Mobile Messenger: Diese Apps schicken die SMS in Rente

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Mobile Messenger erleben danke erfolgreichen Apps wie WhatsApp sowie immer mehr verbreiteten Datenflatrates und Smartphones einen regelrechten Boom. Die Auswahl ist riesig, fast sogar unüberschaubar, was wohl auch der Hauptgrund dafür ist, dass viele Nutzer gar nicht von ihrer Hauptapp wechseln möchten, denn alle Kontakte zu einem Umzug zu bewegen ist gar nicht so einfach.

Doch welche App schickt nun auf lange Sicht gesehen die SMS in Rente? Wird es WhatsApp sein, oder schafft doch noch der ein oder andere Underdog den Durchbruch? Wir geben einen Überblick über 18 Messenger-Apps und hoffen am Ende auf eure Tipps!

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WhatsApp

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Los geht es direkt mit WhatsApp. Der Dienst ist gerade in Deutschland weit verbreitet und funktioniert recht simpel. Er ist an die Telefonnummer des Nutzers gebunden, was den Vorteil hat, dass sich die Kontaktliste schnell füllt. Nach einer kostenlosen Testphase kostet WhatsApp unter 1 Euro pro Jahr. Apps gibt es für diverse Systeme. Kritik ernten die Macher regelmäßig beim Thema Sicherheit und fehlendem Desktop-Client, wobei das bisher nicht zu einer Massenabwanderung geführt hat.

GroupMe

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Der Messenger GroupMe ist als App kostenfrei zu haben und zwar für Android, iOS und Windows Phone, viel mehr als Nachrichten senden kann man damit allerdings nicht machen. Weder Videos noch Audio-Dateien lassen sich versendet. Reduziert aufs Nötigste ist der Dienst also. Die Nutzung ist kostenlos und es gibt es einen Desktop-Client.

Line

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Der Line Messenger hat seinen Kernmarkt immer noch in Asien, dort ist das kleine Programm bzw. der Dienst dahinter sehr beliebt und muss sich hinter WhatsApp und Co. nicht verstecken. Die App kommt in zwölf Sprachen daher und ist für iOS, Android, Windows Phone, BlackBerry, Windows, Mac OS und Nokia Asha verfügbar. Mit dem Programm lassen sich kostenfreie Anrufe (VoIP) tätigen und Nachrichten versenden, dabei kann man diverse Symbole, Fotos, Sprachnachrichten und auch Standortdaten gleich mit versenden.

Ähnlich wie bei anderen mobilen Messengern registriert man sich per Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse und einen Nick kann man dennoch über die App in seinem Account hinterlegen, um die Desktop-Versionen zu nutzen.

WeChat

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WeChat ist vor allem in Asien verbreitet, kommt mir Apps für Android, iOS, Blackberry sowie Windows daher und ist generell kostenfrei zu nutzen. Er bietet diverse Funktionen, Spiele und auch Sticker, eine Webapp gibt es leider nicht.

Facebook Messenger

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Zum Facebook Messenger muss man wohl nicht mehr viel sagen. Wer Facebook nutzt, sollte ihn kennen. Mit seinen Facebook-Freunden kann man zwar auch innerhalb der Facebook-Apps schreiben, mit dem Facebook Messenger ist das Ganze aber etwas einfacher. Sticker können zudem versendet werden.

Kakao Talk

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Kakao Talk bietet bis auf Videoanrufe alles was das Herz begehrt. Der Dienst ist kostenfrei und verfügbar für iOS, Android, Windows Phone, BlackBerry und Desktop.

Skype

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Microsofts Skype hat sich zwar auf Videochats spezialisiert, kann aber auch prima als normaler Chatdienst oder auch Telefonieservice genutzt werden. Egal ob auf Smartphone oder Tablet, die Skype-Apps sind ganz gut umgesetzt und die Nutzerbasis ist enorm.

MessageMe

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MessageMe hat noch keine all zu große Nutzerbasis und erinnert etwas an GroupMe, zu verachten ist der Dienst aber nicht. Die Umsetzung ist ganz gut gemacht, leider gibt es aber nur Apps für iOS und Android, das dürfte der größte Nachteil sein.

Kik

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Junge Leute in Nord-Amerika nutzen den Kick-Messenger ganz gerne, die Verbreitung hält sich allerdings trotz der brauchbaren Apps für iOS, Android und Blackberry und Windows Phone noch in Grenzen. Optisch machen die Programme einiges her und zuverlässig soll der Dienst auch sein.

BBM

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Der BlackBerry Messenger hat (noch) ein großes Problem, es gibt ihn nur für die BlackBerry-Plattform. Dass der BlackBerry Messenger bald auch für Android und iOS verfügbar sein soll, ist lange kein Geheimnis mehr – die Frage ist nur, wann es denn so weit sein wird. Optisch jedenfalls kein Leckerbissen. Update: BBM für iOS und Android veröffentlicht

Tango

Bereits eine ganze Weile ist Tango für Android, iOS, Desktop und Windows Phone verfügbar. Im Gegensatz zu Apples FaceTime, dass nur Gespräche zwischen iOS- und MacOS-Geräten zulässt, ermöglicht die Tango-App plattformübergreifende Videotelefonate. Das heißt, dass man Nutzer mit Windows Phone, Computer, Android und iPhone kostenlos anrufen kann. Auch ein Messenger ist integriert, aber der Fokus liegt doch mehr auf Videotelefonie.

Cubie Messenger

Der Cubie Messenger ist wirklich sehr gut umgesetzt, bietet aber leider nur Apps für Android und iOS. Die Funktionen sind umfangreich und noch in der Beta-Phase wollen die Entwickler sogar Telefonie ermöglichen. Ein Blick lohnt, die Bewertungen in den jeweiligen Stores sind ganz gut.

Nimbuzz

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Nimbuzz gehört zu den Urgesteinen der Multimessenger, die App habe ich selbst bereits unter Windows Mobile genutzt. Es ist möglich seine Accounts von Facebook, Yahoo Messenger, MSN/Live Messenger und Gtalk einzurichten und diese dann innerhalb einer App zu nutzen. Funktionen wie das Versenden von Bildern oder ein Nachrichtenverlauf, die man auch von ähnlichen Diensten kennt, sind ebenso verfügbar wie Programme für diverse Plattformen.

ChatON

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Samsung ChatON gibt es nicht nur für Android, iPhone, Bada, BlackBerry und in einer Webversion, sondern auch für Windows Phones, eigentlich beste Voraussetzung, um erfolgreich zu werden. Laut Samsung hat der Dienst in den letzten vier Monaten seine Benutzerzahlen verdoppelt, der richtig fette Durchbruch steht allerdings weiterhin aus. Unterm Strich bleibt ChatOn ein solider und flexibler Messenger, der fast zu unrecht ein Schattendasein führt.

Imo

Imo.im ist ein Multimessenger, den es als Web-App für den Browser, für Android und für iOS gibt. Da er fast alle verfügbaren Protokolle (außer Skype, wurde gekickt) + das imo-eigene Protokoll unterstützt, ist er für mich eine perfekte Sache, denn so ist es mir im Grunde egal, wer wo online ist. Einfach mal ausprobieren!

iMessage

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Apples iMessage bleibt weiterhin dem Apple-Universum auf iPhone, iPad und iPod touch sowie Mac vorbehalten. Der Dienst ist aufgeräumt und versteht sich selbst als aufgebohrter SMS-Ersatz. Im Großen und Ganzen läuft er sehr solide.

Hike

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Der Mulitplattform-Messenger hike wurde bei seinem Start im Dezember 2012 als ernsthafte Alternative für unzufriedene WhatsApp-Nutzer gehandelt, konnte bisher allerdings nicht ansatzweise solche eine Masse erreichen, wie sein etablierter Konkurrent. Der hike Messenger stammt aus Indien und wird auch weiterhin dort entwickelt, aus diesem Grund kommen auch 60 Prozent aller Nutzer aus Indien. Nicht verwunderlich, denn mit hike lassen sich kostenlos SMS nach Indien senden. Im April ist hike in Version 2.0 erschienen, die im Grunde keine Wünsche mehr offen lässt. Ein frisches Design und jede Menge Funktionen wissen zu überzeugen.

Hangouts

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Mit Hangouts versucht Google den Markt für mobile Messenger zu erschließen, da es den Dienst allerdings derzeit nur im Web und als mobile Apps für iOS und Android gibt, ist er (noch) kein Ersatz für WhatsApp und andere Apps, die mehr Plattformen unterstützen. Die Umsetzung ist gelungen, Google konzentriert sich auf Textnachrichten und Videoanrufe, wobei es immer mal wieder zu kleinen Bugs in der Webversion kommt.

Deine Alternative …

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Es gibt sicher noch mehr mobile Messenger, die es nicht in diese Aufzählung geschafft haben. Wenn du so „Exoten“ wie Disa, myENIGMA und Co. kennst bzw. selbst nutzt, dann hinterlasse doch einen Kommentar unter diesem Beitrag.

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