HTC prüft Bootloader-Politik

An manchen Tagen bekommt man echt einen Schlag, wenn man morgens seinen Feedreader aufmacht. HTC hat via Facebook irgendwas zu Bootloadern gesagt und die mobile Welt steht Kopf. Richtig so, steuern wir doch geradewegs ins Sommerloch, da kommt jede Meldung recht.

Leider ist bisher überhaupt nichts in trockenen Tüchern, sondern man will sich dem Problem annehmen. Wer sich ein wenig mit großen Firmen und Social Media auskennt, wird wissen wie das abläuft. Da sitzt im Grunde kein Mitarbeiter von HTC am anderen Ende, sondern eine PR-Agentur, die gibt alles weiter, sammelt, verwaltet und fragt selbst direkt bei bestimmten Leuten nach, wenn ihr Antwortkatalog erschöpft ist.

Das ist gut so und ich denke wirklich, dass sich HTC dem Problem annehmen muss, bisher heißt die Aussage aber nur: „Leute, hört bitte auf unter jedem Facebook-Post zu schreiben, wir sollen die Bootloader nicht locken„. Die reichen das nun an entsprechende Stellen weiter und entschieden wird dann ganz woanders.

Am Ende wird HTC abwägen müssen, was ihnen wichtiger ist, aber seien wir mal ehrlich. HTC bietet verschiedene Dienste zum Mieten von Filmen und zum Kaufen von E-Books an, wenn selbst Google die Nutzung solcher Angebote nur mit Geräten ohne Root zulässt, warum sollte HTC anders handeln? Wir müssen uns auch gar nichts vormachen, Android modden zwar viele User, aber der Großteil der Kunden weiß nicht mal was das Wort Root überhaupt bedeutet.

Die eigentliche Frage ist, warum hat sich HTC entschieden entgegen der bisherigen Produktpolitik seine Bootloader zu locken? Das muss ja irgend einen Grund haben. User vor Schäden schützen? Inhalte vorm Rippen schützen? Ich weiß es nicht, aber was glaubt ihr, wird HTC wieder zur alten Strategie zurückkehren?

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