert und wollen damit nun nichts mehr zu tun haben. Auch Wikipedia-Gründer Jimmy Wales schlägt einen „Streik“ der Wikipedia vor. Bei mashable findet ihr eine Infografik zum Thema. Bis jetzt gibt es noch keine gesicherten Informationen, ob und in welchem Umfang auch Webdienste außerhalb der USA von einer Abschaltung betroffen wären.

via cnet futurezone Bild CC von pumpkinmook

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