Kostenfalle: WLAN Call der Telekom kann im Ausland teuer werden

Eine kleine Fußangel beim neuen Feature WLAN Call der Deutschen Telekom kann das Telefonieren im Ausland teuer werden lassen. Es betrifft wohl nur wenige Kunden und Gespräche, aber man sollte es wissen.

Wer WLAN Call-Anrufe im Ausland führt, bekommt diese so abgerechnet, als würden sie aus Deutschland zu den Gebühren des eigenen Tarifs geführt. Kein Problem beim Nachhause-Telefonieren. Das Problem entsteht, wenn Anrufe an Teilnehmer im Land gehen, in dem sich der Anrufer aufhält. Die werden dann nämlich wie ein Auslandsgespräch aus Deutschland abgerechnet.

Die Telekom verschweigt das allerdings auch nicht und schreibt im offiziellen Supportdokument zu WLAN Call im Ausland:

Wenn Sie sich in der Ländergruppe 1 befinden und Ihre Gespräche nicht nur nach Deutschland führen wollen, empfehlen wir, WLAN Call in den Einstellungen des Smartphones zu deaktivieren.

Warum dieses Problem überhaupt erst entsteht, ist daher nicht klar und könnte auf Abrechnungsprobleme in Zusammenhang mit der Umsetzung von WLAN Call zurückzuführen sein.

WLAN Call bei schlechtem Empfang

Das Feature WiFi Calling, von den verschiedenen Netzanbietern verschieden benannt, ist unter iOS 10 und aktuellen Android-Versionen verfügbar und erlaubt das Absetzen von Anrufen über ein WLAN gemäß des eigenen Mobilfunktarifs.

Das Feature wird von den Anbietern verschieden ausgestaltet. Während Vodafone es im Ausland kategorisch ausschließt, lässt die Telekom es zu, entzieht dessen Nutzung aber der Kontrolle des Nutzers.

WLAN Calls können vom Anwender nur durch manuelles Aktivieren des Flugmodus und anschließendem Aktivieren von WLAN erzwungen werden. Alternativ wählt das Telefon über WLAN, wenn der Empfang extrem schlecht ist.

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