LarkBox Mini-PC ausprobiert

Larkbox Header Photo

Vor ein paar Tagen hatte ich euch schon mit dem Unboxing und Teardown der LarkBox hier auf mobiFlip versorgt. Es folgen ein paar Erfahrungen, die ich über die vergangenen Tage mit dem PC im Handflächenformat gemacht habe.

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LarkBox Mini-PC ausgepackt und aufgeschraubt6. September 2020 JETZT LESEN →

Die wichtigsten technischen Details

Cpu Z Larkbox

Im Inneren der LarkBox werkelt eine Intel Celeron Gemini Lake N4100 CPU, genauer gesagt ein Celeron J4115.  Flankiert wird die CPU von einer Intel UHD 600 Grafikeinheit. Dazu kommen 128 GB fest verbauter Speicher, welcher über eine M2 SSD erweitert werden kann.

Larkbox Disassembling

Die LarkBox wird aktiv über einen Lüfter plus Kühlkörper gekühlt. Am Gerät haben wir zwei USB Typ-A Anschlüsse, einen HDMI-Anschluss, einen MicroSD Kartenleser nebst Klinkensteckeranschluss und einen USB Typ-C Anschluss. Letzter unterstützt leider kein PD und ist ausschließlich zur Stromversorgung gedacht.

Larkbox Lieferumfang

Hier der Hinweis, dass ich die LarkBox mit keiner meiner Powerbank betreiben konnte. Lediglich das beigelegte 12V / 24 Watt Netzteil konnte zur Stromversorgung hergenommen werden.

Zur LarkBox selbst

Zuerst der Eindruck. Das Kästchen kommt wirklich suuuuper klein daher. Die Maße entsprechen 61 x 61 x 43 mm. Wenn man bedenkt, dass darin ein vollwertiger PC verbaut wurde, fasziniert mich das auch ein paar Tage später immer noch.

Larkbox Anschluesse

Das Gehäuse ist aus Plastik und die inneren Elemente sind in drei Ebenen aufgebaut. Die meisten Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Für meinen Geschmack hätte der Typ-C Anschluss durchaus PD-fähig und damit das Gerät einfach erweiterbar sein dürfen. Zwei USB Typ-A Anschlüsse, sind auch nicht gerade viel. Steckt man hier eine Maus und eine Tastatur ein, ist schon das Ende der Fahnenstange (ohne Hub) erreicht.

Larkbox Mit Tastatur Und Maus

Aber solche Dinge können auch via Bluetooth angeschlossen werden, wie in meinem Fall die Tastatur und schon ist wieder ein USB-Port frei. Ein Netzwerkanschluss fehlt out-of-the-box leider komplett.

Die Inbetriebnahme funktionierte absolut problemlos. Die üblichen Windows 10 Fragen nach Sprache, Land, Cortana usw. beantworten und der Teil war auch schon überstanden. Eine Seriennummer oder dergleichen musste ich nicht eintippen.

Nun konnte die LarkBox ins WLAN (802.11ac) gepackt werden und während hier die verfügbaren Updates gezogen wurden, habe ich meine Bluetooth-Tastatur gesucht. Die günstige Bluetooth-Tastatur (vor 5-6 Jahren gekauft) war innerhalb weniger Sekunden im Bluetooth-Dialog angeschlossen und funktionierte ohne zusätzlichen Treiber.

Danach habe ich das System auf den Darkmode umgestellt und ein paar Apps, wie den CrystalDiskMark installiert und gestartet. Hier noch ein paar Screenshots diverser Geräte, die ich in meine Finger bekommen hatte:

Speedtest Aepfel Mit Birnen

Nun folgten noch zusätzliche Apps, wie einfache Spiele (Super Tux und solche Dinge), dazu das neueste LibreOffice und kleine Helferchen, die mir den Alltag erleichtern sollten.

Alles ließ sich prima starten. Klar benötigt das große LibreOffice mal seine Startzeit für sich (10-15 Sekunden), aber ich konnte wirklich gut damit arbeiten. Super Tux lief natürlich auch. In Kurzform lässt sich also sagen, dass mit der LarkBox kleine Spiele, Office-Anwendungen und im Internet surfen etc. problemlos klappt. Auch 4K 60Hz wird von der kleinen Kiste unterstützt.

Testweise habe ich mal Jacob & Katie Schwarz oder was Aktuelles von MKBHD in 4K auf der 4K Glotze laufen lassen – das ging ebenso. Hier muss ich allerdings sagen, dass der normale Windows-Desktop astrein lief, aber bei Videos musste man sich schon 1-2 Ruckler in 5 Minuten gönnen.

Und hier liegt eine Gigabit-Leitung an. Zwar absolut tragbar für so ne kleine Kiste, aber sollte erwähnt werden. Habe ich dagegen ein 4K Video lokal auf den Desktop gespeichert und dort via VLC abgespielt, gab es keinerlei Ruckler. 4K ist also problemlos möglich. Es kommt allerdings auf die Quelle an.

Beim Abspielen dieser Videos wurde das Gehäuse auf der Oberseite max. handwarm. Beim direkten Hinfassen, hat man aber etwas gespürt. Der Lüfter lief auch gern mal. Man konnte ihn hören, wenn man näher ans Gehäuse ranging. Sonst aber nicht. Also sobald auch nur irgendwelche weiteren Geräusche anliegen, fällt der Lüfter nicht mehr auf.

Ubuntu Auf Der Larkbox

Testweise habe ich Ubuntu auf eine SSD gezogen und von dort gebootet. Das klappte ebenfalls astrein. Im obigen Foto vom Fernseher funktionierte die Grafikbeschleunigung noch nicht, aber das hatte ich mit ein wenig Rumgewurschtel dann doch noch irgendwie hinbekommen. Ich muss aber gestehen, dass Linux nicht so ganz meine Welt ist. Fragt mich dazu lieber nichts.

Und sonst noch?

Was bleibt mir sonst noch zu sagen? Es fehlt die Option von USB-C PD, ein LAN-Anschluss fehlt auch. Allerdings gibt es hierfür ja noch integriertes WLAN und Bluetooth (5.1), deshalb kann ich den fehlenden LAN-Anschluss im Grunde auch gut verschmerzen.

Das Gerät dürfte für einige Anwendungsgebiete interessant sein. Für den jüngeren Schüler, um mal die Hausaufgaben zu machen, was auszudrucken, Office Arbeiten zu erledigen, usw. Ideal, wenn evtl. eh schon ein Fernseher vorhanden ist, bei dem die LarkBox einfach via HDMI-Kabel angeschlossen werden kann.

Generell interessant dürfte das Konzept auch sein, wenn man irgendwo einen Rechner benötigt, der wenig Strom fressen soll, dabei aber doch nicht zu sehr kastriert ist und auf dem auch Windows 10 läuft.

Fazit zum LarkBox Mini-PC

Die super kleine LarkBox im Würfelformat machte mir im Test sehr viel Spaß. Mir persönlich fallen einige Anwendungsgebiete ein, für die die LarkBox optimal ausgerüstet ist. Im Grunde wie ein Raspberry Pi. Allerdings von Haus aus mit voller Unterstützung von Windows 10 – und das kennt jeder. Man spart sich also kurz gesagt das Linux-Gewurschtel.

Kaufen kann man die LarkBox übrigens gerade hier für 169,99 $. Mit diversen Gutscheincodes usw. Schaut einfach mal rein.

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet LarkBox mit 4.0 von 5 Punkten.

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