MacBook Pro (2016) Testbericht

Seit ein paar Tagen begleitet mich das aktuelle MacBook Pro mit Touch Bar im Alltag. Ich habe mir eine Frage gestellt: Ist es ein würdiger Air-Nachfolger?

Seit gut ein bis zwei Jahren halte ich die Augen nach einem potentiellen Nachfolger für mein MacBook Air offen. Ich habe mich 2012 für ein 13er Basis-Modell mit dem kleinsten Prozessor und 4 GB Arbeitsspeicher entschieden. Die Hardware ist veraltet und kann schon lange nicht mehr das leisten, was ich benötige. Damals war die Power ausreichend, doch meine Ansprüche haben sich geändert.

Ein neues MacBook Air wollte ich mir aber auch nicht kaufen, denn das Display ist für mich mittlerweile komplett veraltet. Sowohl bei der Auflösung, als auch bei den Farben. Wenn man viele Stunden am Stück mit so einem Gerät arbeitet und auch Bilder und Videos bearbeitet, dann sehnt man sich nach etwas besserem.

Ganz ehrlich: Hätte Apple dem Air ein besseres Display spendiert, ich hätte mir ein aktuelles Modell geschnappt und wäre für weitere 4-5 Jahre glücklich geworden. Hat man aber nicht, denn man möchte das neue MacBook Pro verkaufen und nicht noch den härtesten Konkurrenten im gleichen Regal stehen haben. Daher glaube ich auch nicht, dass das Air noch mal ein Upgrade spendiert bekommen wird.

Obwohl das neue Pro wesentlich teurer ist, habe ich es mir angeschaut. Es gibt, und ich rede hier von Laptops mit macOS, leider keine Alternative auf dem Markt. Dieser Testbericht fokussiert sich also überwiegend auf MacBook Air vs. MacBook Pro und ich will die Frage (auch für mich) beantworten, ob sich das Upgrade lohnt.

Vom neuen MacBook Pro gibt es viele Versionen und ich werde in diesem Test nicht alle Optionen auflisten. Die technischen Details bekommt ihr direkt bei Apple.

Meine Eindrücke zum Apple MacBook Pro 13 Zoll Retina mit Touch Bar 10. Dezember 2016

MacBook Pro 2016 Testbericht als Video

Es würde mich freuen, wenn ihr dem Video bei YouTube einen Daumen hoch gebt. Natürlich nur, wenn es euch auch gefallen hat. Damit erkennt YouTube, dass es kein Clickbait ist.

Das Design

Wer in den letzten Jahren schon mal ein MacBook von Apple gekauft und genutzt hat, der wird sich auch direkt mit dem neuen Pro wohlfühlen. Man bekommt das gewohnte MacBook-Feeling. Kaltes Aluminium und harte Kanten. Zeitlos und doch irgendwie auch nach Jahren immer noch modern. Das MacBook ist ein Gadget, das kein grundlegend neues Design benötigt. Ein paar Anpassungen gibt es aber.

Da wäre zum Beispiel der reduzierte Rand rund um das Display selbst. Dieser ist seit ein paar Jahren (noch nicht beim Air) Schwarz, was ich persönlich sehr angenehm finde. Es gibt aber noch eine weitere Änderung: Das leuchtende Apple-Logo auf der Rückseite fehlt. Stört mich nicht wirklich, sieht man als Nutzer ja selten, aber es ist trotzdem eine Entscheidung, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann.

Das leuchtende Apple-Logo ist eines der Markenzeichen der letzten Jahre. Bilder wie dieses hier sind Werbung für Apple. Doch das leuchtende Logo ist spätestens jetzt Vergangenheit. Das ist ein kleiner, aber wie ich finde feiner Unterschied im Vergleich mit den alten MacBooks. Für den Nutzer hat das aber keinen spürbaren Nachteil.

Was mir dafür gut gefällt: Auf der Rückseite gibt es beim Deckel jetzt nicht mehr diesen schwarzen Plastikstreifen. Das MacBook Pro 2016 fühlt sich, vor allem wenn es geschlossen ist, wie ein großer Block aus Aluminium an. Gefällt mir.

Neu ist hier außerdem auch die Farbe Spacegrau, die das gewohnte Silber ergänzt. Das 2016er Pro gibt es, im Gegensatz zum kleinen MacBook, jedoch nicht in Gold und Roségold. Wird kommen, da bin ich mir sicher. Ist mir persönlich aber auch ehrlich gesagt egal. Für mich kann es aber nicht dunkel genug sein und auch wenn mir das Spacegrau sehr gut gefällt, so hätte ich auch nichts gegen das Schwarz des neuen iPhone 7 gehabt. Ob diese Farbe kommt bezweifle ich aber.

Die Verarbeitung

Die Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau. Es knarzt nichts, es wackelt nichts und das MacBook Pro 2016 fühlt sich wie ein Highend-Laptop an. Würde ich für diesen Preis aber auch erwarten. Ob das langfristig so bleibt, wird sich zeigen. Ich habe mit MacBooks in dieser Hinsicht aber sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Die Haptik

Technische Geräte aus Aluminium mag nicht jeder. Ich bevorzuge sie. Ein MacBook ist eine andere Liga, als ein Plastik-Laptop. Das hat vor und auch Nachteile. Auf der nackten Haut (z.B. mit kurze Hosen im Sommer) kann das MacBook zum Beispiel schon mal sehr kalt sein. Gewöhnt man sich aber auch dran.

Die harten Kanten sind hingegen ein Kritikpunkt, den ich öfter mal höre. Beim Air fühlt sich das auch ein bisschen angenehmer, als beim Pro an, da die Kanten beim Pro etwas höher sind. Man kann schon mal einen Abdruck auf der Hand haben, wenn die Hand lange auf der Kante lag. Weh tut das aber nicht.

Ich mag die Kombination aus Design und Haptik beim MacBook. Wer jedoch noch nie eines hatte, der sollte definitiv mal in einen Media Markt (oder anderen Markt) fahren, es hochheben und mal ein paar Zeilen auf einem MacBook tippen.

Das MacBook Pro 2016 fühlt sich wie ein MacBook Air an. Es wirkt etwas dicker, da es durchgehend 1,5 cm dick ist (das Air ist an der dünnsten Stelle nur 1,3 cm dick), doch eigentlich sind sich beide sehr ähnlich. Sie haben auch das gleiche Gewicht (von 20 Gramm abgesehen, das kann man allerdings vernachlässigen).

Ich würde das MacBook Pro 2016 im geschlossenen Zustand so beschreiben: Ein MacBook Air in der Form eines MacBook Pro (2015). Wobei das neue Pro sogar noch kompakter (knapp 2 cm weniger breit und 1 cm weniger tief) als das Air ist.

Das Display

Das Retina Display des MacBook Pro 2016 ist großartig. Es ist hell, es stellt Farben sehr gut dar, es besitzt gute Ablesewinkel und ist mein persönliches Highlight des Gerätes. Mich hier zu begeistern war nach Jahren mit dem MacBook Air aber auch nicht besonders schwer. Das Display des MacBook Air ist im Vergleich mit dem des MacBook Pro 2016 eine komplett (!) andere Liga.

Wer ein MacBook Air besitzt und mit dem Display unzufrieden ist: Hier bekommt ihr die Lösung. Der Unterschied vom MacBook Pro 2015 und 2016 ist übriges nicht so groß. Wer ein 2015er Modell besitzt, der sollte sich das Upgrade überlegen, falls es ihm nur um das Display geht. Als Air-Besitzer ist die Antwort aber klar: Upgrade.

Die Tastatur

Das MacBook Pro 2016 besitzt die neue Tastatur mit Butterfly-Mechanismus, die Apple mit dem MacBook im letzten Jahr eingeführt hat. Allerdings in einer neuen Version. Ich war sehr gespannt, wie es sich auf der Tastatur tippt, denn immerhin (wie ihr euch sicher denken könnt) tippe ich extrem viel auf einem Laptop. Dieser Testbericht ist übrigens komplett auf dem MacBook Pro entstanden. Das sind über 3000 Wörter, etwas Bildbearbeitung und ein kleiner Videoschnitt.

Ich war überrascht. Es gibt viel negative Zeilen zur Tastatur. Ich kann jedoch sehr gut auf dieser schreiben. Auch sehr schnell und auch über einen langen Zeitraum. Ich habe neben diesen Test und zahlreiche Berichte in den letzten Wochen auf dem MacBook Pro 2016 getippt. Die Tastatur ist für mich ein Pluspunkt.

An dieser Stelle muss ich allerdings unserem Autor Mike zustimmen, der ebenfalls ein neues MacBook Pro besitzt. Die Tastatur ist laut. Vor allem wenn man etwas schneller tippt und vielleicht mal „in die Tasten“ haut. Die Tastatur ist wesentlich lauter, als die des MacBook Air. Kann in der Öffentlichkeit störend sein. Hier hätte man sich eine Art Dämpfung für die Lautstärke überlegen können.

Ich betrachte die Tastatur mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite schreibt es sich sehr gut mit dieser, auf der anderen Seite ist sie oftmals doch etwas laut. Ich habe auch gemerkt, dass so gut wie jeder, dem ich die Tastatur gezeigt habe, etwas anders auf sie reagiert. Hier bleibt einem nur eine Option: Im Laden testen.

Das neue Trackpad, was ich mal in den Abschnitt Tastatur packe, ist wie von Apple gewohnt einwandfrei. MacBooks hatten schon immer die besten Trackpads. Daran ändert sich auch hier nichts. Das neue Trackpad ist aber schon grenzwertig groß. Aber wie das bei neuen Dingen so ist: Man gewöhnt sich dran. Mir kam das Trackpad meines MacBook Air nach dem Wechsel zurück etwas zu klein vor 😀

Die Touch Bar

Als ein Testgerät für das MacBook Pro 2016 im Raum stand, habe ich erst mal nach dem kleinsten Modell mit der minimalen Ausstattung gefragt. Es wurde dann aber ein Modell mit Touch Bar und so konnte ich mir doch ein paar Gedanken zu dieser Technologie machen. Ist so eine Touch-Leiste tatsächlich die 300 Euro mehr wert?

Der Geek in mir sagt ja und freut sich über alles technisch neue. Doch die Vernunft sagt ganz klar nein. Einen wirklichen Mehrwert hat die Touch Bar in den letzten Wochen nicht geliefert. Es ist eine nette Spielerei, aber mehr auch nicht. Hinzu kommt, dass ich zu 95 Prozent auf das Display schaue. Der Wechsel zwischen dem Display und dem Blick auf die Leiste über der Tastatur ist extrem unpraktisch.

Ich wüsste aktuell nicht, was mir diese Leiste in Zukunft bieten könnte, was mir die Zeile mit den Tasten nicht bieten kann. Optisch ist die Leiste definitiv ein Hingucker und die Qualität ist extrem gut (kein Wunder bei OLED), aber der Mehrwert bleibt dann doch irgendwie aus. Der größte Kritikpunkt ist aber nicht nur der fehlende Mehrwert, sondern das ständige hoch (Display) und runter (Leiste) schauen.

Die Touch Bar hat für den Zeitraum des Tests durchaus Spaß gemacht, doch bei mir ist das MacBook ein reines Arbeitsgerät und im Arbeitsalltag habe ich keinen Vorteil gesehen. Ganz zu schweigen von den Textvorschlägen, die langsamer kommen, als ich tippen kann. Um es kurz zu machen: Ich werde vermutlich zu einem MacBook Pro (mehr im Fazit) wechseln, aber definitiv nicht zum Modell mit Touch Bar. Auch wenn der Geek beim Schreiben von diesem Abschnitt innerlich etwas weint 😀

Die Anschlüsse

Beim neuen MacBook Pro verabschiedet sich Apple vom alten USB-Anschluss, vom SD-Slot und vom MagSafe-Anschluss. USB Typ C ist die Zukunft, daher bin ich froh, dass man hier All-In gegangen ist. Vier Anschlüsse reichen vollkommen aus. Das kleinere Modell hat nur zwei, würde mir aber auch reichen. Es ist jedoch schade, dass man die zwei Anschlüsse auf die gleiche Seite gepackt hat. Das kann, auch bei den vier Anschlüssen, unpraktisch sein. Sie sind sehr eng nebeneinander.

Soweit so gut, was man hier noch kritisieren könnte: Apple ist nicht konsequent. Die neuen AirPods kommen zum Beispiel weiterhin mit einem Lightning-auf-USB-A-Anschluss daher. Warum nicht USB Typ C? Apple ist in einer Übergangsphase und man hat den Eindruck, dass die eine Abteilung nicht weiß, was die andere macht. Das sind aber Probleme, die sich auf lange Sicht selbst lösen werden.

Der Schritt zu USB Typ C ist gut, dafür vermisse ich den SD-Slot und MagSafe. Bei MagSafe ist das mehr eine Frage der Gewohnheit und Sicherheit. MagSafe war eine der besten Lösungen zum Laden von Laptops. Leider hat Apple das wohl nicht so gesehen und sich von dieser verabschiedet. Minuspunkt von mir.

Den gibt es auch für das Fehlen des SD-Slots. Irgendwann werden Speicherkarten vielleicht überflüssig, aber nicht in den nächsten Jahren. Bedenkt man, an welche Zielgruppe sich die Pro-Reihe richtet, dann war dieser Schritt in meinen Augen der schlimmste bei den neuen Anschlussmöglichkeiten. In Zukunft heißt es also a) das USB-Kabel der Kamera (und einen Adapter für USB Typ C) mitschleppen, oder einen kleinen SD-Slot für den USB-Eingang kaufen und mitschleppen.

Was aber weiterhin vorhanden ist: Ein Kopfhörereingang. Richtig. Beim iPhone hat man sich von diesem verabschiedet und neue AirPods vorgestellt und dann geht man tatsächlich einen Monat später her und präsentiert ein neues Produkt, bei dem man sich von sämtlichen Anschlüssen verabschiedet, nur nicht vom Eingang für die Kopfhörer. Warum? Wegen ein paar DJs, die weiter auf Kabel setzen? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht erklären. Dieser Schritt erscheint mir unlogisch.

Naja, der Stand ist wie er ist und man muss mit diesem Leben. Für mich ist das alles weniger tragisch, nur den SD-Slot vermisse ich schmerzhaft. Unterwegs heißt das also: Ein USB-C-auf-A-Kabel und einen externen SD-Kartenleser. Apple sollte sich aber ernsthaft Gedanken machen, wohin man will. Ist das nun Lightning/USB Typ A wie beim Kabel der AirPods und beim iPhone, oder USB Typ C, wie beim Macbook. Bei den Apple-Produkten von 2016 herrscht ein großes Durcheinander.

Was mich nach ein paar Tagen noch gestört hat: Es gibt keine LED, die beim Laden leuchtet. Steckt man das USB-Kabel rein, gibt es nur einen Ton. Den kennen viele vielleicht vom iPhone, es ist der gleiche. Ich weiß aber nicht, wann das MacBook voll aufgeladen ist. Die kleine LED beim MacBook (Air) habe ich schmerzlich vermisst. Das ist so eine Sache, die hätte man mit Leichtigkeit und ohne das Design des Pro zu verändern in das Gerät (bzw. Ladekabel) einbauen können. Schade.

Machen wir es kurz: Ich glaube kein normaler Nutzer benötigt vier USB-Anschlüsse und die meisten potentiellen Käufer hätten lieber einen SD-Slot und MagSafe statt einem Klinkenanschluss gehabt. Die Entscheidung von Apple ist teilweise richtig. USB C statt A zum Beispiel. Sie ist teilweise aber auch inkonsequent.

Müsste ich es zusammenfassen: Es ist ein kleiner Rückschritt. Aber nicht wegen USB Typ C, das ist der richtige Weg, sondern wegen anderen Dingen. Man hat ein paar Standards entfernt, die nicht zwingend veraltet (z.B. MagSafe) sind.

Die Power

Für meinen Testbericht habe ich ein Modell mit dem i5 und 8 GB Arbeitsspeicher erhalten. Das Einsteigermodell. Genau das würde ich mir aber auch selbst kaufen. Die Power reicht für meine Zwecke aus. Ich arbeite hauptsächlich im Browser und bearbeite Fotos und Videos. MacBooks sind keine Gaming-Laptops, ist mir jedoch egal. Für diese Zwecke reicht die Power des neuen Pro aus.

Natürlich geht da auch noch mehr und ich weiß nicht, ob das Modell in dieser Konfiguration den Zusatz Pro verdient, aber mir reicht es. Und wenn ein Bild mal einige Sekunden länger rendert und ein Video zum Laden und Exportieren der Dateien 3-4 Minuten länger benötigt, dann kann ich damit (mobil) leben.

Die Preise für Upgrades sind aber, wie bei Apple gewohnt, sehr happig. Seien es die 240 Euro für 16 GB RAM, oder eine 512 GB große Festplatte. Im freien Handel zahlt man da deutlich weniger, aber so ist das nun mal bei Apple. Mit solchen Extras bei den Produkten wird der Gewinn des Unternehmens gesteigert.

Mir persönlich reicht die Power aus. Ich komme aber von einem sehr alten MacBook Air und das besitzt einen alten i5, 4 GB RAM und eine langsamere SSD. Es war also nicht schwer die Leistung zu steigern. Selbst das neue MacBook hat etwas mehr Power, als mein altes Air. Im Vergleich mit dem aktuellen Air sieht es dann aber schon wieder ganz anders aus. Die Geräte sind ebenbürtig. Weshalb das Pro für mich auch in dieser Kategorie (in der Standardversion) kein richtiges Pro ist.

Der Akku

Die Akkulaufzeit beim MacBook Pro 2016 wurde sehr oft kritisiert und ich habe viele negative Berichte gelesen. Es hat sogar dazu geführt, dass Apple die Restanzeige in macOS entfernt hat. Apple selbst gibt 10 Stunden Surfen an. Das hängt dann am Ende natürlich davon ab, wie man das Gerät nutzt. Mit Chrome, was ich meistens zum Arbeiten nutze, kann man sich von dieser Zeit direkt verabschieden.

Die 10 Stunden erreicht man auch nur, wenn man Safari nutzt, sonst nichts macht und eine geringe Displayhelligkeit nutzt. Es ist also mehr ein Richtwert.

MacBook Pro 2016 Akku (Bild iFixit)

Mein altes MacBook Air hatte mal eine Laufzeit von gut 8 Stunden. Ich kam auch immer auf respektable 6-7 Stunden. Auf die komme ich mit dem neuen Pro auch. Vielleicht eine Stunde länger. Hängt wie gesagt davon ab, was man macht, welche Seiten man ansurft und ob man vielleicht auch ein kurzes Video schneidet.

Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass Apple das Ziel des aktuellen MacBook Air mit den 12 Stunden Laufzeit vor Augen gehabt hätte. Machen wir es kurz: Man kann die Akkulaufzeit nicht objektiv testen. In meinem persönlichen Test bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es auf dem Level des alten MacBook Air (das mit den 10 Stunden) liegt. Das ist okay, da wäre aber noch mehr drin gewesen. Es würde mich aber nicht wundern, wenn Apple hier noch das ein oder andere Update nachlegt.

Der Preis

Kommen wir zum letzten Punkt vor dem Fazit. Wer sich den Testbericht bis hier durchgelesen hat, der wird festgestellt haben, dass ich viele positive und viele negative Punkte genannt habe. Am Ende, und das kann ich schon mal dem Fazit vorweg nehmen, ist das MacBook Pro aber ein solides Gerät. Der Preis ist jedoch eine Hausnummer. Im Vergleich mit alten MacBook-Modellen ist er zu teuer.

Das MacBook Pro ist für mich ein aufpoliertes MacBook Air. Nicht mehr. Der Zusatz Pro macht es aber möglich, dass man für das Modell mit Touch Bar 2000 Euro verlangen kann. Oder 1700 Euro für das Modell ohne Touch Bar. Dabei besitzt das MacBook Pro in meinen Augen den Wert eines MacBook Air. Eines aktuellen Air. Es wäre das nach vielen Jahren wohlverdiente Upgrade für das Air gewesen. Und das kostet knapp 1100 Euro. Eine UVP von 1200-1300 Euro wäre der passende Preis.

Das ist jedoch meine bescheidene Meinung zu diesem Thema. Die Preise für das MacBook Pro werden sinken, das kleine Modell ohne Touch Bar bekommt man ja schon jetzt für unter 1500 Euro. Sobald der Preis auf knapp 1300 Euro gesunken ist werde ich vermutlich zuschlagen. Vielleicht warte ich aber auch noch die zweite Generation ab. Wird sich zeigen. Im Moment zahlt man noch den Early Adopter-Preis und den ist das Pro (vor allem das Einsteigermodell für 2000) nicht wert.

Das Fazit

Womit wir auch direkt zum Fazit kommen und das versuche ich dieses Mal kurz zu machen. Das MacBook Pro ist ein tolles Gerät. Das Display ist großartig, das Design und die Verarbeitung sind modern und zeitlos und die Performance reicht meiner Meinung nach auch beim Einsteigermodell aus. Die Tastatur ist ein Streitpunkt, mir hat sie gut gefallen. Nach ein paar Tagen konnte ich sehr gut darauf tippen.

Die neue Generation hat jedoch ein paar Schattenseiten und die wiegen sehr sehr schwer. Zum Beispiel der Punkt mit den Anschlüssen. Den will ich jetzt hier nicht erneut durchkauen, aber das ist schon sehr bitter. Der Akku ist durchschnittlich, was okay ist, aber mehr eben auch nicht. Die Touch Bar finde ich komplett überflüssig, das ist eine reine Spielerei, für die man 300 Euro extra auf den Tisch legt. Ob man diese wirklich „braucht“ ist eine absolut subjektive (!) Frage.

Als Besitzer eines alten MacBook Air würde ich trotzdem sofort zum neuen Pro greifen. Wenn da nicht der Preis wäre. Es ist in meinen Augen das bessere Air, aber nicht das bessere Pro. Preislich gesehen würde ich es also auch auf dem Niveau des Air einordnen und das kostet 1000-1300 Euro. Eine UVP von 1300-1400 Euro und ein Straßenpreis von gut 1300 Euro wären in meinen Augen ein fairer Preis.

Das MacBook Pro 2016 ist jedoch teurer und daher werde ich das Upgrade noch nicht machen. Das Air muss, auch wenn der Schritt zum alten Display mit den sehr verwaschenen Farben weh tut, noch ein paar Monate aushalten. Ich werde mir mal anschauen, was Apple für Anfang 2018 geplant hat. Da wird sicher auch ein neues MacBook kommen und vielleicht sehen wir eines Tages ja sogar ein „preiswertes“ und modernes MacBook mit einem 13-14 Zoll großen Display.

Sollte der Preis für das kleine MacBook Pro 2016 ohne Touch Bar sinken, dann könnte ich jedoch ab einem Straßenpreis von unter 1300 Euro schwach werden.

Wertung des Autors

Oliver Schwuchow bewertet Apple MacBook Pro 2016 mit 3.5 von 5 Punkten.

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