Elektroautos sind zu teuer: Stellantis warnt vor Zusammenbruch

Peugeot 308 Hybrid

Arnaud Deboeuf von Stellantis, die unter anderem Marken wie Opel, Peugeot und Fiat vermarkten, hat vor einem „Zusammenbruch des Marktes“ gewarnt, falls die Preise für Elektroautos nicht bald sinken. Das sei „eine große Herausforderung“.

Elektroautos sind allgemein etwas teurer, als Verbrenner, da sie oft nur mit einer besseren Ausstattung angeboten werden und man die Entwicklungskosten derzeit wieder reinholen möchte. Viele packen auch den Umweltbonus auf den Preis.

In den letzten Wochen wurde es aber zusätzlich schwierig, gewisse Komponenten (wie Chips) zu bekommen und das hat zu einer weiteren Preissteigerung geführt.

Carlos Tavares von Stellantis ist sich noch unsicher, ob alle Werke der Gruppe den Wandel zur Elektromobilität überleben werden. Das hängt jetzt auch vom Markt ab, aber es sieht so aus, als ob Stellantis da momentan noch etwas skeptisch ist.

Das Ende des Verbrenners steht fest

Die Entscheidung der EU steht aber fest, die Automobilhersteller haben jetzt etwas mehr als ein Jahrzehnt Zeit, um den Wechsel zu stemmen. Stellantis weiß auch, dass man nicht nur mit Hardware mehr Geld verdienen kann, in Zukunft wird das vor allem Software sein. Hier ist man bisher aber noch nicht so gut aufgestellt.

Das wird keine leichte Zeit für viele Marken, deren komplettes Geschäftsmodell auf dem Verbrenner aufbaut und die den Wandel viel zu spät erkannt haben. Bei der Volkswagen AG pusht man derzeit zum Beispiel ein Elektroauto nach dem anderen auf den Markt, was die MEB-Plattform nutzt. Sowas fehlt Stellantis weiterhin.

Allerdings sind Elektro-Plattformen für die Zukunft in Planung.

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Felix 🏆

    Wenn die Leute kein Geld mehr dafür haben, da die Lebenshaltungskosten das gesamte Gehalt auffressen, dann werden auch eAutos weniger gekauft. Ich denke für viele sind brauchbare eAutos nahezu unerschwinglich mittlerweile.

    1. Max.Good 🪴

      Viele betrachten immer nur den Kaufpreis, bei den Gesamtkosten sind Elektroautos bei zwei Euro pro Liter dermaßen überlegen und erheblich günstiger.

      Aber ja, wenn die Leute weniger Geld in der Tasche haben oder wir sogar in eine Rezession rutschen, werden natürlich allgemein weniger Autos gekauft – auch weniger Elektroautos.

      1. Hazz 🏅

        Vielleicht wenn du zu Hause oder auf Arbeit kostenlos laden kannst. Wenn das nicht der Fall ist ist man vermutlich sogar mit 2€ pro Liter günstiger. Davon abgesehen ist Zeit auch Geld, dass laden dauert aktuell locker 10x solange wie normales tanken. Ich verstehe auch nicht sie Aussage im Artikel, dass E-Autos "etwas" teuerer sind!? Familienfahrzeug kosten eher locker doppelt soviel, ein Gebrauchtmarkt wird es aufgrund der sinkenden Akkukapazität stand heute auch kaum geben.

      2. Peter Pan 👋

        Bitte?, wo ist die Überlegung, wenn du für 0,79 €/kW laden muss?

        1. Denis ☀️

          Eben. Bei den meisten pegelt sich der realistische Alltagsverbrauch bei um die 20kwh/100km ein. Macht alleine schon 16€.
          Selbst mit meinem Benziner liege ich bei knapp 7L, Diesel wäre wohl so geschätzt 5L.

          1. Wolfgang 👋

            Ich lade für maximal 45 ct je Kilowatt an einer Schnellladesäule. Mein Durchschnittsverbrauch liegt bei 17,5 kW/100 km. Somit liegen die Kosten bei ca. 7,65 €. Inspektion kostet zwischen 120 und 240 €.

            1. Bens 👋

              Und was war der Kaufpreis bzw. der Wertverfall? Dieser gehört in die Rechnung mit rein!
              Für einen gebrauchten Verbrenner Größe Audi AT mit viel Ausstattung zahle ich zw. 20 – 30k €. Für einen vergleichbaren Elektro 45 -55K (z.B. Polestar, Tesla M3).
              Gerechnet auf 4 Jahre und 15 tkm im Jahr, muss man den momentan noch günstigeren Strom erstmal herausfahren.
              Als Randberliner tanke ich oft in Polen, zuletzt für 1,74 € (beides).
              Der Umwelt zuliebe sollten viele noch Gebrauchte kaufen. Die sind schon vorhanden, erzeugen keine zusätzliche Belastung durch die Produktion und man produziert somit weniger Müll. Ein Neuwagen wäre in so einer Übergangszeit und Rezension eine Katastrophe.

        2. Norbert 👋

          Das aktuellen laden an öffentlichen Säulen kostet beim Schnelllader ca.0,79 Euro die kW/h. Das ist natürlich viel zu teuer.
          Ich fahre aktuell seit einem Jahr einen BMW i3 und möchte nicht mehr wechseln. Aktuell bezahle ich bei mir zu Hause 0,24 Euro die kW/h. Also wer zu Hause laden kann für den ist so eine Elektrokarre eine echte Alternative.

          1. elknipso 🎖

            Wie bist Du denn an so einen günstigen Stromvertrag gekommen? Da kam ich nicht mal vor den Preissteigerungen durch jährliches Wechseln und Neukunden Boni hin.

      3. elknipso 🎖

        Die Rechnung will ich sehen!

        Schau Dir mal alleine die aktuellen Strompreise an, das lohnt sich zur Zeit hinten und vorne nicht bei den aktuellen Preisen für Elektroautos und den Energiekosten.

      4. Fussel 👋

        Ich denke der Kaufpreis entscheidet über ja oder nein. Was nützen mir geringe Verbrauchskosten wenn ich mir das Auto einfach nicht leisten kann.

        1. Felix 🏆

          ganz genau. denn viele können keine 30-40k aufbringen.

      5. jens 👋

        aber der kaufpreis ist für leute wie mich, das entscheidende. ich habe mir noch nie einen neuwagen leisten können, ich habe immer nur gebrauchte fahrzeuge gekauft, zwischen 9000 und 12.000 euro. dafür habe ich 4 jahre alte kombis mit 50.000 laufleistung in mitlerer ausstattung bekommen. der gebrauchtwagen markt bei elektrischen fahrzeugen in dem preissegment, ist so dünn, das man garnicht von einem markt sprechen kann, golfklasse ist allgemein bei E kaum vorhanden. die günstigen lauf kosten, rechnen sich erst, wenn der wagen abbezahlt ist. wie lange wird es dauern, bis fahrzeuge wie der ID3 oder der cupra born für 12.000 zu haben sind? und ja, ich weiß: es gibt doch aber zb einen zoe für das geld.. klar, von nem focus kombi den ich wegen den platzbedarfes brauche auf einen kleinwagen zu wechseln, ist ja auch kein einschnitt.

  2. K. J. Herrmann 👋

    Bei den derzeitigen Preisen für Lebensmittel, Miete, Nebenkosten (Strom und Gas), Versicherungen usw., ist es für einen Normalverdiener mit ca. 1800 bis 2200€ Brutto im Monat kaum möglich große Sprünge zu machen.

    Und dann streckt der slte Benziener die Flügel und der Neue muß ein elektro Auto sein.

    Wie soll das denn gehen??

    1. elknipso 🎖

      Mit 1.800 Euro Brutto ist man ganz klar Geringverdiener, der Mindestlohn liegt ja bald schon bei 2.000 Euro im Monat.

      "Normalverdiener" ist man bei 4.000 Euro Durchschnittseinkommen oder von mir aus noch 3.600 Euro Median Einkommen um nicht die statistischen Verzerrungen beim Durchschnittswert mit drin zu haben.

    2. Johannes der Säufer 🏅

      du meinst Netto oder?

  3. Simon 👋

    Die Spritkosten für Diesel müssen auf 1,18 Euro sinken damit ein Diesel Verbrenner, mit 6 Liter Verbrauch auf 100km, beim Kraftstoff genauso günstig ist wie eine Elektroauto mit 20kwh Verbrauch auf 100km. Beim Strom würde mit 0,34 Euro pro kWh gerechnet.

    1. Bens 👋

      Die meisten Menschen wohnen in und um Städte und können nicht für 34 Cent laden. 55 Cent wären realistischer, damit können Sie ja noch Mal nachrechnen. Ich habe letztens Diesel für 1:74€ getankt (in Polen) und verbrauche 6,3 bei sportlicher, 5,5 bei sparsamer Fahrweise.

      Da ein Neuwagen das Doppelte von einem gebrauchten Verbrenner kostet, rechnen Sie den halben Kaufpreis vom Elektro verteilt auf 4 Jahre und 15tkm pro Jahr noch drauf.

  4. max 💎

    Zu teuer würde ich nicht sagen. Was mich bei den ganzen E Autos nervt ist die kurze Reichweite…

    1. Wolfgang 👋

      Meine Reichweite bei 220/h Autobahn beträgt 300 Kilometer, im Drittelmix ca. 420 Kilometer und im reinen Stadtverkehr ca. 550 km. Mir reicht das aus

      1. Bens 👋

        Mit so einem großen Akku hat ihr Elektro sicher nicht unter 30k € gekostet.

  5. Kritikaster51 👋

    Ein e-Auto ist bei Motor, Getriebe und Regelung technisch weniger aufwändig als ein Verbrenner. Der einzige Kostentreiber ist heute noch der Akku, wobei durch neue Materialien und Recycling auch hier mit einem Rückgang zu rechnen ist. Mit der Großserienfertigung sinkt immer der Preis, man denke nur an ABS, Klimaanlage, Navi – oder Mobiltelephon, die anfangs sündhaft teuer nur für das oberste Kundensegment zugänglich waren und heute längst Allgemeingut geworden sind.
    So wird es auch mit dem e-Auto geschehen.

    1. Bens 👋

      …was es Stand heute als Alltagsfahrzeug für viele eben noch nicht erschwinglich macht.
      Ich kaufe mir ja dann gerne einen Elektro. Durch die weniger Teile sollten diese ja dann auch günstiger sein, als Verbrenner 2019. Z.B. einen Kleinstaaten für unter 14K (ohne irgendwelche Prämien), eine Golf-Klasse für unter 25K.

      Dann kaufe ich gerne.

  6. A 👋

    Nein danke , ich will und kann such nicht 60 k oder 100 k EURO fuer ein Auto….
    Man kann auch anders loesen..
    EURO 1 BIS 3 SOFOERT VERBOTEN, EURO 4 NOCH 3 JAHREN UND EURO 5 NOCH 8 JAHREN und den Restwert den leuten geben.
    EURO 7 AB 2025, EURO 8 AB 2030, und EURO 9 AB 2035 ODER 2037
    DIE AUTOS SOLLTEN EIN LEBENSDAUER VON 18 , MAX , 18 JAHREN….

    1. Thomas 🎖

      Das nächste Mal besser nüchtern😅

  7. Norbert 👋

    Das aktuellen laden an öffentlichen Säulen kostet beim Schnelllader ca.0,79 Euro die kW/h. Das ist natürlich viel zu teuer.
    Ich fahre aktuell seit einem Jahr einen BMW i3 und möchte nicht mehr wechseln. Aktuell bezahle ich bei mir zu Hause 0,24 Euro die kW/h. Also wer zu Hause laden kann für den ist so eine Elektrokarre eine echte Alternative.

  8. Bord 👋

    Die Lithium-Technologie ist sowieso nur ein Übergang.
    Meiner Meinung nach optimal : die Regenerativen aussschließlich auf Wasserstoff Produktion umstellen, welche für Verkehr gedacht ist.
    Außerdem endlich mal solche AKWs bauen, die ausschließlich den schon produzieren Müll verbrennen.
    Ja, da existieren schon testansätze und Möglichkeiten.
    Nur mit Lithium kommen wir nicht weiter. Die Graphen Forschung muss vorangetrieben werden.
    Bis dahin können wir uns mit Hybrid Fahrzeugen retten. Außerdem könnte man ja den Ausbau von LPG besser in Fokus bei Ottomotoren stellen. Es verbrennt sauberer.
    Nur IMHO. Nicht aufregen….

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