Das Verbrenner-Aus ab 2035 steht, aber es gibt eine Hintertür

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Über 16 Stunden haben die EU-Umweltminister verhandelt, in den letzten Stunden würde nämlich das bevorstehende Verbrenner-Aus ab 2035 diskutiert. Schon im Vorfeld gab es Streitigkeiten, die FDP wollte nicht zustimmen, die Grünen allerdings schon. Einen internen Kompromiss gab es erst während den Verhandlungen.

Verbrenner-Aus ab 2035 kommt, aber…

Das Ergebnis? Neuwagen und leichte Nutzfahrzeuge müssen ab 2035 komplett emissionsfrei sein. Der EU ist dabei übrigens komplett egal, welche Technologie die Automobilhersteller nutzen, sie bezeichnet sich als „technologisch neutral“. Wichtig ist nur, dass es „Autos mit null Emissionen“ gibt. Allerdings gibt es eine Hintertür.

Bei der FDP nimmt man das mit dem Klimawandel wohl nicht ganz so ernst (anders kann ich mir das nicht erklären), denn die EU-Kommission hat der Bundesregierung zugesagt, dass man einen Vorschlag einbringen wird, wie man ab 2035 auch noch Neuwagen zulassen können wird, die mit „klimafreundlichen Kraftstoffen“ fahren.

Verbrenner

Klimafreundlich ist nicht klimaneutral, die FDP hat also ihre Hintertür bekommen. Sie hatte schon vorher „Bedenken bei einem De-Facto-Verbrenner-Aus“ und hofft auf E-Fuels. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass die im privaten Bereich kaum bezahlbar sein dürften, da sie vermutlich in der Industrie benötigt werden.

Automobilbranche ist schon weiter

Am Ende dürfte es ein symbolischer „Sieg“ für die FDP sein, die natürlich auch ihre Wähler beruhigen muss. Schaut man sich den Automobilmarkt und die Investitionen im Moment aber an, dann wird es kaum noch Verbrenner ab 2035 geben. Und wer geht schon das Risiko ein und entwickelt neue Verbrenner, wenn sie keiner kauft?

Dem Klimawandel ist diese Diskussion übrigens egal, wenn man sich näher damit beschäftigt, dann sehen Experten sogar 2035 als zu spät an. In der Politik muss es natürlich immer einen Kompromiss geben, doch die Position der veralteten Parteien könnte dazu führen, dass das für kommende Generationen richtig teuer wird.

Das ist der neue Hyundai Ioniq 6

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Hyundai hat wie erwartet in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch den Ioniq 6 auf einem kleinen Event gezeigt. Wer uns gestern verfolgt hat, für den wird das heute keine Überraschung sein. Allerdings haben wir für euch auch keine neuen…29. Juni 2022 JETZT LESEN →


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Bitte bleibe freundlich.

  1. Stfan 🍀

    Sorry aber ich bin überzeugt die FDP ist die einzige Partei wo den Menschen hilft. Warum sollte auch ein Verbrenner aus kommen? Da ist technisch noch viel möglich bis 2035. Zum Glück ist nächstes Jahr die Subvention für Elektro Autos weg. Es ist sowieso erstmal wichtiger das wir zB. Häuser bauen mit besserer Beschattung oder Klimaanlagen, das es wärmer wird lässt sich eh nicht mehr ändern.
    Am Ende alle Leute verarmen lassen wie die Grünen wollen, wird nicht funktionieren so funktioniert kein Klimaschutz 🙃

    1. Wenn du das Problem nur oberflächlich. bekämpfst (Klimaanlagen) und nicht die Ursache, dann wirst du dir bald nichts mehr leisten können. Die FDP zögert das Problem nur in die Länge.

      Wenn man Übergewicht hat, dann hilft am Ende nur eine knallharte Diät, die man mal durchzieht. Man kann sich schöne Sportklamotten kaufen, ein Abo für das Gym abschließen und mehr Salat essen. Doch das Problem bekommt man nur in den Griff, wenn man auch bereit ist, mal eine Weile zu verzichten, sonst wird es immer schwieriger.

      So ist das auch mit der Klimakrise. Aktuell sind das „nur“ Flutkatastrophen, die uns ein paar Milliarden im Jahr kosten. Irgendwann sind das auch in Europa richtige Dürren (sieht man ja schon jetzt teilweise), dann war es das mit Wohlstand und dann gibt es auch keinen Weg zurück.

      1. Werner Joachim 👋

        Was " wir " alle daraus lernen können, ist , nach der Devise leben; weniger ist mehr. Aber es muss jeder bereit sein Energie einzusparen, d.h. alle elektrischen Geräte aus dem Standby Modus zu nehmen und auzuschzuschalten. Ferner sollten wir uns überlegen, ob wir weiterhin 100 oder 200 km in die Arbeit fahren um dann 8 – 10 Std. Zu arbeiten um dann wieder nach Hause zu fahren. Einen Waldschutz aufbauen und Bäume Pflanzen Moore Renaturieren. Keine Monokulturen mehr. Sie sehen es gäbe viel zu tun, das Problem ist, es ist niemand daran interessiert.

      2. Markus Sievers 👋

        Mach doch Mal eine Gegenrechnung.
        Wie klimaneutral ist denn ei E Auto!?
        Wie sieht es Global mit dem E Auto aus!? Ich finde es schlimm wenn ahnungslose Artikel schreiben.

    2. Teimue 🌟

      Das stimmt, die FDP dagegen lässt nicht ALLE Leute verarmen. Ihr Klientel hat sie doch noch nie im Stich gelassen. Wenn dann die Klimakatastrophen verstärkt auch hier auftreten, sitzen die dann in ihrem Bunker (mit Klimaanlage) und erfreuen sich an ihrem Verbrennerfuhrpark.
      'Mehr Klimaanlagen jetzt – so geht Klimaschutz' wäre doch ein toller FDP-Slogan.

    3. MadKiefer 🏅

      …okay, Boomer :D Sorry, der muss sein.

  2. Stfan 🍀

    Deshalb ist die Vorbereitung wichtig, Klimaschutz wird sich weltweit nicht durchsetzen, sehr viele andere Länder haben andere Prioritäten zB. Erstmal die gesamte Bevölkerung ernähren.
    Deshalb ist es jetzt wichtig technische Vorbereitung gegen mögliche Hitzewellen.
    Besser gekühlte Räume, Wasservorräte, stabilere Pflanzen usw.

    1. Du verstehst nicht, worum es geht. Es geht nicht um ein paar Hitzewellen, es geht darum, dass weniger da ist. Du kannst nicht einfach Wasservorräte anlegen, glaubst du die Menschen sind dumm und kommen nicht auch auf solche Ideen 😄

      1. Gast ☀️

        Langsam verstehe ich aber schon, wo die FDP noch ihre Wähler findet. Wir sind auf dem besten Wege, diesen Planeten unbewohnbar zu machen und dann wird hier noch so argumentiert.

    2. MadKiefer 🏅

      Die Menge der #boomer hier, ist erstaunlich. Vermutlich alles Investoren in der Öl-Lobby o.ä.
      Meine Güte…

  3. Stfan 🍀

    Was ist die Alternative? Emissionsfrei ohne Kompromisse? Ich sag mal so zum Glück leben wir in der Demokratie, da regelt die Mehrheit was kommt nicht ein paar Hartliner 🙃
    Angeblich wollen ja eh fast alle Autobauer ab 2028 nur noch Elektro Autos bauen, dann wird sich zeigen was der Markt wirklich will 🙃

    1. Gork 🍀

      In 5 Jahren kauft kein normal denkender Mensch mehr einen Verbrenner. 100% garantiert

  4. Panty 👋

    Es ist und bleibt einfach so, dass der Klimawandel kein lokales sondern ein globales Problem ist das schwer zu vergleichen ist mit einer Diät oder einem Fitnessstudio-Abo.

    Ich versteh nicht wieso die landläufige Meinung ist, dass nur Elektromobilität die einzig wahre Lösung ist und alles andere zu verurteilen. Wer kann das beurteilen? Vor 5-6 Jahren hieß es immer die Akkus seien ineffizient, jetzt nach weitern Entwicklungen sieht man, dass sich hier einiges getan hat. Wieso kann man also zum heutigen Zeitpunkt eFuels so verteufeln? Auch hier werden die Herstellungsprozesse in den nächsten Jahren weniger energieintensiv, wenn entsprechend geforscht wird. Klar bekommt man dann auch keine 10kWh aus 10kWh.

    Dennoch halte ich so plaktive Aussagen wie hier im Beitrag für wenig differenziert. Man schaut sich nur die lokalen Emissionen an und hofft dann, dass sie das Problem schon irgendwie im Rest der Welt selber löst. Wieso nicht verschiede Antriebsformen/Energiespeicherungsformen nutzen wo sie ihre Vorteile ausspielen können? Man kann einfach nicht von seiner eigenen Lage immer auf die ganze Welt schließen. In Südamerika und Afrika etc. wird heute noch mit Schlechtkraftstoff gefahren . Wäre es also hier nicht besser als führende Automobilnation eine Alternative aufzuzeigen? E-Autos wird man da nicht so schnell an die Leute bekommen wie hier aber vielleicht kann man eFuels recht einfach und schnell als Speichertechnologie nutzen in Ländern in denen man eine hohe Sonneneinstrahlung hat und die energieintensive Industrie nicht so ausgeprägt ist wie bei uns.

    Im Großen und Ganzen wäre es einfach wünschenswert, dass es einen globalen Plan gäbe (mir ist bewusst, dass auch schon der lokale Plan schwer genug ist) aber es hilft wenig aus seiner eigenen Blase heraus zu extrapolieren und daraus Allgemeingültigkeit abzuleiten.

    1. „Wer kann das beurteilen? Vor 5-6 Jahren hieß es immer die Akkus seien ineffizient, jetzt nach weitern Entwicklungen sieht man, dass sich hier einiges getan hat. Wieso kann man also zum heutigen Zeitpunkt eFuels so verteufeln?“

      Das tut keiner. Wenn es die E-Fuels schaffen, dass sie wirtschaftlich relevant und komplett CO2-frei sind, kann man sie nutzen. Das ist sehr einfach. Es geht nur um die Frage, ab wann man eine CO2-freie Flotte möchte. Die Technologie ist dabei egal.

      „E-Autos wird man da nicht so schnell an die Leute bekommen wie hier aber vielleicht kann man eFuels recht einfach und schnell als Speichertechnologie nutzen in Ländern in denen man eine hohe Sonneneinstrahlung hat und die energieintensive Industrie nicht so ausgeprägt ist wie bei uns.“

      Das heißt ja nicht, dass es dort nicht geht. Und wenn selbst für uns E-Fuels zu teuer sind, werden sie das in Afrika erst recht sein.

      „Im Großen und Ganzen wäre es einfach wünschenswert, dass es einen globalen Plan gäbe (mir ist bewusst, dass auch schon der lokale Plan schwer genug ist) aber es hilft wenig aus seiner eigenen Blase heraus zu extrapolieren und daraus Allgemeingültigkeit abzuleiten.“

      Der Plan ist globaler, als von dir dargestellt. Europa, die USA und Asien machen den meisten Teil derzeit aus und da darf man dann gerne anfangen, bevor man sich mit Randgebieten in Afrika beschäftigt.

      1. Hazz 🏅

        Naja an den Akkus hat sich die letzten Jahre weiterhin wenig getan. Die Technologie hat sich die letzten Jahrzehnte kaum weiterentwickelt oder nur minimal. Was getan hat sich eher an der Aerodynamik und Effizienz der restlichen Bauteile. Wirklich besser sind die Akkus nicht geworden, wenn dann eher großer und schwerer.

        1. Ist doch egal, wo sich etwas ändert, Hauptsache es ändert sich. Bei Smartphones ist das nicht anders, seit 15 Jahren. Dennoch ist ein iPhone 13 Pro eine komplett andere Welt, als ein iPhone 2G.

          Und der Verbrenner ist im Vergleich zu Elektro am Ende angekommen, hier haben wir immerhin eine Technologie, die sich weiterentwickelt. Außerdem geht das bei Autos nicht ganz so schnell, die haben längere Zyklen.

          1. Panty 🪴

            @Hazz: Bei Akkus hat sich vielleicht was die Energiedichte angeht nicht super viel geändert (kann ich grade nicht beurteilen), aber die Langlebigkeit wurde in den letzten Jahren schon deutlich gesteigert.

            @Oliver: "Ist doch egal, wo sich etwas ändert, Hauptsache es ändert sich." & "Und der Verbrenner ist im Vergleich zu Elektro am Ende angekommen"

            eFuels sind für den Verbrenner ein sehr großer Entwicklungsschritt, nicht nur dass dadurch die CO2 Bilanz schlagartig stark sinkt, sondern auch dass durch die Kraftstoffgestaltung Einfluss auf die Emissionen genommen werden können. Also wo ist er da technologisch am Ende?

            1. Bei der Technologie, nicht beim „Treibstoff“ dafür. Elektromotor vs. Verbrenner.

              E-Fuels sind super, keine Frage, aber eben unglaublich teuer, wenn sie wirklich CO2-frei hergestellt werden. Wieso die Energie in die Herstellung stecken und mit Verlusten leben, wenn man direkt die Akkus damit laden kann?

              1. Alex S. 👋

                E-Autos sind auch vergleichsweise teuer. Vor ein paar Jahren waren sie noch teurer. Die E-Fuels Technologie ist zu Beginn auch teuer, würde im Laufe der Zeit durch Weiterentwicklung auch lukrativer werden. Aber das lässt man hier nicht durchgehen, gibt sich aber als technologieoffen. Ich sehe dadurch genau den umgekehrten Fall. Auch das kann man als Klientelpolitik ansehen. Nur noch das Klientel bedienen, dass sich ein E-Auto leisten kann und zu Hause die Möglichkeit zum Laden hat. Die begrenzte Verfügbarkeit von benötigten Rohstoffen wie Lithium etc. wird auch nicht als Restriktion gesehen. Klar, auch hier forscht und entwickelt man weiter und wird evtl unabhängig von diesen Rohstoffen. Aber bei e-Fuels darf das Argument nicht gelten. Handelt es sich doch um den Sprit für die bösen Verbrenner. Das ist keinesfalls technologieoffen. Alle die sich nen E-Auto nicht leisten können, sollen auf den überlasteten ÖPNV umsteigen, die speist man mit nem "Klimaticket" ab für einen total überforderten ÖPNV. Achja und würde man den Klimawandel in seiner Gänze ernst nehmen, würde man das Problem der Überbevölkerung thematisieren. Verbrauchen alle neben dem Wohnraum auch Wasser und Lebensmittel.

              2. Panty 🪴

                Um die Diskussion nochmal aufzugreifen:
                (1) Leben beide Technologien ja von ihrem "Treibstoff" die Bilanz des E-Fahrzeugs ist auch nur so gut wie der Strom aus dem es gespeist wird. Bei einem Technologievergleich rein Elektromotor vs Verbrenner – könnte man ja auch argumentieren, dass der Elektromotor eher "am Ende angekommen" ist als der Verbrenner – wenn man nur die Wandlungswirkungsgrade betrachtet.
                (2) Das mit dem Verluste in Kauf nehmen, wenn man doch viel besser seinen Akku laden könnte ist ja zu kurz gedacht. Das mag vielleicht in 10 Jahren hier bei uns in einigen Regionen des langes funktionieren, dass man Smart Grid mässig die Energie speichert. Aber ich würde behaupten das wird selbst in sehr großen Teilen Europas in den nächsten 10-15 Jahren nicht funktionieren. Und wenn man dann keinen Speicher hat, nimmt man doch lieber Verluste in Kauf um den grünen Strom doch noch nutzen zu können und diesen mit einer sehr hohen Energiedichte in e-Fuels zu speichern.

            2. MadKiefer 🏅

              Soviel Mist auf einem Haufen, wow. Du solltest dich wirklich mal richtig informieren, wie die Technologie in Sachen Akkus dieses Jahr Gas (haha!) gegeben hat.

              Aber hey, du kannst ja gern weiter Gas nutzen, welches dieses Jahr noch 4x teurer werden wird. Oder Öl. Usw.

              eFuels GIBT es erstmal noch gar nicht zu erstehen, noch sind sie CO2-Neutral. Es gibt keine Anlagen dafür, keine Pläne, nichts. Denn derzeit wird was ausgebaut? Richtig: Strom. Und da bremst Deutschland, danke CDU/CSU und FDP eben aus, wo sie können.

              1. Panty 🪴

                Was ist denn mit dir los?
                (1) hab ich nicht behauptet in Sachen Akku Technik habe sich nichts getan.
                (2) GIBT es efuels. Es gibt Pläne und es gibt Anlagen sogar schon seit vielen vielen Jahren. Und hier hat glaub auch niemand behauptet dass efuels CO2 frei wären, ebensowenig wie Strom.

                Aber hey, du kannst gerne weiter Sprüche klopfen. Strom wird auch nicht billiger. Schon gar nicht wenn ein wachsender Teil e-Autos rumfährt, aber du scheinst die Diskussion sowieso nicht ganz begriffen zu haben

        2. Lars 👋

          Laut diesen sehr hörenswertem Interview stimmt das nicht so ganz, dass sich wenig getan hat.
          Resonator: RES186 Batterien

          Webseite der Episode: https://resonator-podcast.de/2022/res186-batterien/

          Mediendatei: https://resonator-podcast.de/podlove/file/4557/s/feed/c/m4a/RES186_Batterien.m4a

  5. Cubi ☀️

    "Bei der FDP nimmt man das mit dem Klimawandel wohl nicht ganz so ernst" Gewagte These, der ich nicht einmal vollständig widersprechen möchte, aber zum Beispiel eFuels damit gleich zu verteufeln, ist in meinen Augen auch nicht richtig. Gerade im Motorsport sind eFuels der "neue heiße Scheiß" und hier kann mal wieder richtig Pionierarbeit geleistet werden. Ich glaube, die Zukunft von eFuels wird zu negativ betrachtet.

    2035 ist auch "nur" noch 13 Jahre weg. Das ist ein Zeitraum an den ich mich persönlich extrem gut erinnern kann und der mir mittlerweile verdammt kurz vorkommt. Ich glaube nicht, das wir es schaffen bis dahin ausreichend Ladeinfrastuktur bereitzustellen. Ich bezweifle, das der ganze Strom bis dahin aus regenerativen Quellen stammt. Wohin mit den ganzen verbrauchten Akkus? Wer baut das ganze Stromnetz aus, damit auch Dörfern geladen werden kann, ohne das ich Angst haben muss, den Toaster einzuschalten? Sind die Rohstoffe zum Bauen von Akkus nicht auch endlich?

    Verbrenner nach aktuellem Standard zu verbieten und Grenzwerte enger zu stecken, macht bestimmt sind. Die Technolgie komplett einzustampfen in meinen Augen aber nicht. In noch fernerer Zukunft wird man sich dem Klima zu liebe wohl ganz von individuellen Fortbewegungsmitteln verabschieden müssen. Mir fehlen deswegen weiterhin die Anreize zum Ausbau von ÖPNV, mehr Remote-Work und so weiter. Nicht immer alles verbieten! Alternativen müssen so attraktiv und günstig vorhanden sein, dass das Auto nur noch für Enthusiasten oder als Hobby relevant ist. Wenn ich bequem, schnell und vielleicht sogar kostenlos mit der Bahn/dem Bus überall hinkomme, warum nicht? Warum fahren Güter noch tonnenweise auf Autobahnen herum, wo es doch auf Gleisen sehr viel klimafreundlicher funktioniert?

    1. Erster Absatz: Sehe ich auch so, Flugverkehr, Schifffahrt, Motorsport, für E-Fuels gibt es viele Gebiete. Nur in PKWs ist das (vermutlich) zu teuer.

      Zweiter Absatz: Für den kompletten Markt, ja. Das wird bei Autos nicht wie bei Smartphones sein. Für Neuzulassungen und neue Technologien ist über ein Jahrzehnt in der heutigen Zeit für mich aber eine gigantisch lange Zeit. Das merke ich sogar ab und zu, wenn ich an Technik denke, die 13 bis 15 Jahre alt ist.

      Dritter Absatz: 100 Prozent. Ich glaube auch, dass die Fortbewegung mit dem Auto in Zukunft nicht mehr wie heute sein wird. Dürfte auch nur schwer möglich sein. Ich bin nur bei ÖPNV und Co. noch pessimistischer, wenn ich mir die Menschheit so anschaue 😄

      1. Cubi ☀️

        " Ich bin nur bei ÖPNV und Co. noch pessimistischer, wenn ich mir die Menschheit so anschaue 😄"

        Ich werde jedenfalls noch pessimistischer wenn ich "Vebrennter-Verbot" lese. Bei unseren Politkern kommt dann ein: "Was wollt ihr den? Wir haben doch für das Klima jetzt auf E-Autos gesetzt! ÖPNV wollt ihr auch noch?! Also das ist schon ein bisschen viel verlangt…".

        In meinen Augen wird sich dann zu sehr auf der "kurzfristigen" Lösung ausgeruht, als die wirklich großen und wichtigen Punkte anzugehen. Aber ich irre mich da auch gerne!

  6. Hazz 🏅

    Man darf nicht vergessen das es sich beim PKW Verkehr nur um einen Tropfen auf den heißen Stein handelt. Die wirklichen Umweltverschmutzer sind nicht die PKW Fahrer, sonder die großen Industriebetriebe, Frachter, Kreisfahrtschiffe, Flugzeuge und Co.. Dort muss sie Politik ansetzen, um etwas zu erreichen und nicht beim kleinen Mann. Mit relativ wenig Aufwand kann man dort schon viel erreichen, in dem man beispielsweise ein Treibstoffgemisch verwendet usw. … Wie so oft stecken hier aber die Lobbies dahinter.

    1. Da tut sich aber auch einiges und man darf nicht vergessen, dass es bei PKWs im Vergleich zu Schiffen und Flugzeugen sehr leicht ist, darauf zu verzichten. Man kann nicht einfach ein E-Flugzeug bauen. Und der Anteil der PKWs ist zwar gering, aber auch nicht klein.

  7. Panty 🪴

    "Das tut keiner. Wenn es die E-Fuels schaffen, dass sie wirtschaftlich relevant und komplett CO2-frei sind, kann man sie nutzen. Das ist sehr einfach. Es geht nur um die Frage, ab wann man eine CO2-freie Flotte möchte. Die Technologie ist dabei egal."

    Naja ich würde mal sagen die wirtschaftliche Relevanz haben sie jetzt schon, sei es auch wenn es nur den Flugverkehr betreffen sollte. In welcher Welt wird es denn eine CO2-freie Flotte geben?

    "Das heißt ja nicht, dass es dort nicht geht. Und wenn selbst für uns E-Fuels zu teuer sind, werden sie das in Afrika erst recht sein."

    Das was nicht geht? E-Autos einführen? Ist dir bewusst dass in ärmeren Ländern unsere alten Autos fahren und dort sogar noch die Katalysatoren ausgebaut werden um die Edelmetalle zu verkaufen?

    "Der Plan ist globaler, als von dir dargestellt. Europa, die USA und Asien machen den meisten Teil derzeit aus und da darf man dann gerne anfangen, bevor man sich mit Randgebieten in Afrika beschäftigt."

    Ja absolut, da stimm ich dir voll und ganz zu. Dennoch spricht ja nichts dagegen auch (oder vorallem) in den reichen Ländern weiter an Brückentechnologien zu forschen mit denen man anderen Ländern helfen könnte.

    1. Panty 🪴

      Sorry, dachte ich hätte es als Antwort geschrieben

    2. „Naja ich würde mal sagen die wirtschaftliche Relevanz haben sie jetzt schon, sei es auch wenn es nur den Flugverkehr betreffen sollte. In welcher Welt wird es denn eine CO2-freie Flotte geben?“

      Die Relevanz bei Flug, Schiff und Co. sehe ich auch. Die werden aber die sowieso schon geringen Mengen teurer einkaufen, weil sie keine andere Option haben. Kaum ein PKW-Fahrer wird mehr zahlen wollen. Strom ist günstiger als Benzin, ich glaube nicht, dass sich eine teurere Alternative zu Benzin durchsetzt.

      „Das was nicht geht? E-Autos einführen? Ist dir bewusst dass in ärmeren Ländern unsere alten Autos fahren und dort sogar noch die Katalysatoren ausgebaut werden um die Edelmetalle zu verkaufen?“

      Ja klar, aber um die geht es jetzt noch nicht. Dir ist bewusst, dass deren Anteil im Vergleich zu den USA, Asien und Europa gering ist? Wieso sollen wir in Afrika anfangen? Das ergibt keinen Sinn.

      „Dennoch spricht ja nichts dagegen auch (oder vorallem) in den reichen Ländern weiter an Brückentechnologien zu forschen mit denen man anderen Ländern helfen könnte.“

      Richtig, der Elektromotor wäre da übrigens eine gute Option. Er ist deutlich günstiger, als der Verbrenner, Strom aus Sonne und Co. funktioniert in Afrika gut und ein Stromnetz ist leichter aufgebaut und sowieso wichtiger, als ein Netz für E-Fuels.

      1. Panty 🪴

        "Ja klar, aber um die geht es jetzt noch nicht. Dir ist bewusst, dass deren Anteil im Vergleich zu den USA, Asien und Europa gering ist? Wieso sollen wir in Afrika anfangen? Das ergibt keinen Sinn."

        Ich hab doch nie davon geredet dass man dort anfangen soll? Weiss nicht woher du das nimmst

        "Richtig, der Elektromotor wäre da übrigens eine gute Option. Er ist deutlich günstiger, als der Verbrenner, Strom aus Sonne und Co. funktioniert in Afrika gut und ein Stromnetz ist leichter aufgebaut und sowieso wichtiger, als ein Netz für E-Fuels."

        Ja er mag günstiger sein für jemanden der in Deutschland lebt und sich alle 3-4 Jahre ein neues Auto leisten kann.
        Und nein ein Stromnetz ist nicht leichter aufgebaut als ein "Netz für E-Fuels" – was ist ein "Netz für e-Fuels"? Tankstellen? Davon gibts meistens schon reichlich.

  8. Kölner 🍀

    Na vielleicht kommt dann jetzt doch der Wasserstoffmotor in die Gänge.
    Also ohne Brennstoffzelle und Pufferbatterie:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffverbrennungsmotor

    1. Vielleicht, aber eher nicht. Jedenfalls nicht in den nächsten 5 Jahren, denn derzeit entwickelt kein einziger Hersteller ein Modell für den Volumenmarkt. Und da sowas, vor allem mit einer passenden Plattform (wichtig für günstige Autos) locker 5 Jahre dauert, kommt das nicht vor 2027.

      Und wenn es ein Thema vor 2030 werden soll, dann müssten jetzt die Investitionen in die Richtung fließen. Derzeit fließen die aber voll in die Elektromobilität.

      1. Kölner 🍀

        Der Vorteil beim Wasserstoff-Verbrenner wäre, dass keine eigene Plattform benötigt wird. Bis 2035 einen Motor zu entwickeln, der einfach gegen den Benzin- oder Dieselmotor ausgetauscht werden kann, ist machbar.
        Die Tankinfrastruktur sehe ich da eher als problematisch an, weil aktuell alles auf eine Karte gesetzt wird.

        Bin mal gespannt was in den nächsten Jahren in Sachen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge außerhalb Deutschland und Holland passiert.
        Denn aktuell stehen wohl 57% der Ladestationen der EU in Deutschland und Holland.
        Und hier wird schon gemeckert es ist nicht genug.
        https://insideevs.de/news/583488/ladeinfrastruktur-europa-ladepunkte-deutschland/

        In Südost- und Osteuropa gibt es kaum Ladestationen, aber auch kaum Elektroautos.
        (0,1% der Fahrzeuge)

        Ein Bulgare konnte sich schon vor der dem jetzigen Inflationsschub kein Elektroauto leisten. Das wird bis 2035 mMn eher noch utopischer.

        Dass E-Auto irgendwann genauso viel kosten wie ein vergleichbarer Verbrenner, daran glaube ich auch nicht mehr.

        Bestenfalls gibt es in ein paar Jahren einen Gebrauchtwagenmarkt mit schnellladefähigen Elektroautos, die sich dann auch ein durschnittsverdienender Laternenparker leisten kann.

        Ich sehe mich allerdings eher 2040 im 10 Jahre alten Benziner durch die Gegend fahren. Wenn ich dann kurze Zeit später in Rente gehen darf, brauche ich kein Auto mehr.

        1. Alfons 🍀

          sehe ich auch so, den Teil mit der Ladeinfrastruktur in anderen EU Ländern.
          In Deutschland ist das ja schon nicht einmal gut, und in anderen Ländern ist das eine Katastrophe dort E Auto zu fahren, wenn man nicht zu Hause laden kann oder weit reisen muss.

          Glaube auch daher nicht, dass das Gesetzt so durchkommen kann. Das können die östlichen EU Ländern aber auch viele andere gar nicht stemmen

  9. Roberto 🏅

    Ich bin ganz klar auf der Seite vom Christian. So lange der Porsche Taycan keine 600 km Autobahn am Stück schafft, werde ich mir keinen Stromer kaufen….

  10. MadKiefer 🏅

    Wer sich ganz klar mit der Materie auseinandersetzen will, der tut das auch. Alle anderen sind ewig-gestrige. Eines von vielen Beispielen, wie rasant die Weiterentwicklung von Akkus geht: https://insideevs.de/news/594148/catl-qilin-akku-reichweite-2022/

  11. Werner Joachim 👋

    Im Prinzip hilft nur eins – Energie sparen und zwar wir alle. Global gesehen.

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