Rovio befindet sich im Sinkflug

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Das Ende von Rovio? Dafür ist es noch zu früh, aber was man anhand der aktuellen Ereignisse mit Sicherheit sagen kann: Das Unternehmen aus Finnland hat Probleme und zwar massive. Es befindet sich im Sinkflug.

Angry Birds war und ist eines der erfolgreichsten mobilen Spiele. Doch diese Zeiten sind vorbei. Zumindest hat man den Zenit längst erreicht und befindet sich schon wieder auf dem Sinkflug. Die Marke selbst ist immer noch beliebt und kann für Millionen von Downloads sorgen, doch der Umsatz, den man mit Angry Birds erzielt, sinkt. Bei Rovio hat das mal wieder Stellenkürzungen zur Folge. Nachdem letztes Jahr 110 Mitarbeiter gehen mussten, werden dieses Jahr mehr als doppelt so viele, nämlich 260 Mitarbeiter, gehen müssen.

Angry Birds 2 ist zwar eingeschlagen und hat wie erwartet für kurze Zeit die Charts dominiert, doch es scheint nicht den erhofften Umsatz gebracht zu haben. Das Free-To-Play-Spielprinzip scheint hier nicht so gut wie bei Candy Crush und Co zu funktionieren. Es folgen also Mitarbeiterentlassungen.

Die Nachricht kommt meiner Meinung nach nicht überraschend. Schon 2014 gab es erstmals einen Gewinnrückgang und alles, was Rovio seit dem gemacht hat, ist den Markt mit den bunten Vögeln zu überschwämmen. Sei es in Form von zahlreichen neuen Spielen, oder auch von Merchandise. Sei es ein Kulli, oder ein Energydrink, es gibt kaum ein Produkt, welches man nicht mit einem der bunten Vögel drauf kaufen kann. Die guten Zeiten sind aber längst vorbei.

Man hat es mit der Markte Angry Birds glaube ich einfach übertrieben. Es fing klein an und wird mittlerweile sogar verfilmt. Rovio ist vom Erfolg der bunten Vögel und grünen Schweine abhängig geworden. Dabei gab es immer wieder sehr gute Ansätze, um das einseitige Angebot auch mal zu erweitern.

In nur kurzer Zeit erschloss Rovio neue Standorte auf der Welt und stellte über 800 Mitarbeiter ein. In nur kurzer Zeit ging es wieder bergab und die Zahl ist auf dem besten Weg sich zu halbieren. Ein Kinofilm wird das glaube ich auch nicht mehr ändern. Dieser wird kurzzeitig etwas Geld in die Kassen spülen und für mehr Merchandise-Verkäufe sorgen, doch sobald die Marke Angry Birds einbricht, wird auch Rovio endgültig einbrechen. Man hat es verpasst in den letzten Jahren ein vernünftiges zweites Standbein aufzubauen.

quelle techcrunch

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