Nintendo Switch: 4K-Zielgruppe ist zu limitiert, aus Wii U-Fehlern gelernt

Nintendo Switch

Während Sony und Microsoft gerade in die 4K-Gaming-Region wandern, ruht sich Nintendo weiterhin auf FullHD aus. Doch das hat einen guten Grund.

Nintendo denkt nämlich nicht nur an die Highend-Gamer, die einen aktuellen 4K-TV haben und 500 Euro für eine Konsole ausgeben wollen, sondern auch an die breite Masse, die sich eine Konsole für 300 Dollar kauft und aktuell noch keinen 4K-TV im Wohnzimmer stehen hat. Diese Markt hat man mit der Switch im Auge und daher unterstützt die Konsole, obwohl sie ganz aktuell ist, kein 4K.

Nintendo: Online-Dienst muss passen

Nintendo hat den kostenpflichtigen Launch des Online-Dienstes ein bisschen nach hinten geschoben, doch man möchte sicher gehen, dass zum Start alles perfekt ist. Man spricht von einem „no brainer“. Für Kunden sollen die 20 Euro, die der Dienst im Jahr kostet, eine gute Investition sein. Nintendo hört laut eigenen Angaben auch auf die Community, kann das aber verständlicherweise nicht bei allen großen Entscheidungen machen – sonst würde man keine neuen Ideen weiterentwickeln.

Nintendo: Aus den Wii U-Fehlern gelernt

Bei Nintendo wusste man, dass die Switch ein Erfolg werden könnte und das Konzept gut ist. Besser als bei der Wii U. Daher hat man sich in den ersten Wochen stark auf die Botschaft der Switch konzentriert: Eine Konsole, mit der man daheim (alleine und in Gruppen) und unterwegs viel Spaß haben kann.

Doch ein weiterer Punkt war bei der Planung für die Switch ebenfalls wichtig. Es soll kontinuierlich gute Spiele geben. Die Pausen bei der Wii U waren zu lange. Bei der Switch soll das nicht vorkommen. Zelda zum Start, dann Mario Kart, jetzt Arms, im Juli Splatoon, dann Mario + Rabbits im August, Pokémon Tekken DX im September, und im Oktober Super Mario. So geht es dann auch 2018 mit Kirby, Yoshi und Co weiter. Und ein paar Spiele wird man dann sicher auch erst 2018 zeigen.

„We’ve been very thoughtful in the development cycle to make sure that the content would be ready when we needed it to be ready. For example, Super Mario Odyssey — we knew it was critically important for that title to launch going into the holidays. And [producer Yoshiaki Koizumi] and the team made sure that that happened. Planning it out, and then having the dev teams be able to execute against that plan is essentially what we were able to do, and arguably what we weren’t able to do nearly as well with the launch of Wii U.“

Reggie Fils-Aimé, Nintendo USA

Es fehlen noch einige Blockbuster und ein paar werden noch sehr lange auf sich warten lassen, doch selbst Kultspiele wie Pokémon und Metroid Prime sind bereits in Planung. Fans sollen jedoch nicht so lange warten müssen und kontinuierlich mit Futter versorgt werden. Das war bei der Wii U nicht der Fall und ein Grund, warum die Konsole nicht gut ankam. Ohne gute Spiele verkauft sich keine Konsole.

Nintendo: Nach der E3 gut aufgestellt

Ich habe die Switch vor ein paar Wochen ein kleines bisschen kritisiert, doch mit der E3 hat Nintendo meiner Meinung nach bewiesen, dass man gut aufgestellt ist. Das gilt zumindest für alle, die lieber Nintendo-Spiele, als Egoshooter in 4K spielen. Ich gehöre dazu, das will ich gar nicht abstreiten. Jetzt noch ein neues Donkey Kong und das Portfolio für die Switch könnte bis Ende 2018 wirklich sehr gut sein.

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