Nokia: 2 Millionen verkaufte Lumia-Smartphones im „enttäuschenden“ ersten Quartal 2012

Nachdem Nokia im letzten Quartal knapp über eine Million Lumia-Smartphones absetzen konnte, waren es im ersten Quartal 2012 gerade mal 2 Millionen Einheiten des neuen Windows Phone Lineup. Stephen Elop ist über die Ergebnisse der „Devices & Services“ Abteilung enttäuscht und auch das zweite Quartal dürfte nicht besser werden. Mehrere Faktoren haben dafür gesorgt, dass der Umsatz schlechter als erwartet sein wird, die Konkurrenz bei Apple und den Android-Herstellern ist anscheinend zu groß. Doch wie immer gibt sich der CEO zuversichtlich, immerhin befindet sich Nokia derzeit in einer entscheidenden Phase des Wandels und man wird die Investitionen bei den Lumia-Modellen weiter erhöhen, um auf dem Markt erfolgreich zu sein.

Nokia ist mit dem Feedback der Kunden aber sehr zufrieden, das Lumia 710 hat sich bei T-Mobile in den USA beispielsweise besser als gedacht verkauft und auch das Lumia 900 stößt dort momentan auf großes Interesse. Man hat einen wichtigen Fortschritt gemacht, denn die Leute reden wieder über Nokia und die neuen Lumia-Smartphones und seit dem Launch des ersten Windows Phone im letzten November hat die Zahl der Aktivierungen von Monat zu Monat zugelegt. Es lässt sich aber natürlich nicht beschönigen, dass knapp 3 Millionen verkaufte Windows Phones in so einem Zeitraum keine große Leistung für ein Unternehmen wie Nokia sind. Da verkauft Apple mehr iPhones an einem Wochenende und Samsung liefert in einem ähnlichen Zeitraum sogar mehr Einheiten eines Nischenprodukts aus.

“Our disappointing Devices & Services first quarter 2012 financial results and outlook for the second quarter 2012 illustrates that our Devices & Services business continues to be in the midst of transition. Within our Smart Devices business unit, we have established early momentum with Lumia, and we are increasing our investments in Lumia to achieve market success. Our operator and distributor partners are providing solid support for Windows Phone as a third ecosystem, as evidenced most recently by the launch of the Lumia 900 by AT&T in the United States.”

Nokia möchte die Kosten für die Produktion weiter senken und auch mit neuen Preismodellen im zweiten Quartal auf den Markt kommen. Außerdem sollen auch weiterhin neue Märkte dazu kommen, in denen man ein Lumia-Smartphone kaufen kann. Am 19. April wird Nokia die endgültigen Quartalszahlen für das erste Quartal 2012 bekannt geben, den ausführlichen Bericht über die Prognosen könnt ihr euch bis dahin in Ruhe bei Nokia durchlesen. Ich bin gespannt, wie lange die finanziellen Mittel einen solchen Wandel mitmachen und ob nicht doch irgendwann der Punkt kommt, wo man mit Microsoft über eine mögliche Übernahme ins Gespräch kommen wird. Der Wandel ist jedenfalls schwieriger als von Nokia selbst angenommen und ich persönlich denke das zweite und dritte Quartal werden entscheidend. Bis Ende des Jahres muss sich die Situation ändern, man kann sich als Unternehmen in diesem Markt nicht dauerhaft in einem Wandel befinden.

via TNW

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