Paydirekt: Sparkassen-Kunden bekommen Account automatisch

Verschiedene deutsche Banken sowie die Sparkassen haben sich im Jahr 2015 zusammengetan, um PayPal einige Marktanteile in Deutschland abzunehmen. Das läuft nicht so, wie geplant. Nun werden Kunden zwangsbeglückt.

Paydirekt lautet der Bezahldienst, welcher Onlinezahlungen mit einem deutschen Girokonto vereinfachen soll. Über 1000 Shops, darunter nur wenig bekannte, bieten das Verfahren bereits an, die Nutzer scheinen aber noch zögerlich zu sein.

Die Anmeldung zum Bezahldienst ist über die Website paydirekt.de bisher manuell möglich. Diese Mühe machen sich bisher wohl nicht so viele Kunden, wie man erwartet hat. Mehrere Sparkassen wollen ihre Kunden daher mit paydirekt zwangsbeglücken. Gerüchte zu diesem Schritt gab es bereits im Juli dieses Jahres.

Über das Postfach ihres Onlinebankings wird diesen mitgeteilt, dass sie ab Anfang November automatisch ein paydirekt-Konto erhalten werden.

Die jeweilige Sparkasse wird dafür die Kundendaten an paydirekt weiterleiten. Wer auf diese Information nicht reagiert, erklärt sich mit diesem Schritt einverstanden. Ich mutmaße mal, dass dies bei einem Großteil der Nutzer der Fall sein wird.

Wenn der Dienst also nicht durch seine Leistungen überzeugen kann, wie sich das die Betreiber wünschen, werden mit Marktmacht die Nutzerzahlen nach oben geschraubt. Irgendwie muss man die versenkten Millionen ja rechtfertigen. Persönliche Meinung: Ein Trauerspiel.

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