Pebble Time Steel ausprobiert

Wearables

Meine bei Kickstarter vorbestellte Pebble Time Steel ist gestern endlich angekommen. Meine ersten Tipps zur Uhr will ich euch mitteilen.

Als Nutzer der ersten Pebble-Generation ist das eine heftige Umstellung, denn das gute Stück ist schlanker, deutlich wertiger und auch spürbar flotter.

Alt vs. Neu

Ich bin nun schon eine ganze weile im Pebble-Universum unterwegs, weiß genau worauf ich mich einlasse und wo die Vor- und Nachteile der Pebble liegen. Optisch ist das alles Geschmackssache und der dicke Rand gefällt sicher nicht jedem, aber der ist nun mal nötig, weil das Display absichtlich so klein ist und der Akku so bis zu 10 Tage Laufzeit leisten soll. Ich sage gerne, die Pebble will keine „echte“ Uhr imitieren, sie will eine nerdige Alternative sein, bei der es nicht in erster Linie darum geht, wie edel sie wirkt. Ich finde sie dennoch ganz schick, rein subjektiv natürlich. ;-)

Gewicht hat sie dank des Edelstahls, dadurch wirkt sie ziemlich massiv. Die Vibration lässt sich in drei Stufen einstellen und ist deutlich angenehmer als bei der ersten Pebble. Das 64-Farb-Display ist wie erwartet okay und erinnert mich etwas an den Gameboy Color. Im Licht lässt es sich astrein ablesen, alternativ schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung hinzu, die gelungen ist, aber auch Farbstärke raubt. Die Tasten sitzen solide im Gehäuse und haben einen eher sanften Druckpunkt.

Nachdem ich neulich für eine Woche eine Apple Watch testen konnte und die mich nicht wirklich überzeugt hat, war meine Vorfreude auf die Pebble umso größer. Die Timeline-Funktion konnte ich nun erstmal richtig kennenlernen. Mir war noch nicht ganz klar, dass darin nicht nur die Kalendereinträge und das Wetter angezeigt werden, sondern im Grunde jede externe App da auch Daten reinschaufeln kann. Das kann man ganz einfach aus- und anschalten.

So könnte zum Beispiel Swarm in der Timeline anzeigen, wann man sich wo eingecheckt hat. Auch lassen sich über Apps komplett frei wählbare Notizen in dem Zeitstrahl ablegen.

Die neue Pebble-Time-App ist ganz okay, unterscheidet sich aber nicht so sehr von der alten App. Man kann nun Apps und Watchfaces besser ordnen.

Preis: Kostenlos
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Die Uhr und die App sind allerdings beide noch nicht in deutscher Sprache verfügbar. Leider ist auch die API für das verbaute Mikrofon noch nicht für Entwickler geöffnet, daher nutzt das keine App bisher.

Es gibt auch wieder Schnellstartfunktionen für Apps, was nützlich ist. Watchfaces lassen sich direkt an der Uhr nicht mehr so schnell wechseln, denn dafür muss man nun in einen extra Menüpunkt wechseln.

Kommen wir zu den Apps und Watchfaces, die ich aktuell auf der Pebble Time Steel nutze. Zunächst einmal die Basics:

Dann die Swarm-App zum Einchecken und als Alternative dazu noch Spoon. Spoon kann auch Check-ins bei Swarm vornehmen, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, diese auch bei Facebook und Twitter zu teilen.

Zum Tracken meiner Aktivität setze ich auf Misfit und die passende Smartphone-App dazu, die ihre Daten seit dem gestrigen Update auch wieder in die iOS-Health-App schreibt. Nebenbei befülle ich Misfit noch mit den Gewichtsdaten von meiner Withings Waage und zwar über IFTTT.

Die Daten meiner Netatmo Wetterstation lese ich mit der Netatmo-App für Pebble aus, die wirklich super gelungen und praktisch ist.

Was ich an der Apple Watch gar nicht unpraktisch fand, war der stündliche Reminder mal kurz aufzustehen und sich eine Minute zu bewegen. Wer am Schreibtisch arbeitet, kennt das sicher, die Zeit verfliegt und man saß mal eben zig Stunden am Stück ohne sich zu rühren. Solch ein Reminder ist so simpel, dass ich ihn auch auf der Pebble nachgerüstet habe und zwar mit dieser App.

Durch Zufall habe ich gesehen, dass es auch einen Instagram-Client für die Pebble gibt. Das ist mehr als Spaß zu verstehen, denn mit 64 Farben macht das Betrachten von Fotos keinen riesen Spaß, aber witzig ist es schon.

Alles andere was nützlich auf einer Uhr sein kann, pusht mein Smartphone sowieso auf die Pebble. Für neue Kommentare in Netzwerken, Tweets, Mails, Beninzipreissenkungen, Navigationsanweisungen, Kontobewegungen, Anrufe, Wetterwarnungen, TV-Tipps, Sendungsverfolgungen, u.v.m. brauche ich daher natürlich keine gesonderte App.

Sich nicht für ein Watchface entscheiden zu können, ist das Schlimmste an einer Smartwatch und so grübel ich auch ständig, welches ich nehmen soll. Ich habe mittlerweile drei Favoriten gefunden, die ich je nach Situation aktiviere. Einmal Timewatch (siehe Bild ganz oben), das ist mein „Jeden-Tag-Watchface“, mit ein paar Zusatzinfos, die ich gerne im Blick habe. Dann Squared 3.0, ein etwas modischeres Watchface, mit vielen optischen Optionen und dann noch Minimal, wenn ich es mal ganz schlicht mag.

Ein Fazit zur Pebble Time Steel mag ich noch nicht ziehen, aber ich kann schon mal sagen, dass ich positiv überrascht bin und mich auf den alltäglichen Einsatz freue. Die Uhr kostet im Handel 300 Euro. Mir ist es das wert, aber sicher nicht jedem. Falls ihr Fragen zur Pebble Time (Steel) habt, zögert nicht, diese im Kommentarbereich zu stellen.


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