Link-Steuer: Google News könnte in Europa eingestellt werden

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Kommt das Ende von Google News in Europa? Noch ist nichts beschlossen, Google schließt diesen Fall aktuell allerdings nicht aus.

Kommt eine „Steuer für Links“? In Brüssel wird aktuell darüber diskutiert. Die Reaktion von Google könnte dann das Ende von Google News sein. Noch ist das Ende nicht beschlossen und auch nicht geplant, man will den Dienst eigentlich auch in Europa am Leben halten, aber man garantiert es nun nicht mehr.

Die Änderung beim Gesetz könnte dafür sorgen, dass Google für Dinge zahlen müsste, für die man nicht zahlen möchte. Richard Gingras von Google zeigt sich sehr besorgt über die Entwicklung und schließt daher nicht aus, dass man dann Google News in Europa einstellen könnte. Nur eine leere Drohung?

Details zur fairen Besteuerung der digitalen Wirtschaft gibt es übrigens hier.

Google will finalen Entwurf abwarten

Google will nun den finalen Entwurf abwarten, aber man hat bereits gezeigt, dass man sowas durchzieht: Google News schon einmal abgeschaltet und zwar in Spanien. Das war im Jahr 2014. Nun betrifft es aber ganz Europa.

Google News ist ein zweischneidiges Schwert für Publisher. Auf der einen Seite verdient Google mit deren Inhalten viel Geld, ohne Werbeeinnahmen mit ihnen zu teilen, auf der anderen Seite sorgt Google auch dafür, dass Millionen Nutzer zu den jeweiligen Artikeln geschickt werden, was wieder lukrativ ist.

Bei der „Link-Steuer“ geht es übrigens um die kleinen Auszüge, die ihr als Vorschau bei Google News oder Facebook seht, es sind also noch andere Unternehmen von dieser Änderung – sofern sie so kommt – betroffen.

Würde man nur noch auf die Suche und nicht mehr auf News setzen, dann wäre der SEO-Kampf um die Spitze bei den Suchergebnissen noch härter.

Das ist übrigens nur Artikel 11. Von Artikel 13 habt ihr dank YouTube in den letzten Tagen vielleicht auch gehört. Hier habe ich euch noch ein Video eingebunden.

Mal schauen, in welche Richtung sich das 2019 entwickeln wird. Die beste Lösung wäre natürlich, wenn sich EU, Publisher und Google einigen können. Da es aber um viel Geld geht dürfte das gar nicht so leicht werden.

Quelle The Guardian (via WinFuture)

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