Samsung Galaxy Note 8 ausprobiert

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Ich persönlich war ja bei der Vorstellung des Galaxy Note 8 sehr gespannt. Kann es das längst erwartete Gerät sein? Der „heiße Shice“ 2017? Oder das beste Note in der langen Liste seiner Mitbewerber?

Zunächst muss ich sagen, dass ich unter anderem das Note 3 und Note 4 mein eigen nennen konnte. Leider war das Akku-Monster Note 2 nicht dabei, aber davon haben wir alle ja gehört. Nachdem Samsung mit dem Note 5 den für mich dümmsten Move aller Zeiten machte und das schöne Stück Hardware nicht nach Deutschland brachte, musste ich weg vom Note. Es war einfach zu alt, die Modder-Comunity wurde träger und lieferte nicht mehr so viel nach.

Als Samsung letztes Jahr mit dem Note 7 ankam, war meine Liebe wieder entfacht. Sie verflog aber so schnell, wie sie auch gekommen war. Dann passierte nämlich das, was ich keinem Hersteller jemals wünsche. Somit hatten die frühen Note7-Käufer einen „Bombenspaß“ mit dem Teil. Es war also doppelt so spannend, wie es nun mit dem Note 8 werden sollte…

Das Samsung Galaxy Note 8 kommt in einer schönen schwarzen Verpackung daher. In dieser Verpackung befindet sich unter anderem das Note8 und weiteres Zubehör.

Packungsinhalt

Note8 08

  • Samsung Galaxy Note 8
  • Kurzanleitung, Garantie, Beipackzettel
  • Sim Card Trey Ejector
  • Adaptive Fastcharching Netzteil
  • Type C Daten/Ladekabel
  • S Pen Ersatz Spitzen in zwei verschiedenen Farben (Schwarz und Hell Grau) inkl. Tool
  • Kopfhörer Tuned by AKG

Das Note 8 kommt in unserem Fall in der Farbe Midnight Black zum Vorschein. Als bisher zweite Farbvariante gäbe es noch die Farbe Maple Gold. Das Galaxy Note8 soll in insgesamt 8 verschiedenen Farben auf dem Markt erhältlich sein. Zu diesen Farben gehören dann: Midnight Black, Arctiv Silver, Orchid Gray, Coral Blue, Dark Blue, Deep Sea Blue, Pink und Maple Gold.

Samsung Galaxy Note8 16

Das Gerät an sich kommt mit einer Front/Rückseite aus Glas daher und besitzt einen in Gerätefarbe lackierten Rahmen. Dadurch unterschieden sich das S8/+ nicht großartig vom Note 8. Ich persönlich begrüße diesen Schritt. Da das eloxierte
Aluminium an der 7er Galaxy-Reihe leider nach längerer Zeit anfängt sich abzunutzen.

Die inneren Werte

  • 6,3“ QHD+ Super AMOLED Panel
  • S Pen mit 4096 druck stärken
  • 8MP AF F1.7 Front Kamera
  • 12 MP Dual OIS Kamera (Tele F2.4 / Wide F1.7 )
  • Android 7.1.1 Stand: 28.09.2017
  • Fingerabdruck Scanner
  • Octa-Core (2,3 GHz + 1,7 GHz / 2.35 GHz + 1.9 GHz ) 64-bit, 10nm
  • 6GB RAM (LPDDR4) 64/128/256 GB Storage
  • LTE CAT.16
  • WiFi a/b/g/n/ac (2.4/5 GHz)
  • 3300mAh Akku
  • Bluetooth 5.0, USB-C, NFC, GPS (Galileo, Glonass), ANT+, Barometer, Iris sensor, Näherungssensor, Licht Sensor (RGB), Gyroskop, Kompass
  • Maße: 162,5 x 74,8 x 8,6 mm bei 195g

Samsung Galaxy Note8 01

Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viel Hardware mittlerweile in den Dingern drinnen steckt. Aber dies ist halt der Fortschritt. Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte ist, dass es nun auch in Deutschland eine Dual SIM-Version zu kaufen gibt. Diese Version wird dann einfach Galaxy Note 8 Duo genannt.

Die Einrichtung des Gerätes ist eigentlich relativ einfach. Man benötig eine Netzwerk-Verbindung (WiFi oder GSM) für die Einrichtung des Google- und Samsung-Accounts. Samsung bietet seit längerem auch die Smartswitch-App. Damit kann man einfach die Daten des alten Gerätes auf das neue Smartphone per USB übertragen. Leider wird nicht immer alles übertragen.

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Bei der Einrichtung des Fingerabdrucks merkt man schon ein Manko des Note 8. Aufgrund des Infinity-Displays auf der Frontseite gibt es für den Sensor keinen Platz mehr auf der Frontseite. Deswegen ist dieser wie auch beim S8/+ wieder auf die Rückseite neben der Kamera gewandert.

Dieser Platz ist leider aufgrund der Größe des Gerätes ohne Umgreifen für mich nicht erreichbar. Auf dem obigen Foto ist übrigens ein Schutz-Skin (Dragon) von dBrand auf der Rückseite montiert. Als zweite biometrische Entsperr-Funktion hat Samsung einen Iris Scanner an Board.

OS/Betriebssystem

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Auf dem Note läuft Android 7.1.1 mit der Oberfläche TouchWiz in der Version 8.5. Damit ist die Benutzeroberfläche vergleichbar mit anderen neueren Samsung-Geräten und bietet kein komplettes Redesign der UI. Es gibt hier und da paar Anpassungen die für die S-Pen-Eingabe, aber das war es dann auch schon.

Ein Minus-Punkt ist mal wieder die Updatepolitik von Samsung. Das Note 8 soll genau wie das S8/+ erst Anfang 2018 ein Update auf Android 8.x bekommen.

Display

Wie auch schon beim S8 ist das Display im Note 8 im 18,5:9 Format. Was bedeutet das nun für den Nutzer? Das Gerät liegt für ein 6+ Zoll-Gerät sehr gut in der Hand. Damit können Inhalte besser dargestellt werden. Dies ist gerade beim Browsen/Twittern/… sehr angenehm, da einfach noch mehr Informationen auf das Display passen.

Samsung hat laut diversen Tests eines der besten AMOLED-Panels momentan in das Note gepackt und hat somit sogar ein besseres Display wie der das ältere S8. Dies ist aber nur auf dem Papier wirklich bemerkbar. Eine Sache die mich allerdings immer wieder beeindruckt ist das Video/Film/Serien schauen auf dem Note8.

Audio

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Der kleine Mono-Lautsprecher an der Unterseite ist schön und gut – aber nichts tolles. Für Anwendungen wie Instagram, Youtube, etc. genügt es. Aber einen ganzen Film oder Musik würde ich über ihn nicht anhören. Das macht einfach kein Spaß.

Ein kleiner Verbesserungsvorschlag von mir wäre, dass man den Telefon-Hörer mitfeuern lassen sollte. Das hatte ich via Mod schon beim S7edge und damit war ich von der Lautstärke und Klarheit auch zufrieden.

Wie oben ja schon einmal erwähnt besitzt das Note 8 einen Type-C Port und einen 3,5mm Klinken Anschluss. Der Klang über den Klinkenstecker-Anschluss ist astrein.

Type-C / Samsung Dex

Dank dem Type-C Ports kann man auch ganz normale Adapter vom MacBook Pro 2016 anschließen und könnte dann mit einem kleinem Kernel-Patch auch den SamsungDex-Modus aktivieren. Leider hatten wir kein Dex-Dock beim Note 8 dabei – deswegen kann ich leider nichts über Performance/Useability/Throtteling, etc. sagen.

Ich glaube aber, dass es für manche Firmen eine tolle alternative zu Thin- und oder Zero-Clients sein könnte. Man braucht nur einen VDI oder Terminalservice-Client auf dem Mobile Device und kann direkt drauf losarbeiten.

Kamera

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Kommen wir mal zu etwas wirklich „Neuem“: Der Kamera. Die Dual OIS Cam vom Note macht wirklich sehr gute Bilder und kann wie auch schon bei den Vorgängern im Pro-Modus genutzt werden. Die „Weitwinkel“-Linse hat eine f1.7 Blende und ist mit einem 12 MP-sensor ausgestattet.

Die 2x Tele Linse hat eine f2.4 Blende und kommt auch mit einem 12 MP-Sensor daher. Beide Linsen sind mit einem OIS (Optischer Bild Stabi) ausgestattet und ermöglichen somit auf beiden Linsen ein wackelfreies Bild. Die Telelinse ist nice to have, habe ich aber bis jetzt noch nicht wirklich oft benutzt.

Mir wäre da wie beim LG V30 eine wirkliche Weitwinkel-Linse lieber gewesen. Leider kann man nicht alles haben. 🙂

Dank der zwei Linsen bekommt man auch einen schönen aber digitalen Bokeh-Effekt hin. Dieser Effekt kann auch im Nachhinein noch angepasst werden. Das Gerät sagt einem ob man näher an das Objekt hin muss oder weiter weg. Man kann im Live-Bild auch gleich die Unschärfe einstellen und das Foto machen. Man kann sogar das Bild der „Weitwinkel“ Linse anschauen und nutzen dabei entfällt aber dann der Bokeh-Effekt.

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Einen abgespeckten Pro-VIDEOmodus besitzt das Note 8 auch. Dieser ist leider nicht so ausgefeilt und angepasst wie der des V30. In der UI gibt es drei Regler für Weißabgleich, Fokus und Belichtungsgrad. Einstellungen wie Shutterspeed und ISO werden leider von der Automatik übernommen. Aber diese drei Optionen können einem in schwierigen Situationen auch schon ziemlich beim einfangen des Momentes helfen.

Der Pro-Modus für Fotos bietet Einstellungen für Shutter, Belichtung, ISO, etc. Ein paar Sample-Bilder sind im folgenden Album auf G+ verknüpft.

Fitness-Sensoren

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Auf der Rückseite befinden sich unter anderem auch noch die Fitness-Sensoren (UV und Herzfrequenz-Sensor). Für mich sind diese Sensoren aber eher ein Gimmick. Natürlich ist auch ein Schrittzähler verbaut worden.

Samsung hat im Bereich Fitness beim Note 8 auch wieder den Fitness-Assistenten SHealth an Bord. Dies bedeutet, dass alle gesammelten Daten ausgewertet und analysiert werden. SHealth spornt einen auch an z.B. mehr zu laufen, in dem ab und zu eine Benachrichtigung aufploppt, die einem sagt, dass man doch mal wieder laufen soll. Vielleicht auch mal weiter, als nur bis zur Kaffee-Maschine. 🙂

Security

Beim Thema Secruity punktet Samsung unter anderm mit einer Komplettverschlüsselung des Gerätes mit dem eigenen System Knox. Dank Knox kann man nicht nur den internen NAND Speicher verschlüsseln, sondern auch sagen, dass man den externen SD-Speicher auch verschlüsseln lassen kann.

Das ist natürlich gerade für Firmen sehr interessant, wenn der Mitarbeiter auf seinem Firmentelefon Mails und wichtige Dokumente gespeichert hat und dieses Verloren geht. Das ist natürlich auch für andere Käufer recht geschickt. Mann will ja nicht, dass jeder auf die Daten Zugriff hat?

Natürlich soll Knox auch nicht nur die Daten schützen, sondern auch den Nutzern vor manipulierter Firmware bewahren. Für Modder ein Fluch. Denn Custom-Roms sind ja im Endeffekt nichts anderes als eine modifizierte Geräte-Firmware.

S Pen

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Nun habe ich das Note schon eine Weile und kann somit sagen, dass der S Pen genauso wie bei seinen Vorgängern sich sehr gut in den Alltag integrieren lässt. Zwar muss man sich die ersten paar Tage ein bisschen umgewöhnen, damit man nicht vergisst, dass man nicht immer einen Block benötigt, aber hat man diesen Punkt überwunden, will man den S Pen und seine Funktionen nicht mehr missen.

Samsung Galaxy Note8 08

Da ich in einer größeren IT-Abteilung arbeite, kommt es sehr häufig vor, dass man kurz einen Server-/Rechner-/Druckernamen notieren muss. Das lästige PostIT suchen dauert und irgendwann ist der ganze Schreibtisch damit vollgemüllt. Mit dem S Pen und dem Instant Screen Off-Memo gehört das für mich seitdem nicht mehr zum Alltag.

Der große Vorteil an der Sache ist, dass die Notizen nicht nur digital auf dem Handy verfügbar sind und man sie im Nachhinein noch bearbeiten und problemlos als PDF/SDOC/Bild/Text weiterleiten kann. Notizen wie Mail-Adressen, Webseiten und Telefon-Nummern werden meist problemlos erkannt und man kann die jeweiligen Aufgaben direkt ausführen.

Natürlich kann die Software nur das erkennen, was auch leserlich ist. Mann kann sogar komplexere Dokumente mit Bild, Ton, Handschrift und Tastatureingabe innerhalb von Samsung Notes erstellen.

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Mit dem SPen kann man auf dem Note auch zeichnen. Dies ist innerhalb der App ArtCanvas möglich. Das gute „alte“ Feature SmartSelect ist natürlich auch wieder an Board und ermöglicht einen Bildschirm-Inhalte mit dem SPen auszuschneiden, abzuspeichern oder analysieren zu lassen. P.S. Gifs kann man damit übrigens auch aufzeichnen.

Last but not least gibt es noch die neue Möglichkeit mit anderen über Live-Nachrichten zu kommunizieren. Dies ist denkbar einfach. Mann zeichnet mit dem Stift oder Finger seine Nachricht auf ein 1:1 Feld und kann dies dann in animierter Version als Gif weiterschicken. Als kleine Spielerei ist es allemal gut.

Performance

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Das Note8 kommt wie oben erwähnt mit zwei unterschiedlichen SOC’s daher. In den meisten fällen wäre das der Exynos 8895, der auch im S8/+ verbaut ist. In den USA & China wird das Note aber mit dem Snapdragon 835 verkauft. Dieser hat im Vergleich zum Exynos eine höhere Taktrate von 2.35 GHz + 1.9 GHz anstatt 2,3 GHz + 1,7 GHz. Beide sind aber 64 Bit Chips und werden auch beide im 10nm Verfahren hergestellt.

Als Grafik-Chip werkelt in der Exynos Variante eine Mali-G71 MP20 Recheneinheit. Bei der Snapdragon-Variante wäre das eine Adreno 540 Einheit. Beide Versionen können dank der 64-Bit Chips mehr als 4GB RAM adressieren und haben deshalb 6 GB von Samsung bekommen.

Beide Versionen haben also genügend Dampf unter der Haube, um mit den meisten Aufgaben fertig zu werden. Leider verfügt das Note8 nicht über eine Neural Processing Unit – kurz gesagt NPU – wie die Konkurrenz von Apple oder Huawei. Dieser Performance-Boost wäre bestimmt sehr spaßig geworden und hätte einige neue Möglichkeiten bringen können.

Es darf aber nicht vergessen werden, das Note ist vor den Mitbewerbern vorgestellt worden ist. Um euch einen Groben Wert zu zeigen, haben wird das Note in eine Benchmark-Session rennen lassen. Im Antutu-Benchmark hatte das Note8 durchschnittlich rund 170020 Punkte. Bei GeekBench 4 kommt das Note auf durchschnittlich 1971 Single Core und 6512 Multi Core Punkte.

Das Jeweilige Benchmark-Ergebnis ist der Durchschnittswert von 5 Benchmarks hintereinander. Generell kann man einfach sagen, dass es so ziemlich alles kurz und klein rechnet.

Konnektivität

Das Note8 ist auch im Bereich Konnektivität sehr gut bestückt. Unter anderem unterstützt das Modem LTE Cat.16, was rein theoretisch eine Übertragungsgeschwindigkeit von 1Gbps ermöglicht. Leider gibt es noch kein Netz das dies ermöglicht. 🙂

Auch im Bereich Wireless LAN sind alle gängigen Standards erfüllt. Das Note unterstützt WiFi 802.11 a/b/g/n/ac. Bluetooth kommt diesmal in der Version 5 daher und somit kann man nun mehrere Geräte simultan mit Daten befeuern. GPS ist natürlich auch dabei – unter anderem wird Galileo, Glonass und BeiDou unterstützt. Natürlich ist das Note wie auch schon die Vorgänger ANT+ Fähig.

Akku und Laden

Das Thema Akku ist beim Note8 auch so ein kleines Thema für sich. Der Lithium Ionen Akku mit 3300mAh Leistung liefert im Vergleich zum Vorgänger 200mAh weniger Leistung. Samsung wollte bestimmt mit diesem Schritt auf Nummer sicher gehen und nicht wieder für explosive News sorgen. Leider wirkt sich dies auch ein wenig auf den täglichen Betrieb aus.

Einen „normalen“ Tag bekommt man mit dem Note locker hin, aber wenn man wirklich das Ding fordert, dann sieht das leider nicht so gut aus. Stellenweiße kann es sogar sein, dass ihr dem Gerät einen kurzen Energiestoß geben müsst. Das ist vor allem, wenn man an frühere Note-Akkus denkt, sehr schade. Dank Quickcharge und Qi habe ich die Möglichkeit entweder sehr schnell den Akku zu laden oder einfach nebenher.

Persönlich habe ich fast überall Qi-Ladestationen. Am Schreibtisch, zu Hause im Geschäft, bei Kollegen und selbst neben dem Bett. Dank Einbau Lösungen wie RÄLLEN von IKEA geht dies sogar echt bequem. Dies ermöglicht in rund 20 Minuten das Gerät auf 50% aufzuladen.

Sprachassistent

Bixby

Dazu kann ich eigentlich nicht viel sagen. Am liebsten hätte ich ja, wenn man diesen blöden Button ohne extra App für einen anderen Assistenten oder eine andere Anwendung neu belegen könnte. Vielleicht kommt auch irgendwann der Moment, wenn Bixby endlich Deutsch versteht und wirklich nutzbar wird.

Denn im Grunde ist das wirklich eine gute Idee aber mit dermaßen schlechter Umsetzung für Deutsche Nutzer macht es bis jetzt einfach keinen Spaß. Mal ganz abgesehen davon, dass es schon zig andere Anbieter und Lösungen mit ähnlichem (oder besseren) Umfang gibt.

Alltag

Samsung Galaxy Note8 04

Aber wie lässt sich das Note8 im Alltag nutzen? Ist es doch zu groß? Im Alltag kommen auch immer wieder die Anspielungen auf den explodierenden Akku des Vorgängers. Natürlich ist es ein Running Gag aber diese Frage bekomme ich wirklich öfters gestellt. Aussagen wie „Hast du eigentlich nicht Angst, dass dir das Teil plötzlich alles wegsprengt?“ oder „Alle runter, der Meidl hat ne Camouflage Handgranate!“. Dazu kann ich sagen, dass es nicht mal extrem warm wird.

Das Note ist ein wirklich schöner und toller Begleiter. Bedingt durch die Größe lässt es sich aber auch trotz des neuen 18,5:9 Displays oft nicht mit einer Hand bedienen. Wer keine großen Finger hat, muss dauernd umgreifen und da kann es halt passieren, dass das neue Schmuckstück herunter fällt.

Das Glas ist einfach rutschig. Das einzige was dort hilft ist entweder ein Case oder eine schöne Folie, wie z.b. von dBrand. Natürlich kann man den Einhand-Modus aktivieren – aber warum habe ich mir dann bitte ein so großes Telefon geholt? Ein weiteres Manko sind die Ecken. Da wäre es schöner gewesen, wenn die so abgerundet wären, wie die vom S8/+.

Definitiv super ist die Kamera! Die Bilder sind super. Schön scharf. Den Pro-Modus nutze ich persönlich wirklich sehr oft. Es ist erstaunlich, was man da alles so raus bekommt. Selbst der Fitness-Tracker ist bei mir im Einsatz. Hauptsächlich soll er mir aber nur in den Hintern treten, dass ich beim Arbeiten mehr laufe. Was leider zumindestens bei mir nicht so wirklich gut funktioniert, ist der Iris Scanner.

Er funktioniert zwar meist gut, aber sobald irgendwelche Reflexionen auf der Brille sind, ist die Funktionsweise doch sehr eingeschränkt. Der SOC ist auch stark genug, um alles kurz und klein zu rechnen und somit lässt sich auch gut auf dem Telefon zocken. Was aber wirklich gut funktioniert und sogar spaß macht ist das PS4 Remote Play.

Fazit zum Samsung Galaxy Note 8

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Ist das Samsung Galaxy Note 8 nun das ultimative Telefon? Definitiv nicht. Denn das wird es nie geben. Auch ein iPhone/LG/HTC/… hat Kleinigkeiten die hier und da nicht passen.

Auch beim Note 8 sind einige Dinge nicht wirklich perfekt gelöst. Zum einem der Fingerabdrucksensor, der wirklich dermaßen schlecht positioniert ist. Der Iris-Sensor, der für Brillenträger eigentlich nicht im Alltag nutzbar ist und der nicht mehr so starke Akku. Sieht man von diesen drei Punkten ab, ist es aber ein wirklich gutes Gerät, das im Alltag sehr viel Spaß macht und einen wirklich bei allerlei Aufgaben unterstützt.

Bei einem Straßenpreis von etwas 800 Euro gibt es einige Leute, die sich fragen, warum soll ich das Note 8 kaufen und kein S8+ ? Das S8+ kostet doch fast 200 Euro weniger. Für Leute, die den SPen/Dualkammera/leicht besseres Display, die angepassten Programme und Co. nicht brauchen ist das auch kein Problem. Sollte man aber genau das benötigen, gibt es eigentlich kein Grund, nicht auf das Note 8 zu setzen.

Wertung des Autors

Daniel Meidl bewertet Samsung Galaxy Note 8 mit 4.2 von 5 Punkten.

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