Marshall Monitor Bluetooth-Kopfhörer ausprobiert

Vor ein paar Tagen trafen die neuen Marshall Monitor Bluetooth-Kopfhörer bei mir ein. Hier muss ich sagen, dass ich seit der IFA vor 2 Jahren In-Ear-Ohrhörer von Marshall als meinen treuen Begleiter nutze. Sie haben einen tollen Klang mit ein wenig Bass-Last, aber genau das gefällt mir.

Allerdings bin ich schon seit einer Weile auf der Suche nach tollen Over-Ears und habe mir nicht zuletzt deshalb vor kurzem die Jabra VEGA angehört. Hier geht es zum Testbericht dieses Kopfhörers mit Noise Cancelling. Exakt deshalb habe ich auch direkt hier *schnipp* gerufen, als es um einen Test der Marshall Monitor Kopfhörer ging.

Dieses neue Baby aus dem Hause Marshall hat einiges an Technik spendiert bekommen und ist zum einen ein Over-Ear Kopfhörer und zum anderen mit Bluetooth und Qualcomm aptX, welches mich ebenfalls sehr interessiert. Los gehts!

Lieferumfang der Marshall Monitor

  • Kopfhörer selbst
  • USB->MicroUSB Ladekabel
  • Klinkenstecker-Kabel mit vergoldeten Anschlüssen und Fernbedienung nebst Mikrofon
  • Tragetäschchen
  • Papierwerk

Die wichtigsten technischen Details

  • ca. 30 Stunden Musikwiedergabe mit einer Ladung
  • Transducer: 40 mm, dynamisch
  • Widerstand: 28 Ohm
  • Frequenzbereich: 20 Hz – 10 kHz
  • Sensitivität: 100 mV @ 1 kHz = 92 db SPL
  • Qualcomm aptX
  • Klinkenstecker-Anschluss, MicroUSB-Anschluss, Mehrwege-Taste zur Bedienung
  • Mikrofon

Zum Marshall Monitor Kopfhörer selbst

Die Marshall-Kopfhörer sind optisch ein Hingucker, da sie irgendwie immer an diese alten Gitarrenverstärker oder dergleichen erinnern. So lässt Marshall es sich nicht nehmen, sogar am Kopfhörer selbst die beiden Speaker mit einem geringelten, sichtbaren Kabel zu verbinden.

Auf beiden Treibern leuchtet der weiße Marshall-Schriftzug entgegen. Im Inneren des Bügels sind goldene Plättchen angebracht, welche gut sichtbar das L und R zeigen. Auf der linken Seite ist ein ebenfalls goldener Knopf angebracht, welcher unter anderem zur Bluetooth-Kopplung genutzt wird.

Abgesehen davon kann man über diverse Kombinationen (lang drücken, wie ein Steuerkreuz in irgendeine Richtung wippen, etc.) diverse Funktionen aufrufen.

Die Verarbeitung ist absolut in Ordnung. Der Bügel drückt nicht und ist gut gepolstert. Auch die beiden Speaker haben ein weiches Polster spendiert bekommen. Für meine Ohren könnten sie ein klein wenig weiter sein, aber es gibt hier nun mal kein Normalmaß. 🙂 Die Polster werden übrigens magnetisch festgehalten und bringen einen passiven Filter zwischen die Ohren und die Treiber.

Dieses F.T.F.-System (Felt Treble Filter System) soll wenige dB an Höhen filtern. Generell empfinde ich den Sound des Monitor wirklich angenehm. Die Höhen passen und tragen nicht zu sehr auf. Die Mitten sind ebenso stimmig, selbst der Bass trägt nicht zu sehr auf, wie man es evtl. von diversen Beats-Kopfhörern kennt. Alles im Rahmen. Das ist natürlich Geschmacksache und kann mit der einen oder anderen Equalizer-App sicherlich nachjustiert werden, falls das gewünscht wird.

Auf der rechten Unterseite finden wir den MicroUSB-Anschluss, welcher dafür gedacht ist, den Akku des Kopfhörers wieder aufzuladen. Ebenfalls auf dieser Seite ist auch ein vergoldeter Klinkenstecker-Anschluss, um den Sound auch ohne Bluetooth-Verbindung hören zu können.

Das beiliegende Kabel reicht dank des geringelten Stücks locker von einem ausgestreckten Arm zum anderen und sollte den meisten Ansprüchen genügen. Was fehlt ist unter anderem ein Adapter für die Flugzeug-Anschlüsse. Der kostet aber auch nur wenige Cent und kann bei Bedarf nachgekauft werden. Positiv auch hier die vergoldeten Stecker und auch, dass das Ende zum Abspielgerät hin abgewinkelt ist.

Und sonst noch?

Verglichen mit den Jabra Vega vermisse ich, dass der Kopfhörer nicht durchgeschleift wird. Man kann also nicht einem weitern Mithörer via Klinke ebenfalls am Musikerlebnis teilhaben lassen.

Dafür überträgt der Marshall Monitor die Musik über aptX, welches am Ende für eine verlustfreiere Übertragung der Musik sorgen soll und wenn nötig kann ja auch die Musik etwas lauter gedreht werden, dann hört man auch nichts mehr von der Umgebung *hust*.

Die Kopfhörer lassen sich prima zusammenfalten und passen so in die beigelegte Tragetasche.

Während meines Tests gab der Akku keinen Grund zur Beanstandung. Das liegt aber an verschiedensten Bedingungen. Zum einen wie laut man Musik hört und ob am Stück, oder mit einigen Unterbrechungen usw. Ich habe natürlich keine 30 Stunden am Stück Musik gelauscht, aber die versprochene Dauer dürfte grob geschätzt eingehalten werden.

Das folgende Video von Marshall zeigt noch einmal, welche Gedanken unter anderem beim Design einflossen usw.

Fazit zu den Marshall Monitor

Die Marshall Monitor Bluetooth-Kopfhörer sind ein schönes Stück Technik, welche ein tolles Klangerlebnis ermöglichen. Preislich nicht ganz günstig, aber man kauft auch gewissermaßen das Rockstar-Feeling dazu. Am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden. Wenn es um das Design, den Klang oder den Akku geht, macht man auf jeden Fall nichts falsch.

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Marshall Monitor Bluetooth-Kopfhörer mit 4.0 von 5 Punkten.

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