Google wegen Navigationslösung verklagt

USA, Land der kuriosen Gesetze und Klagen. Nun hat es Google erwischt. Eine Fußgängerin, die sich den Weg von einem Ort zum anderen per Blackberry hat anzeigen lassen, wurde von Google auf eine Schnellstraße geleitet und dort von einem Fahrzeug erfasst. Die Gerichtskosten, sowie Schmerzensgeld und Verdienstausfall will sie nun zurück haben, und hat deswegen Klage gegen Googles Dienst eingereicht.

Das kuriose an der Sache. Lässt man sich am PC eine Route für Fußgänger anzeigen, kommt eine Warnung, dass sie der Dienst noch in der Beta befindet und noch nicht immer den richtigen Weg anzeigen kann. Auf dem Blackberry fehlte diese Meldung jedoch, weswegen sich die Dame darauf verlassen hat. Wie die Klage ausgeht, ist nicht absehbar. Der Fehler besteht weiterhin, und ist sogar nicht begrenzt auf Blackberrys.

In eingebetteten Bild habe ich eine Route von Naumburg/Saale nach Weißenfels eingegeben in Google Standartkarten-App für iPhone. Zum Vergleich könnt ihr die Route hier heranziehen. Grundlegend ist dies die beste Möglichkeit, zwischen den beiden Städten. Dabei werden keine Straßen benutzt. Google jedoch schickt einem komplett anders. Zuerst geht es, fast parallel auf einer sehr kurvigen und bergigen Strecke in die gleiche Richtung. Danach auf einer Straße, ebenfalls ohne Gehsteig einen steilen Berg hinauf, bevor man schließlich an einer gefährlichen Stelle einer Bundesstraße ankommt, auf der man einige Kilometer weiter laufen soll.

Dies ist nicht nur völlig sinnlos, da es eine deutlich schnellere Verbindung gibt, sondern auch sehr gefährlich. Ich würde sie fast schon als lebensgefährlich bezeichnen, so viele Unfälle, wie dort passieren.

Es wäre sehr schön, wenn hier zumindest eine Klarstellung, ähnlich der „Vorsicht heiß“ Aufdrucke in den USA erfolgen würde. Fußgänger, die sich nicht auskennen, sind dem Dienst hoffnungslos ausgeliefert. Entweder er wird schnellst möglichst soweit entwickelt, dass derartige Fehler nicht mehr vorhanden sind, oder man bringt deutliche Warnhinweise an. So jedoch wird der Endverbraucher nur verschaukelt, die Route sei sicher.

Was meint Ihr, hat die Frau recht, oder ist sie selbst daran schuld, wenn Sie sich auf so ein System blind verlässt?

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