Samsung 960 Pro: 1 TB SSD ausprobiert

Samsung hat vor ein paar Wochen in Seoul die neuste SSD Generation vorgestellt. Unter anderem auch das neue Flaggschiff im MVMe Bereich – die Samsung 960 Pro, welche auf Wunsch bis zu 2 TB Speicherkapazität bietet. Das besondere an der neuen M2 ist, dass sich trotz der höheren Kapazität die Bandweite der 960 Pro um ein Vielfaches verbessert hat.

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Dies wird spürbar merkbar, wenn man größere Datenmengen von A nach B transferiert. Im Gegenteil zur Vorgänger-Generation bleibt die Transferrate trotz größerem Workload gleich und verschlechtert sich nicht. Dies wird möglich durch den neuen Polaris Speicher-Controller. Der neue Controller basiert auf fünf ARM-Cores und arbeitet in diesem Bereich auf vier Speicherkanälen.

Der Vorgänger arbeitet dagegen mit drei Cortex-R4 Cores. Beim Memory sind die 950 und die 960 in der 512 GB Variante gleich auf. Beide arbeiten mit insgesamt 512 MB DDR3 Low Power RAM. Alle 960 Pro Modelle werden mit einem MVMe 1.2 M.2 Anschluss konzipiert. Das BUS-Interface ist also ein PCIe 3.0 x4 BUS. Durch den rein rechnerisch maximal 3938 MB/s gefördert werden können.

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In unserem Test haben wir die 1TB Variante der 960 PRO SSD. Das erste was auffällt ist, dass die 960 Pro nur einseitig bestückt ist. Dies wird möglich durch das POP (Package on Package) Verfahren, bei dem der Controller und der DRAM-Cache aufeinander gestapelt wird. Somit wird eine Baugruppen-Höhe von 2,38mm möglich.

In unserem Test nutzen wir ein Test zum Messen des Transfers nutzen wir drei Benchmarks. Zum ersten den AS SSD Benchmark der leider (noch) einige Probleme mit der neuen 960 Pro hat und somit nie die volle Geschwindigkeit anzeigt. Als zweite Benchmark-App nutzen wir denn ATTO Benchmark und als drittes Programm wird auch noch der CrystalDiskMark herangezogen.

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Die 960 Pro steckt in unserem Test-System in einem PCIe 3.0 x4 Port. Der PCIe 3.0 BUS mit einer x4 Anbindung kann eine Brutto-Transferrate von 3938 MB/s verarbeiten. Die von Samsung angegebenen max Read von 3500 MB/s konnten wir nicht ganz messen. Da dies aber im Grunde ja theoretische Werte sind, bin ich mit den 3332 MB/s im CrystalDiskMark super zufrieden. Die max Write von 2100 MB/s wurden von uns im ATTO Benchmark erreicht.

Generell fiel auf, dass selbst unter härtesten Workloads die Geschwindigkeit beim Schreibvorgang immer über 1 GB/s lag. Dies sollte eigentlich auch für die größten Aufgaben reichen. Im Vergleich dazu können wir uns ein paar Daten von einer anderen PCIe SSD anschauen. In diesem Fall nehmen wir mal die kleinere Variante von Apple mit 512 GB. Bei dieser SSD beträgt die maximal gemessene Leserate 828.5 MB/. Die max. gemessene Schreibrate lag bei 759.4 MB/s. Diese Ergebnisse sollten zeigen das die 960 Pro trotz der doppelten Kapazität eine SUPER Leistung abliefert.

Für diese Leistung muss man dann aber selbstverständlich auch etwas tiefer in die Geldbörse greifen. Die kleinste SSD mit 512 GB kostet aktuell 329,00€. Das bedeutet ein GB kostet bei dieser SSD 0,642€. Die mittlere SSD mit 1TB Kapazität schlägt mit rund 619€ zur Last ergibt einen GpE Preis von 0,619€. Die größte SSD mit 2 TB Kapazität ist auch die teuerste Variante. Diese SSD schlägt mit 1.229€ zu Buche – ist aber umgerechnet mit einem GpE Preis von 0,614€ dennoch nicht sehr viel teurer.

Fazit zur Samsung 960 Pro

Die 960 Pro ist im Großen und Ganzen eine super M.2 SSD und kann durch die Größe und gleichzeitig auch durch die Geschwindigkeit überzeugen. Ich kann sie jedem empfehlen, der von einer älteren M.2 oder sogar von einer mit SATA angebundenen SSD auf etwas Neues umsteigen möchte. Allerdings sollten die Apple-Jünger unter euch aufpassen.

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Bei Apple heißt es nämlich nicht automatisch PCIe SSD = M.2 Port. Apple baut dort eine eigene Variante in ihre MacBooks ein und macht somit ein Upgrade nicht möglich. Für die wenigen, die es trotzdem versuchen möchten gibt es aber passende Adapter, damit ihr M.2 SSDs auch in eurem MacBook nutzen könnt. Für euch bei Samsung nachgefragt:

Einbau ins MacBook ist leider nicht möglich. Hintergrund: Die verfügbaren M2 Anschlüsse sind im MacBook nicht nach Industriestandard belegt.

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