Niederlande: Geschwindigkeitskontrollen mit Daten von TomTom

Einige von euch habe es sicher gestern bereits gelesen, da ich das Thema aber gerade mit dem Hintergrund der aktuellen Standortsammel-Berichte von Android und iOS ganz interessant finde, hier nochmal der kurze Hinweis darauf.

TomTom hat in seinen Navigationssystemen ein System integriert, um Verkehrsdaten aufzuzeichnen und so bessere Stauvorhersagen u.ä. zu treffen. Was erstmal ganz praktisch klingt, wird leider durch die Nutzungsbedingungen einen Tick verschärft, denn dort räumt sich TomTom das Recht ein, die Daten an Dritte weiterzugeben, um „die Produkte von TomTom zu verbessern„.

Der Knaller ist aber nun, dass nicht etwa werbende Firmen o.ä. Dienstleister diese Daten kaufen, sondern aktuell in den Niederlanden die Polizei. So kann unserer aller Freund und Helfer deutlich gezielter und effektiver Geschwindigkeitskontrollen durchführen, weil die User gezielt verraten, wo, wie oft und wann zu schnell gefahren wird.

Laut einem Sprecher von TomTom soll es in Deutschland keine solche Nutzung von Daten geben. Dies sei dennoch ein Hinweis an alle, welche in den letzten Tagen immer beteuert haben, ihnen wäre es egal, wenn jeder wüsste, wo und wie man sich aufhält. Was meint ihr, richtiges Vorgehen der Polizei oder ziemlich bescheiden von TomTom?

Update

Der TomTom-CEO Harold Goddijn hat sich zu dem Thema geäußert.

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