Google Plus: Erwartet vorerst keine offenen Schnittstellen für Entwickler

Google+ VP Bradley Horowitz gab in einem Gespräche auf der I/O 2012 bekannt, dass Entwickler vorerst nicht mit entsprechenden Schnittstellen für das soziale Netzwerk rechnen sollen. Man möchte damit verhindern, dass ungewollte Inhalte im Stream der Nutzer landen und die „Magie“ beibehalten heißt es. Auf diese Schnittstellen haben viele sicherlich schon lange gewartet, das Unternehmen hat aber wohl nicht die Absichten diese jedem zugänglich zu machen. Stattdessen arbeitet man momentan wohl mit bestimmten Partnern zusammen und experimentiert ein bisschen herum. In anderen Worten bedeutet das, dass man die externen Inhalte in Google+ genau kontrollieren möchte und automatische Status-Updates aus Anwendungen wie TweetDeck so schnell wohl nicht kommen werden.

Welche Entwickler und Unternehmen einen Zugriff auf die Schnittstellen bekommen werden bleibt offen, ich vermute mal Dienste wie Foursquare oder Instagram könnten hier durchaus eine Rolle spielen. Google möchte also genau kontrollieren auf welchem Weg die Inhalte im Stream der User erscheinen und welche Anwendungen das automatisch machen dürfen. Eine Strategie, die ein soziales Netzwerk durchaus ausbremsen kann, das Teilen von Inhalten zu Twitter oder Facebook ist bei vielen immerhin schon Standard und mit den entsprechenden Schnittstellen hätte das vielleicht auch Google schaffen können. User müssen in Zukunft also auf die offiziellen Applikationen zurückgreifen, die momentan ja nur für iOS und Android verfügbar sind. Welche Probleme das mitbringt zeigt auch das lange Warten auf eine ordentliche Tablet-Anwendung, die ja jetzt erst fertig geworden ist.

Ich kann die Strategie von Google verstehen, hätte allerdings mit etwas mehr Offenheit gerechnet. Jetzt wird sich zeigen, mit welchen Partnern man vielleicht auch an entsprechenden Lösungen arbeiten wird, einen entsprechenden Vorgeschmack bekommt ihr übrigens mit Flipboard, dort wurde vor ein paar Tagen Google+ integriert. Eine Verknüpfung würde ich mir vor allem bei Foursquare und Instagram wünschen, nach der Übernahme von Instagram durch Facebook glaube ich da aber nicht unbedingt dran.

Wie sieht das bei euch aus, würdet ihr euch offene Schnittstellen für Entwickler wünschen, oder seid ihr vielleicht auch mit der aktuellen Situation zufrieden und befürwortet sogar die Strategie von Google?

quelle techcrunch

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