9-Euro-Ticket: FDP plant keine Mittel für Nachfolger ein

9 Euro Ticket Header

Die Grünen haben letzte Woche einen ersten Vorschlag für einen Nachfolger des 9-Euro-Ticket gemacht, doch Christian Lindner von der FDP blockierte diese Idee am Wochenende direkt. Für so ein Konzept plant der Finanzminister keine Mittel ein.

Christian Lindner hält so ein Ticket für unfair

Im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen gab er an, dass dafür derzeit kein Geld übrig sei und jeder Euro an anderer Stelle fehlen würde. Er hält es auch für unfair, dann Menschen mit einem Auto hätten einen Nachteil durch so ein Ticket.

Seiner Meinung nach würden diese Menschen also den „günstigen Nahverkehr subventionieren“. Schwierige Denkweise, denn im Umkehrschluss subventionieren die Menschen ja auch Dinge wie das Dienstwagenprivileg, das ignoriert die FDP.

Politik uneinig bei günstigem Bahn-Ticket

Volker Wissing ist übrigens dafür, dass es eine Lösung gibt, der Verkehrsminister fährt eine etwas andere Linie, als sein FDP-Kollege. Allerdings hätte er gerne eine Beteiligung der Länder, was mit einigen Ländern (Bayern) schwierig sein dürfte.

In etwas mehr als drei Wochen läuft das 9-Euro-Ticket aus und ich gehe derzeit nicht davon aus, dass sich die Politik in dieser Zeit auf eine Lösung einigen wird. Die Idee, dass man die Mobilität mehr in Richtung Bahn verlagert, weil das am Ende die umweltfreundlichste Lösung der Mobilität ist, wäre aber ein erstrebenswertes Ziel.

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Teimue 🌟

    Christina Lindner??? :D

  2. Felix 🏆

    Bis zum 1.9.22 ist es ohnehin viel zu knapp. Das wird nichts werden. Und so langsam hab ich das Gefühl, das die Ampel überhaupt nicht harmoniert. Sollen sie es doch sein lassen.

  3. Christian 🎖

    Als ich das vom Lindner gehört haben, hat es mir echt die Sprache verschlagen! Da funktioniert endlich mal was in diesem Land, was nicht dem armen Autofahrer zugute kommt und dann wird es abgewürgt.

    Echt unfassbar, was der Abzieht.

    Irgendwie würde ich die Gelben echt aus der Ampel jagen wollen, nur was dann folgen wird, ist ja keine Spur besser. Leider. Wir können froh sein, dass sich die Rechten selbst zerlegen.
    Man sieht in FRA und ITA sehr gut, wie weit halbwegs organisierte Rechte kommen. Erschreckend.

    1. Hans 👋

      Das ist ja das schöne an der Demokratie, jede Partei vertritt ihre Wähler und es muss ein Konsens gefunden werden. Ich für meinen Teil gehöre zu den 55 Millionen Bürgern, die keinen Zugriff auf einen halbwebs guten ÖPNV haben und bin daher auf der Seite der Kritiker. Es muss für beide Seiten eine Lösung geben, es kann nicht sein das man den großteil der Deutschen einen kleineren Teil so subventioniert ohne eine Lösung anzubieten. Daher finde ich es auch gut, dass die FDP darauf drängt, die E-Auto Prämien abzuschaffen, der Markt muss das von alleine Regeln, gerade bei den hohen Gewinnen die von den Konzernen gemacht werden. Das was die CDU in zusammenarbeit mit der SPD in den letzten Jahren gemacht haben, kann nicht unsozialer sein. Wir fördern Menschen mit eignen Häusern und Grundstücken ohne Ende, der normale Mittelstand der sich kein Eigenheim mehr leisten kann, muss für die ganzen Förderungen dieser Bürger, richtig bluten. Gut das wir endlich Leute mit Verstand in der Regierung haben auf seiten der Finanzen.

      1. Felix 🏆

        Nach der Logik hat man in den vergangenen Jahren besonders Eigenheim Besitzer gefördert. Baukindergeld, eAuto, PV Anlagen – das war für die Stadtbevölkerung in einer Wohnung alles nicht sinnvoll.

        Und das 9€ Ticket war endlich mal eine gute Maßnahme und hat Autofahren auch etwas gebracht, wenn die Straßen leerer sind. Und es leben ca 75 % in Städten in Deutschland, also 55 Mio Bürger die keinen guten ÖPNV haben kann nicht stimmen. Dass der ÖPNV für die Landbevölkerung aktuell kaum verwendbar ist, stimmt auch. Aber das wird sich eh nicht kurzfristig ändern und Autofahrer werden ja auch gefördert beim Diesel/Dienstwagenprivileg/Straßenausbau durch steuern.

        1. Hans 🪴

          Was definierst du denn als Stadt?
          Ich lebe im Ruhrgebiet, dem größten Ballungsaum in Europa, wir haben trotz der großen Städte, die alle sehr nahe beieinder liegen, keinen funktionierden ÖPNV…
          Für eine Stecke die mit dem Auto nicht länger 10min dauert, bist du hier oft eine gute Stunde mit dem ÖPNV unterwegs, ohne die Zeiten mit zu nehmen, die man braucht um zur Haltestelle zu laufen. Jede Stadt hat ihre eigene Geselschaft und die ÖPNV Takte sind im großen und ganzen nicht aufeinder abgestimmt.

          In Städten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Köln, Düsseldorf mag das mit dem ÖPNV zwar klappen aber sonst siehts doch eher schwarz aus.

          1. Felix 🏆

            Dann liegt das Problem an der verfehlten Landespolitik, wenn man es nicht schafft einen so großen Ballungsraum gut per ÖPNV zu verbinden. Wobei, die das Bundesverkehrsministerium war in CSU Hand definitiv nicht hilfreich für einen ausgebauten ÖPNV im Land. Ich kann nur sagen, dass in Leipzig mit dem Sbahn Netz auch die Umgebung gut erschlossen wurde. Also überall dort wo die Sbahn lang fährt ist finde ich ein guter ÖPNV vorhanden, nur die Zubringerverbindungen zu den Orten mit Sbahn Station sind einfach schlecht. Da würde ich nicht mit dem Bus fahren wollen, da es viel zu lange dauert.

            Und für mich war der Preis immer das Argument gegen den ÖPNV, denn an Komfort, Flexibilität und Freiheit muss ich mit dem ÖPNV jeweils Einbußen hinnehmen. Einziger Vorteil, ich kann während der Fahrt mich beschäftigen und eben der aktuelle Preisvorteil, aber ein aktuelles Jobticket wäre mir das Geld nicht wert.

        2. Helixus 👋

          Die Straßen sind nicht leerer geworden, erste Daten deuten sehr stark darauf hin, dass kaum jemand von Auto Umgestiegen ist, sondern das 9€ Ticket eher für Freizeitaktivitäten genutzt worden ist.

          1. ahahn94 🪴

            Für die Freizeitaktivitäten wäre halt sonst das Auto verwendet worden – es sind schließlich Sommerferien. Nach zwei Jahren Pandemie und während einer Phase erhöhter Inflation dürfte das Ferienverhalten auch eher schlecht vergleichbar mit vergangenen Jahren sein, da momentan wahrscheinlich viel mehr auf Tagesausflüge als Ferienprogramm gesetzt wird, da das billiger ist als Fliegen. Hinzu kommt natürlich auch noch das Chaos an den Flughäfen.

            1. Helixus 👋

              Habe mich wohl etwas undeutlich ausgedrückt, aus den Daten geht hervor daß kaum jemand von Auto Umgestiegen ist und somit viel mehr Verkehr entstanden ist als ohne und dementsprechend mehr CO2 in die Luft geblasen worden ist bzw mehr Energie verbraucht worden ist.

        3. Helixus 👋

          Stimmt schon, nach deutscher Definition ist man schon eine Stadt ab 2000 Einwohnern, daher vermute ich mal, dass die Zahl von 55 Millionen von viel zu klein ist.

  4. Stfan 🍀

    Lindner ist der einzige Politiker der versteht wie man mit Finanzen umgeht. E Auto Förderung weg, Pendlerpauschale erhöhen, wovon auch Öffi Fahrer profitieren. Jetzt ein 9€ Ticket, damit fast alle kostenlos Bahn fahren ist einfach Populismus aller Grünen…
    Genauso die Home Office Pflicht 🙈
    Der Markt regelt das, wenn das so attraktiv ist, werden die gut ausgebildeten Facharbeiter bei den Firmen arbeiten und die anderen müssen nachziehen ist doch ganz einfach.
    Entweder die Tankpreise weiter Subventionierten und das 9€ Ticket oder gar nichts von beiden. Die Gesellschaft darf nicht weiter gespaltet werden durch so eine unnötige sinnlose Debatte.

  5. Roberto 🏅

    Nach der neuesten Auswertung zum 9-Euro-Ticket hat es für den Klimaschutz überhaupt keinen nutzen. Nur 2 Prozent der Leute verzichten aufgrund des 9-Euro-Tickets auf Fahrten mit dem Auto. Fast alle Fahrten mit den Öffis werden demnach zusätzlich gemacht und wäre ohne 9-Euro-Ticket gar nicht erst angetreten worden (Beispiel: zum Kaffeetrinken 50 km in eine fremde Stadt fahren).

    Deshalb: Das 9-Euro-Ticket ist ein riesen Reinfall und darf nicht verlängert werden.

    1. Teimue 🌟

      Das sagen bestimmt alle, die das nicht nutzen können oder wollen. MMn war das 9€ Ticket auch primär zur Entlastung der Bürger gedacht. 9€ sind halt Dumping und diese Wirkung gerade am Anfang zu Pfingsten war vorhersehbar.
      Jetzt geht es doch gar nicht mehr um 9€ als Nachfolgemodell sondern um ähnliche Tarifstrukturen wie in Österreich. Wenn so ein Ticket also so 30€ im Monat auf Dauer kosten würde, sieht die Nutzungsstruktur doch schon ganz anders aus.
      9€ in den Sommermonaten war doch überwiegend nur eine willkommene Mitnahme.

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