IFTTT – Ein Einstieg mit Lieblingsrezepten

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Über das Tool IFTTT, lang auch „If this than that“ genannt, berichten wir hier im Blog schon länger. Ich für meinen Teil habe mich aber bisher mit diesem kleinen Helferlein nicht wirklich beschäftigt, einfach weil mir der Nutzen der ganzen Sache nicht wirklich klar war. Dies hat sich schlagartig geändert und IFTTT ist eines meiner liebsten „Fire and forget“-Tools geworden. Mit diesem Artikel möchte ich euch einen Einstieg in die Applikation geben und euch ein paar meiner Lieblingsrezepte vorstellen.

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Grundlagen

Rezepte? Sind wir jetzt beim Henssler gelandet? – Fast! Denn wie beim Meisterkoch auch funktioniert IFTTT wie ein großer Kochtopf. Wenn man einen bestimmten Geschmack will, benötigt man bestimmte Zutaten. Bei IFTTT heißt so ein Ablaufplan daher auch Rezept und ihr könnt automatisiert, nach bestimmten Ereignissen Aktionen auslösen lassen. Sowohl für die Ereignisse, die ihr zum Auslösen abfragen könnt, als auch für die Aktionen die ihr auslösen lasst gibt es diverse Kanäle bei IFTTT.

Ein kleines Beispiel: Aktiviert man den Wetter-Kanal und den iOS-Push Kanal, so kann man sich zu einer selbst bestimmten Uhrzeit die Wettervorhersage für morgen pushen lassen. Aber zu Beispielen und konkreten Rezepten kommen wir später noch.

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Nutzen

Die erste Frage bei einem neuen Tool oder Programm ist stets die gleiche. Welchen Mehrwert bringt mir das denn?  IFTTT ist für Leute bestimmt die entweder Zeit durch Automatisierungen sparen möchten, oder die mittels der Rezepte fehlende Funktionalitäten bei Systemen von anderen Herstellern kompensieren wollen. Die Kanäle bei IFTTT bieten hierfür ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten.

Von Automatismen bei Googlemail, über Instagram, zu Facebook, Flickr und Evernote, hin zur Steuerung und Benachrichtigung bei smarten Geräten, wie etwa Fitness-Gadgets, intelligente Lampen oder ähnlichem. Eine Übersicht findet ihr hier. Die Sache hat genau zwei Haken. Zum einen gibt es viele der unterstützten Geräte und Dienste nur in den USA oder werden nur dort unterstützt. Wie zum Beispiel die Integration von IFTTT und Google Glass oder Automatisierungen mit SMS-Versand. Zum anderen muss künftigen IFTTT-Nutzern klar sein, dass man diesem Dienst für korrektes Arbeiten auch Zugriff auf die entsprechenden Konten gewähren muss.

Im Falle von Gmail für mich zum Beispiel kritisch. Aber das muss jeder von euch für sich selbst entscheiden. Wem das zu viel des guten ist, der sollte dieses Helferlein einfach auslassen. Für alle anderen stehen zum Rezepte kochen sowohl Webinterface als auch mobile Applikationen bereit.

IFTTT
Preis: Kostenlos

Für Android ist die App bereits angekündigt und befindet sich aktuell in der Betaphase.

Rezepte, Rezepte, Rezepte!

Gehen wir mal ans eingemachte. IFTTT bietet euch zwei Möglichkeiten eure Ansprüche zu versorgen. Entweder ihr verwendet fertige Rezepte, oder ihr erstellt eure eigenen. Letzteres setzt ein wenig Arbeit voraus, denn ihr müsst euch mit den Schnittstellen der Kanäle auseinander setzen und auch mit den entsprechenden Variablen und Auslösern. Beherrscht man die allerdings, so gibt es innerhalb eines Kanals fast nichts, was nicht automatisierbar ist.

Ich für meinen Teil habe aktuell die Zeit nicht und so bin ich auf die fertigen Rezepte von IFTTT und die Rezepte der Nutzer angewiesen. Damit ihr nicht ganz leer ausgeht, habe ich euch hier ein paar meiner Lieblingsrezepte sowie die Lieblingsrezepte unserer Autoren für euch zusammen getragen. Da sich der Esel zu erst nennt, beginnen wir mit den besten unserer Blogger.

Unser Hannes hat ein cooles Rezept für euch, dass allerdings nur greift, wenn ihr eine smarte Waage von Withings besitzt und benutzt. Diese Waage ist klasse, ich nutze sie selbst auch und mit diesem Rezept könnt ihr euch einen Motivationsschub holen. Denn,fällt euer Gewicht unter eine bestimmte Marke setzt ihr mit diesem Rezept einen Tweet auf Twitter ab und könnt euch Gratulationen abholen. Das Rezept ist von Hannes selbst gekocht und auch auf Facebook anpassbar.

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Nächster am Start ist unser Michael, mit dem Klassiker aller IFTTT-Rezepte. Es verbindet Instagram und Twitter in dem es ein neues Bild, welches ihr auf Instagram veröffentlicht habt tweetet. Das kann Instagram zwar auch, allerdings verwendet Instagram leider nicht die schöne Cards-Vorschau, die Twitter bietet sondern teilt das Bild lediglich mit einem Link. Um das zu umgehen nutzt Michael dieses Rezept, welches übrigens aus der Feder unseres Chefredakteurs René stammt.

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René ist auch direkt der nächste im Bunde, welcher allen Amazon Instant Video Kunden (nicht Prime) ein schickes Rezept gebraut hat. Mit diesem kleinen Rezept könnt ihr euch auf eurem iOS-Gerät neu hinzugefügte Filme und Serien bei Amazon Instant Video pushen lassen (auch per E-Mail möglich). So wisst ihr stets, was ihr am Wochenende oder am Familien-Filmeabend neues in der Auswahl habt.

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Last but not least, ein paar Rezepte von mir. Zum einen mein Eigenmotivations-Rezept. Ich habe mir auf eBay günstig ein Jawbone UP gekauft. Mit diesem Fitness-Armband tracke ich derzeit meinen Schlaf, meine Aktivitäten und in Verbindung mit einer Withings Waage (WS-50) mein Gewicht und Körperfettanteil. Dank diesem Rezept postet mein Jawbone automatisch zu Facebook, dass ich mein Tagesziel von 10.000 Schritten erreicht habe. Das selbe habe ich noch einmal für Twitter. Eines meiner liebsten Helferlein ist aber dieses Rezept. Mit ihm mache ich aus iOS-Erinnerungen Einträge in meinen Google Kalender.

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Ein letztes Lieblingsrezept habe ich auch noch für euch. Mit diesem Rezept verbinde ich mein Jawbone UP mit Foursquare und so wird jeder Check-In bei einem Fitness-Center auch entsprechend in meiner Jawbone App hinterlegt.

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Fazit

Ich hoffe ich konnte euch nun mit diesem Artikel einen guten Überblick darüber verschaffen, was man mit IFTTT so alles anstellen kann. Immer wieder merke ich, dass ich bisher auch nur einen verschwindend geringen Teil der IFTTT-Power nutze und dass ich mich bei etwas mehr vorhandener Zeit nochmal richtig tief in die Kanäle, Trigger und Variablen einlesen werde um noch mehr zu automatisieren. Ob ihr nun dieses Tool nutzt oder nicht, ist natürlich eure Sache, ich glaube aber wenn das Interface endlich auf Deutsch und eine ordentliche Android-App verfügbar ist, werden wesentlich mehr Anwender dem kostenlosen Charme dieses Dienstes verfallen.

Habt ihr auch ein Lieblingsrezept? Lasst es mich wissen, ich bin sehr daran interessiert!

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