Logitech Harmony Hub: Ein paar Eindrücke mit Alexa und IFTTT

Im Zuge meiner Alexa, Yonomi und IFTTT-Erfahrungen war es fast schon absehbar, dass ich mir noch einen Logitech Harmony Hub zulegen musste. Dieses kleine Kästchen gibt es für aktuell grob 95 EUR beim örtlichen Elektronik-Fachmarkt zu erstehen. Persönlich habe ich noch einen Zehner draufgelegt und mir noch die Fernbedienung dazu gegönnt.

Das Set hört dann auf den Namen Logitech Harmony Companion – und kann auch bei Amazon erworben werden.

Vorab hatte ich mich in diversen Foren schlau gemacht, was denn der Unterschied zwischen den verschiedenen Sets ist. Im Grunde soll der Hub immer der selbe sein, allerdings wird er je nach Paket beim Einrichten dann entsprechend kastriert und versteht sich anschließend mit 8 (wie in meinem Fall) oder wenn man die Touch-Fernbedienung dazu nimmt, sogar mit 15 Geräten.

Das XXL-Paket kann dann aber auch direkt mal um die 200,- EUR kosten.

Wer vorab auch klären möchte, ob seine vorhandene Hardware auch vom Hub unterstützt wird, kann dies auf einer extra dafür eingerichteten Homepage tun:

An den Hub, welcher auch versteckt im Schrank sein zu Hause finden kann, muss ein mitgelieferter IR-Dongle mit einem kleinen Kabel angebracht werden. Der Harmony Hub schickt dann die per Funk empfangenen Signale via IR an die entsprechenden (sichtbaren) Geräte. Nach dem positionieren des Geräts muss die entsprechende App heruntergeladen werden und anschließend wird der Hub über die App gefunden und ins heimische WLAN integriert. Es folgt die obligatorische Suche nach einer neuen Firmware, welche dann auch direkt installiert wird.

Nach dem Firmware-Update werden dann die entsprechenden Geräte in der Umgebung gesucht. Der Harmony Hub beherrscht IR, Bluetooth und Funk. Da kommt dann in einem typischen Nerd-Haushalt doch einiges zusammen.

Anschließend können (wie bei einer normalen Universalfernbedienung) noch aus einer großen Online-Datenbank Fernseher, Soundbar etc. hinzugefügt werden.

Weder mein Sony-TV noch die günstige LG Soundbar machten hier Probleme. Auch die Sonos Play:3 und Play:1 und auch der Google Chromecast wurden gefunden.

Nun können in der App super einfach Aktionen eingerichtet werden. Beispielsweise:

  • Schalte den Sony-TV ein
  • Schalte nach einer gewissen Zeit auf digital (manche TVs sind nicht sofort nach dem Einschalten für Befehle aufnahmefähig – z. B. mein Sony-TV)
  • Schalte nun die Soundbar ein und schalte auf den optischen Eingang

Dieser Aktion wird ein Name z. B. „Fernsehen“ gegeben und genau dieser ist später auch über Amazon Echo aufrufbar. Wer möchte, kann nun noch die Fernbedienung mit den erstellten Aktionen belegen und benötigt dann auch keinen Amazon Echo, sondern kann die Geräte nebst Aktionen direkt mit der Fernbedienung steuern.

Alexa wird zur zentralen Anlaufstelle

Ich dagegen wollte natürlich die Steuerung über Alexa ausprobieren und habe dazu den Harmony Hub mit IFTTT verbunden. Das geht ganz einfach über IFTTT selbst. Anschließend gibt es die oben eingestellten Aktionen auch in Verbindung mit sämtlichen Triggern, die IFTTT bietet.

Jetzt kommt etwas neues für mich! Es war mir bis vor kurzem nicht klar, dass ich auf ein Hotword mehrere Dinge mit IFTTT verbinden kann. Ich dachte immer z. B. der Trigger Feierabend ist exakt für eine mögliche IFTTT-Aktion vorhanden. Man kann aber auch einfach ein weiteres Rezept in IFTTT mit dem selben Trigger einstellen und schon werden beide Dinge ausgeführt. Ich habe also eingestellt:

  • Alexa erkennt den ausgesprochenen Trigger „feierabend“ und führt dann meine Aktion „Fernsehen“ auf dem Harmony Hub aus
  • Alexa erkennt den ausgesprochenen Trigger „feierabend“ und führt meine URL aus, welche die Devolo Steckdosen ausschaltet.

Möchte ich also Abends ins Bettchen, so murmele ich dem Amazon Echo einfach zu: „Alexa, trigger Feierabend“ und schon werden meine Leuchten (Devolo Funksteckdosen) ausgeschalten und die Soundbar und der TV werden über den Harmony Hub ausgeschaltet. Alles nur durch Zuruf der Feierabend-Phrase.

Klingt fast schon nach Zukunft, oder? :) Ein kleiner Clip auf Instagram zeigt, wie wunderbar das Zusammenspiel mit IFTTT, Alexa und dem Logitech Harmony Hub funktioniert:

Nun sollte nur noch der Harmony Skill fertig werden, dann könnte man sicherlich auch ganz bequem die Grundfunktionen des TV steuern. In der Zwischenzeit mache ich mich noch an die Sonos-Steuerung durch den Harmony Hub.

Wenn das mal klappt, dann können auch die Speaker ohne den bisher noch nicht vorhandenen Sonos-Skill über Alexa gesteuert werden.

Alles in allem ist der Harmony Hub ein sehr interessantes Produkt, welches viele Multimedia-Dinge in einem Gerät vereint. Eine etwas komplexere Geschichte, die sicherlich noch einige Tage Einarbeitung benötigt. Aber ich bin guter Dinge, was daraus noch wird. Ich halte euch auf dem Laufenden.

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