Motorola Moto E: Unser erster Eindruck

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Motorola hat heute das Android-Smartphone Moto E offiziell vorgestellt. Das nur 119 Euro (UVP) teure Gerät soll ab Anfang Juni in schwarz und weiß zu haben sein. Ich kann mir ein Vorserien-Gerät bereits genauer anschauen und möchte meine ersten Eindrücke mit euch teilen.

Das Moto E kommt ähnlich was das Moto G nur mit einem USB-Kabel zum Kunden, ein Ladegerät kann natürlich separat erworben werden, bei meinem Testgerät lag es direkt dabei. Auf der Displayschutzfolie prangt noch der Schriftzug „Motorola – a Google company“, was klar macht, zu welcher Zeit das Smartphone entwickelt wurde. Mittlerweile gehört Motorola bekanntlich zu Lenovo.

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Die technischen Daten sind alle bekannt, auf diese werde ich nicht nochmal gesondert im Detail eingehen.

Spezifikationen Moto E (Klicken zum Anzeigen)

  • Betriebssystem Android 4.4.2 (KitKat) + Upgrade auf 4.4.3
  • Prozessor Qualcomm Snapdragon 200-Prozessor mit 1,2 GHz Dual-Core A7 CPU, Adreno 302 400 MHz Single-Core GPU
  • RAM 1 GB
  • Gewicht 142 Gramm
  • Abmessungen Breite: 64,8 mm, Höhe: 124,8 mm, Wölbung: 6,2 mm – 12,3 mm
  • Display 4,3-Zoll (10,9 cm) 540 x 960 qHD, 256 ppi, Anti-Schmutz-Oberfläche, Corning Gorilla Glass 3 (Schutz vor Kratzern), 24 bit-Farbtiefe, IPS-Technologie, Optically-Bonded-Display (blendarm)
  • Akku 1980 mAh
  • Laufzeit (gemischte Nutzung) Bis zu 24 Stunden
  • Netzwerke GSM/GPRS/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz), UMTS/HSPA+ bis zu 21 Mbps (850, 900, 1900, 2100 MHz)
  • Kamera Rückseite 5 MP (4:3) (Aufnahme per Fingertipp, 4-facher Digitalzoom, Burst-Modus, Auto-HDR, Panorama, Fokussieren per Fingertipp, kein LED-Blitz
  • Speicher Kapazität: 4 GB, MicroSD-Slot unterstützt bis zu 32 GB erweiterbaren Speicher
  • Konnektivität Micro-USB, 3,5 mm Headsetbuchse
  • Drahtlos Bluetooth Version 4.0 LE (geringer Stromverbrauch), Wi-Fi 802.11 b/g/n
  • Audio-Wiedergabe AMR-NB, AMR-WB, AAC, AAC+, eAAC+, MP3, PCM, FLAC,
  • MIDI, QCELP, EVRC, OGG/Vorbis
  • Videowiedergabe Bis zu 720p-Wiedergabe unterstützt FWVGA (MP4, H.264, VC-1, WMV-9, DivX 4/5/6)
  • Videoaufnahme Aufnahme 30 fps FWVGA (MP4, H.264, H.263)
  • Ortungsdienste GPS, GLONASS, BeiDou
  • Grundfarbe Schwarz oder Weiß

Der erste Eindruck vom Moto E ist durchaus positiv. Es fühlt sich sehr solide, fast schon massiv an. Kein Wunder, denn obwohl es spürbar kleiner ist, wiegt es mit 142 Gramm nur ein Gramm weniger als das Moto G. Die rückseitige Abdeckung lässt sich gewohnt schwer entfernen, sitzt dafür aber auch sicher auf dem Gerät.

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Die Form erinnert stark an den großen Bruder, grenzt sich aber deutlich durch den fetten silbernen Streifen im unteren Bereich ab, hinter dem sich der klangstarke Frontspeaker verbirgt. Klangstark ist hier wörtlich zu nehmen, das Teil ist richtig laut. Tasten an der Seite gibt es nur für Power und die Lautstärke. Auf der Oberseite befindet sich der Headset-Anschluss sowie ein Mikro und auf der Unterseite der microUSB-Anschluss.

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Das 4,3 Zoll große qHD-Display (540 x 960 Pixel) schaut gut aus, mehr aber nicht. 256 ppi sind durchaus okay, in der Preisklasse sogar Hammer, im direkten Vergleich mit dem Moto G fällt der Unterschiede allerdings sofort auf. Leuchtstark ist es leider nicht sonderlich, der Helligkeitssensor arbeitet allerdings sehr zuverlässig.

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Die Arbeitsgeschwindigkeit bietet keinen Grund zum Tadel, das System (Android 4.4.2 ist vorinstalliert) reagiert stets schnell. Motorolas Anpassungen halten sich zudem so stark im Hintergrund, dass man das Gefühl haben könnte, man hat ein Nexus-Smartphone in der Hand. Das mag ich bereits beim Moto G sehr.

Von Haus aus sind gerade mal etwas über 2 GB interner Speicher frei, der allerdings durch eine microSD-Karte erweitert werden kann. Auf die microSD-Karte können aber keine Apps installiert, sondern maximal einige App-Daten ausgelagert werden, das sollte man bedenken.

Update

Klappt doch! Motorola hat das System so angepasst, dass Apps auf SD verschoben werden können.

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Motorola Moto E (1)

Mit dem Moto E gewinnt man auf die 5-MP-Kamera bezogen schon mal keinen Blumentopf, aber das soll man auch gar nicht, denn bei einer UVP von 119 Euro ist es fast klar, dass man bei solchen Sachen Abstriche machen muss. Bereits beim Moto G war die Kamera schließlich ein Minuspunkt. Das Moto E bietet nur einen Fixfokus und keinen Autofokus, zudem fehlt ein LED-Blitz komplett. Ausgelöst wird per Fingertipp auf das Display, ist man zu nah am Objekt, ist es unmöglich dieses scharf zu stellen.

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Durch das fehlende Gyroskop sind auch mit dem Moto E keine Photo Sphere-Aufnahmen möglich und Videos lassen sich nur in FWVGA-Auflösung und nicht in HD aufnehmen. Die Kamera ist eben wirklich nur im Hinblick auf den Preis okay, mehr nicht. Ein paar Testfotos gibt es bei Google+.

Erstes Fazit

Ich persönlich würde wahrscheinlich weiterhin zum Moto G greifen, denn hier bekommt man für wenig Geld mehr das etwas attraktivere Paket. Das Ziel Feature-Phones durch möglichst brauchbares Smartphones zu ersetzen, hat Motorola allerdings mit dem Moto E ganz klar erreicht. Für einen schmalen Taler bietet es bereits viel mehr als normale Handys. Nicht alles, aber die wichtigsten Dinge sind alle vorhanden.

Soweit meine ersten Eindrücke vom Motorola Moto E, mehr lässt sich nach ein par Stunden leider noch nicht sagen. Ich werde das Gerät in den nächsten Tagen noch genauer unter die Lupe nehmen. Die deutsche Produktseite zum Moto E ist bereits online, falls ihr euch einige Infos von Motorola direkt anschauen wollt.

Ansonsten zögert nicht euch in den Kommentaren mit Fragen zum Motorola Moto E zu melden!

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