• HarmonyOS: Huawei will Größe von Apple iOS erreichen

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    Ren Zhengfei, Gründer und Chef von Huawei, ist recht optimistisch, was die Zukunft von HarmonyOS angeht. Er glaubt daran, dass man in zwei bis drei Jahren ein Äquivalent zu Apple iOS auf die Beine stellen kann. Er glaubt sogar, dass es schneller geht, will aber nicht zu viel Druck auf die Teams ausüben.

    Apple besitzt mit iOS einen Marktanteil von knapp 15 Prozent. Es gibt auch Meldungen, dass es mittlerweile weniger ist, aber nehmen wir mal diese Zahl. Außerdem besitzt man ein starkes Ökosystem an Apps und so ziemlich jede App auf dem Markt erscheint mittlerweile für Android und iOS gleichzeitig.

    Huawei HarmonyOS: Das Henne-Ei-Problem

    Huawei hat den Vorteil, dass HarmonyOS die Basis von Android nutzt und daher Apps leicht angepasst werden können. Aber: Sie müssen angepasst und dann bei Huawei in der AppGallery eingereicht werden. Es ist ein Aufwand, auch wenn er nicht groß ist, so muss man Entwickler auch davon überzeugen.

    Es ist das Henne-Ei-Problem, welches auch Microsoft hatte. Besitzt man genug Marktanteil, dann kommen die Entwickler und besitzt man genug Apps, dann kommen die Nutzer. Aber eins von beidem muss als Erstes passieren und in der Regel sind das nicht die Nutzer, denn die warten ab, bis es sich lohnt.

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    Der Einfluss der US-Sanktionen zeigt langsam auch Wirkung, laut Ren fiel der Umsatz um 10 Milliarden Dollar. Gemessen am Gesamtumsatz sei das aber noch kein großes Problem. Ich glaube, da wird ein Blick auf die Geschäftszahlen für das dritte und vierte Quartal 2019 interessant, aber das dauert noch.

    Huawei: Fokus zu sehr auf Hardware

    Huawei hat sich in den letzten Jahren stark auf Hardware konzentriert, so Ren Zhengfei, nun rückt die Software in den Fokus. Da gibt es noch Luft nach oben, das gibt er zu. Doch das ist keine Aufgabe, vor der Huawei zurückschreckt, man will ein eigenes Betriebssystem und die Planung dafür hat begonnen.

    We’re somewhat weak when it comes to big software architecture, but we are the world’s strongest player in embedded software-software that is built into hardware systems. We need to improve our software capabilities. Working on a big operating system is difficult but we are confident that we can do it. We are not just saying we are confident; we have already started preparing.

    Zum Abschluss seines Interviews mit Fortune zeigte sich Ren Zhengfei dann aber doch noch versöhnlich. Er hofft nicht, dass sich die Welt nun in zwei Lager (USA und China) spaltet, wenn es um Technologien geht. Und man hofft, dass diese ganze Entwicklung überflüssig sein und man Google weiter nutzen können wird.

    Huawei hofft, dass die USA den Antrag von Google (man kann sich für eine Lizenz zum Handel mit Huawei bewerben) bald genehmigt und es weiter geht.

    Aber ganz ehrlich: Diese Entwicklung, die nun angestoßen wurde, wird Huawei sicher nicht einfach so einstellen. Selbst, wenn man bald wieder Android ganz normal mit den Google-Apps nutzen kann, so werden wir mit Sicherheit in ein paar Jahren die Unabhängigkeit von Google und deren Apps erleben.

    Huawei: Drittes OS wird es schwer haben

    Das heißt, dass wir erneut erleben, wie ein großer Player sein eigenes OS auf dem mobilen Markt etablieren möchte. Microsoft hat aufgegeben und nutzt nun Android. Wird Huawei das gelingen, woran Microsoft gescheitert ist? Kann man in der heutigen Zeit wirklich noch ein drittes OS auf dem Markt etablieren?

    Die Aufgabe wird extrem schwer, aber Huawei bringt einen Vorteil mit: Man ist der weltweit zweitgrößte (aktuell wohl wieder drittgrößte) Hersteller auf dem Markt und das ist eine deutlich komfortablere Situation, als sie Microsoft damals hatte. Wird HarmonyOS in Zukunft so normal wie iOS sein? Wir werden es beobachten.

    5G: Huawei ist in Deutschland dabei

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    Die Entscheidung in der Bundesregierung ist laut Handelsblatt gefallen: Huawei darf Komponenten für „das gesamte deutsche 5G-Netz liefern". Bisher wurde das noch nicht von der Bundesregierung bestätigt und auch Huawei hat die frohe Botschaft noch nicht verkündet, es soll aber…14. Oktober 2019 JETZT LESEN →

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