SceneLights LB-9400.wifi LED-Beamer mit WLAN ausprobiert

Scenelights Lb 9400 Wifi Led Beamer 1
SceneLights LB-9400.wifi

Ich hatte in der letzten Zeit die Möglichkeit, den SceneLights LB-9400.wifi LED-Beamer auszuprobieren. Dabei handelt sich um ein Budget-Gerät, welches unter anderem direkt per AirPlay bespielt werden kann. Meine Eindrücke bei der Nutzung halte ich in diesem Beitrag fest.

Im hochpreisigen Segment kenne ich Beamer seit vielen Jahren, hatte aber bisher noch keinen dauerhaft im Einsatz. Im Bereich der LED-Beamer gibt mittlerweile zahlreiche Modelle, die ungeahnte Preisgrenzen nach unten setzen. Dabei fragt man sich: Kann das etwas taugen?

Durchaus, wenngleich man diese Modelle nicht mit Geräten in einen Topf werfen sollte, die das Dreifache oder mehr kosten. Der SceneLights LB-9400.wifi kostet aktuell um die 230 Euro. Dabei liest sich die Funktionsliste relativ lang. Doch der Reihe nach.

Sparsames LED-Leuchtmittel

Der Beamer basiert auf der LED-LCD-Technologie. Das bedeutet, dass das Bild über ein sparsames LED-Leuchtmittel an die Wand geleuchtet wird. Das ist auch schon der wohl größte Unterschied zu hochpreisigen Beamern. Die LED kann keine extreme Helligkeit erzeugen, sodass der Beamer vor allem in abgedunkelten Räumen zum Einsatz kommen sollte.

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Die Helligkeit beträgt technisch gesehen 3.000 lm, was 350 ANSI-Lumen bei einem statischen Kontrast von 1.000:1 entspricht. Ganz dunkel muss der Raum für die Nutzung dabei nicht sein, aber die Jalousien oder Rollos sollte man schon herunterlassen. Es gilt: Je dunkler der Raum, desto besser die Bilddarstellung. Für eine Nutzung im Freien ist der Beamer zudem eher nicht geeignet.

Die native Ausgabe-Auflösung des SceneLights LB-9400.wifi beträgt 1280 x 800 Pixel (WXGA), wobei die Eingangsauflösung bei bis 1920 x 1080 (Full HD 1080p) liegen kann. Das reicht meines Erachtens vollkommen aus, um das Bild an der Wand scharf aussehen zu lassen. Für das Verarbeiten von 4K-Inhalten braucht es zudem deutlich mehr Rechenleistung.

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Maximale Bild-Diagonale von 381 cm

Der Hersteller gibt an, dass die Bild-Entfernung ca. 100 bis 500 cm betragen kann. Ich würde ganz subjektiv sagen, bis 300 cm ist alles im Rahmen, bei mehr Abstand wird das Bild aber etwas zu blass.

Der Hersteller gibt die LED-Betriebsdauer mit 20.000 Stunden an. Diese Angabe konnte ich logischerweise nicht testen.

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Bild in einem leicht abgedunkelten Raum

Integrierter Mediaplayer

Nützlich ist jedenfalls der integrierter Mediaplayer für Videos, Musik oder Fotos. Dieser kann direkt von einem USB-Stick oder einer SD-Speicherkarte bis 16 GB gespeist werden. Die unterstützte Video-Formate und Codecs schauen dabei wie folgt aus:

  • Unterstützte Video-Formate und Codecs: MP4, 3GP, MKV, AVI, DivX, FLV, MPG, TS, M2TS, RMVB, TP, TRP, VOB, DAT, ASF, H.265
  • Unterstützte Audio-Formate und Codecs: MP3, WMA, OGG, AAC, FLAC, 3GP, WAV, WMA, DTS, RM
  • Unterstützte Bild- und Text-Formate: JPG / JPEG, BMP, PNG, GIF, TXT

Ins WLAN-Netzwerk geht der LED-Beamer über den WLAN-Standard IEEE 802.11b/g/n (2,4 GHz only). Unterstützung für 5 GHz WLAN wäre hier zwar schön gewesen, in der Preisklasse hatte ich das aber nicht erwartet.

Miracast und AirPlay an Bord

Für mich ist die Unterstützung für Media-Streaming per Miracast und Apple AirPlay ziemlich interessant. Für einen Filmeabend ist das sicher nicht zwingend nötig, aber gerade zu Präsentationzwecken finde ich es sehr praktisch, mal eben Inhalte vom iPhone oder iPad über AirPlay an den Beamer übergeben zu können.

Das klappt auch wirklich sauber und schnell, nachdem man die Empfänger-App am Beamer gestartet hat.

Das System des Beamers basiert meines Erachtens ziemlich sicher auf Android, was dazu führt, dass relativ einfach ein simpler Launcher und Apps vom Hersteller vorinstalliert werden konnten. So ist zum Beispiel auch eine YouTube an Bord, die allerdings eher der mobilen YouTube-Ausgabe für Android entspricht. Das ist okay und nutzbar, aber von der Bedienung her nicht wirklich komfortabel.

Verbaut sind zudem Stereo-Lautsprecher mit zweimal 3 Watt, die für den Notfall nutzbar sind, aber sicher kein Filmvergnügen aufkommen lassen. Zudem schaffen sie es nicht, die Lautstärke des Lüfters zu übertönen. Beim Schauen von Filmen oder Serien sollte man also eine externe, kräftige Audioanlage nutzen, wenn man das Beamer-typische Grundrauschen nicht hören möchte.

Als korrigierte Bildverzerrung ist eine Keystone-Korrektur +/- 15° möglich. Zudem lassen sich Bildverhältnisse von 4:3 und 16:9 darstellen. Die Bedienung erfolgt direkt am Beamer oder per Fernbedienung. Beides ist ohne Anleitung verständlich und leicht nutzbar.

Weitere Eckdaten

  • Schnittstellen: 2x HDMI, 2x USB, AV-Eingang (3,5-mm-Klinke auf Audio- und Video-Cinch), VGA, Audio-Ausgang (3,5-mm-Klinke), SD-Karten-Steckplatz, IR-Empfänger, RJ-45 (LAN)
  • Leistungsaufnahme: 140 Watt, separater Ein/Aus-Schalter
  • Stromversorgung Beamer: 230 Volt, Fernbedienung: 2 Batterien Typ AAA / Micro
  • Maße: 29,3 x 10,6 x 22,4 cm, Gewicht: 2,2 kg
  • Lieferumfang: Beamer LB-9400.wifi inklusive Fernbedienung, Stromkabel, AV-Adapter, HDMI-Kabel und deutscher Anleitung

LED-Beamer in der Praxis

Im Praxiseinsatz schlägt sich der SceneLights LB-9400.wifi gut. Er erledigt alle versprochenen Aufgaben genau so, wie es der Hersteller bzw. Importeur Pearl und das Datenblatt versprechen.

Ich sehe ein Gerät dieser Preisklasse vor allem als flexiblen Spontan-Beamer, den man immer dann aufstellt, wenn er benötigt wird. Bei der Präsentation der Urlaubsbilder, für die Powerpoint-Wiedergabe oder um mal ein Fußballspiel mit Freunden etwas größer als üblich zu betrachten ist er sicher geeignet.

Mir ist durchaus klar, dass Heimkino-Enthusiasten sich solch ein günstiges Modell nicht dauerhaft und fest in ihrem Wohnzimmer installieren würden, da sind die Ansprüche dann vermutlich doch ein weniger höher, aber die Nutzergruppe möchte das Gerät auch nicht ansprechen.

SceneLights gibt als Produktkategorie für das Modell unter anderem „Mini-Beamer“ oder „Partybeamer“ an und das trifft es ziemlich gut.

Mann kann darauf natürlich auch komplette Filme schauen, sofern man wie erwähnt für kräftigeren, Lüfter-übertönenden Sound sorgt, aber seine Stärken spielt das Gerät in den meisten anderen Einsatzszenarien aus, allen voran beim Bespielen über Miracast und AirPlay.

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