Hyundai Vision FK: Ein Sportwagen für die Wasserstoff-Zukunft?

Hyundai Vision Fk Wasserstoff

Hyundai hat im Vorfeld der IAA betont, dass man die Messe auch für eine Vision namens „Hydrogen Wave“ nutzen möchte. Während also die anderen ihr neues Elektro-Portfolio abfeiern, geht es bei Hyundai auch um diese Technologie.

Bis 2035 möchte man sich bei Hyundai vom Verbrenner trennen, aber nicht nur mit batterieelektrischen Autos, sondern auch mit Modellen, die auf Brennstoffzellen setzen. Doch was bedeutet das nun? Für „normale“ Nutzer eigentlich nicht viel.

Hyundai: Fokus auf Nutzfahrzeuge

Der Fokus liegt auf anderen Bereichen und in erster Linie auf Nutzfahrzeugen. Hier möchte Hyundai bis 2028 zum Marktführer im Bereich „Wasserstoff“ werden. Und man will sich auch noch auf andere Bereiche bei der Entwicklung konzentrieren.

Brennstoffzellensysteme werden nicht nur in Fahrzeugen wie dem NEXO, dem Bus für Personenförderung ELEC CITY und dem XCIENT Fuel Cell Truck kommerziell genutzt, sondern haben auch das Potenzial, in verschiedenen Bereichen wie Hochleistungsfahrzeugen, städtischer Luftmobilität, Robotern, Flugzeugen und in großen Schiffen eingesetzt zu werden.

Die meisten Bereiche werden euch also im privaten Umfeld kaum beeinflussen, da ist dann eher die Frage, ob man die Industrie überzeugen kann. Ein Vorzeigeprojekt für private Nutzer, die das nötige Kleingeld haben, gibt es aber noch bei Hyundai.

Im Zitat oben findet man auch die „Hochleistungsfahrzeuge“ und der Hyundai Vision FK ist ein solches (aktuell aber noch ein Konzept). Eine Leistung von 500 kW (670 PS) und Reichweite von 600 km sollen Sportwagen-Fans überzeugen.

Hyundai Vision Fk

Wann werden wir so ein Auto sehen und was wird es kosten? Das ist unklar, man wollte bei Hyundai wohl einfach nur mal zeigen, dass sowas existiert. Womöglich wird man die Technologie irgendwann mal bei der N-Reihe aktiv testen.

Hyundai: Wasserstoff bei PKWs?

Die Sache ist nur die: Diese Daten gibt es schon jetzt auf dem Papier bei den rein elektrischen Autos. Bis so ein Hyundai Vision FK kommt, werden sich diese auch weiterentwickelt haben und dann gibt es sicher ein großes Schnellladenetz.

Wird es bis dahin aber auch genug Tankstellen für Wasserstoff geben? Die dann auch qualitativ hochwertig sind, damit das wirklich schneller als beim Laden geht? Und wer zahlt das, wenn so eine Tankstelle mal eben 2 Millionen Euro kostet?

Und was wird das tanken kosten? Immerhin geht bei grünem Wasserstoff sehr viel Energie verloren, die man auch einfach in Elektroautos packen könnte. Schönes Konzept und nette Idee, aber ich spekuliere mal: Das hat keine Zukunft.

Vielleicht täusche ich mich auch und Elektroautos sind nur eine Übergangslösung und zwischen 2030 und 2040 setzen sich Wasserstoffautos durch, aber das deutet sich derzeit bei den großen Autoherstellern nicht an. Und bei Hyundai sieht man auch: Die normalen PKWs stehen auch hier nicht mehr wirklich im Fokus.

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Der VW ID.3 ist sowas wie der „elektrische Golf“ für die Zukunft von Volkswagen, denn der e-Golf wird keinen Nachfolger mit dem Golf 8 bekommen. Das ergibt auch Sinn, denn eine Elektro-Plattform ist besser, als eine Verbrenner-Plattform. Allerdings legte der…4. September 2021 JETZT LESEN →


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Bitte bleibe freundlich.

  1. Paul sagt:

    Und das ist der Punkt, den alle Befürworter von Wasserstoff vergessen. Die Infrastruktur ist exorbitant teurer als bei E-Autos. Zudem ist durch die Herstellung von Wasserstoff ein zu hoher Energieverlust, den man, wie du es erwähnst, in die Batterien der E-Autos lieber speichern sollte.

    1. Thomas sagt:

      Zeit für Druckausgleich zwischen zwei Betankungen nicht vergessen. Dauert bis 30 Minuten.

      1. Karl sagt:

        Sie sind nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Die von ihnen beschriebenen Defizite gibt es nicht in DE. Hier die offizielle Aussage zu dem angeblichen Tankstellenproblem (ich hatte eine Anfrage hierzu an den Tankstellenbetreiber gestellt):
        "Wie viele Fahrzeuge bzw. wieviel Wasserstoff ohne Unterbrechung vertankt werden kann, hängt somit unter anderem von der Größe des Hochdruckspeichers und der Leistung des Kompressors ab. Ein klassisches Optimierungsproblem zwischen Kosten und Leistung.
        Die derzeit überwiegend in Deutschland vorhanden Anlagen folgen der Spezifikation einer Small HRS, öffentlich einsehbar siehe:
        NOW GmbH: “70MPa Hydrogen Refuelling Station Standardization – Functional Description of Station Modules”, 2010.
        Dort wird eine Wartezeit von 5 Minuten zwischen zwei Betankungen definiert. In der Praxis können aber durchaus mehrere Fahrzeuge ohne jede Wartezeit hintereinander weg betankt werden.
        Die Berichte aus Kalifornien sind korrekt, müssen aber im richtigen Kontext gesehen werden. Dort gab es zeitweise Versorgungslücken in der Wasserstoffbelieferung. Dies führte dazu, dass nach der Neubefüllung einer Anlage gleichzeitig bis zu 10 fast leere Fahrzeuge ankamen. Und ja, wenn die dann ohne Unterbrechung an einer Anlage tanken, die nicht dafür ausgelegt ist. Dann kommt es tatsächlich nach mehreren Betankungen zu längeren Wartezeiten.
        Zudem gibt es durchaus die in der Spezifikation beschriebenen Very Small HRS, mit definierten Wartezeiten von 20 min. Wir haben uns allerdings dazu entschieden, solche Anlagen nicht in Deutschland zu bauen."

        Sie sollten vor solchen Statements vorher sauber recherchieren bevor sie haltlose Behauptungen in den Raum stellen, die nicht der Wahrheit entsprechen.

        1. Thomas sagt:

          Stand der Technik in DE ist eine Sache, ich hätte vielleicht hinzufügen müssen dass dies wo ich fahre, in BE (laut H2.live satte 3 Tankstellen !) nicht der Fall ist.
          Hier der Link von Toyota Belgien:
          https://nl.toyota.be/world-of-toyota/articles-news-events/2016/station-hydrogene

          40 Betankungen in 24 Stunden – You do the Math:-)

    2. Karl sagt:

      Im Moment steigt die gesamte arabische Welt in die H2 Produktion ein. Dazu kommen Australien, Spanien und eigentlich jedes Land, das genug Sonne im Angebot hat. Energie-Effizienz ist in diesem Szenario irrelevant.
      Was aber überhaupt nicht irrelevant ist, ist die Energiedichte. Und da ist das FCEV dem BEV um Lichtjahre voraus. (min. Faktor 2 im Sommer; im Winter um Faktor 4). Auch die Feststoffbatterie wird das nur minimal ändern können (da ist die Energieeffizienz lt. der Wissenschaft um bis zu 30% besser als bei herkömmlichen Akkus). Egal wie man es wendet. Die Physik kann man nicht austricksen. Die Wissenschaft spricht hier eine deutliche Sprache.
      Während FCEV bald bis zu 2000 km Reichweite haben werden, ist bei BEVs bei max. 1000 km Schluss. Die 1000 km schafft man aber nur im Sommer (nur wenn es nicht zu heiß ist) und wenn man max. 100 km/h fährt.
      Ich auf jedenfall kann meinen Mirai 2 jetzt schon locker 350 km lang mit 180 km/h am Stück fahren (bei 120 km/h fahre ich ca. 600 km weit). Der Audi e-Tron macht nach 100 km schlapp. Ich tanke dann in 3 Minuten voll, während der e-Tron noch 30 Minuten an der Ladesäule hängt. Was ist jetzt besser?

      1. Ich auf jedenfall kann meinen Mirai 2 jetzt schon locker 350 km lang mit 180 km/h am Stück fahren (bei 120 km/h fahre ich ca. 600 km weit). Der Audi e-Tron macht nach 100 km schlapp. Ich tanke dann in 3 Minuten voll, während der e-Tron noch 30 Minuten an der Ladesäule hängt. Was ist jetzt besser?

        Antwort: Das Model 3, damit komme ich auch fast 600 km weit. Und ich kann es überall laden. Viele können es sogar daheim laden und sich den Umweg zu einer Tankstelle sparen.

        Wenn man schon vergleicht, dann bitte mit den richtigen Autos, ein e-tron oder Taycan sind nicht für den Massenmarkt.

        1. Karl sagt:

          Wenn dann muss man die gleiche Klasse vergleichen. Das Model 3 ist eine Nummer kleiner, es ist bei weitem nicht so luxuriös ausgestattet (von Vollausstattung brauchen wir beim Model 3 gar nicht zu sprechen….die ist beim Mirai 2 inklusive) und billiger (ja, auch in der Verarbeitung sind Lichtjahre zwischen dem Model 3 und dem Mirai 2).
          Der e-Tron ist hier der Vergleichskandidat auch wenn es ihnen nicht gefällt. Klasse mit Klasse vergleichen.

          1. Gut, der Mirai ist tatsächlich länger als erwartet. Dann nehmen wir das Model S, das hat ziemlich genau die gleichen Dimensionen, ein SUV ist jedenfalls nicht für einen Vergleich geeignet. Dann haben wir sogar identische Werte bei der Reichweite.

            Und weiterhin den Vorteil einer großen Ladeinfrasturktur, die wächst und gerade schnell ausgebaut wird, günstigeren Preisen beim Laden und dann wäre da noch der Platz im Innenraum, das ist ja beim Mirai weiterhin ein Witz für ein 5 Meter langes Auto.

            1. Karl sagt:

              Der Platz für die Insassen ist sehr großzügig bemessen. Ihre Aussage ist falsch. Ich kann das beurteilen, da ich einen habe. Der Kofferaum ist für meine Zwecke ausreichend. Das hat für mich einen nachgelagerten Stellenwert.
              Zum Model S: Der verbraucht bei 200 km/h ca. 40 kwh an Strom. Beim größten Akku (beim regulären Tesla Model S) von 100 kwh kommt man damit "nur" ca. 250 km weit.
              Mein Mirai 2 hingegen schafft da locker 100 km mehr und kommt auf 350 km.
              Der große Vorteil ist und bleibt aber, dass ich in 3 Minuten wieder voll getankt bin. Das kann kein Tesla Model S bieten…nicht mal mit dem besten Schnelllader auf dem Planeten.
              Die H2 Infrastruktur ist inzwischen in DE lt. H2.live ziemlich gut ausgebaut. Ich war im Urlaub an der Ostsee (ich wohne in Bayern) und der Sprit wurde nie knapp. Einschränken musste ich mich zu keinem Zeitpunkt. Europaweit wird gerade eine unglaubliche Anstrengung unternommen um das H2 Tankstellen-Netz auszubauen, damit es bald genauso gut ist wie in DE (oder vielleicht sogar besser). Hier sieht man es eindrucksvoll: https://www.h2stations.org/stations-map/?lat=49.763948&lng=12.582221&zoom=4
              Ich habe nichts gegen BEVs. Nur für mich sind die Nachteile zu deutlich ggü. einem Verbrenner. Der einzige Weg für mich umweltfreundlich Auto zu fahren war der Kauf eines FCEVs. Ich kenne in meinem Umfeld auch (bis auf einen) nur Leute, die -wenn sie vom Verbrenner wechseln müssten- ausschließlich auf Wasserstoffautos wechseln würden (aber ich denke das ist sehr subjektiv und daher nicht belastbar). Was aber belastbar ist, ist diese Auswertung: https://www.automobilwoche.de/article/20210128/NACHRICHTEN/210129908/verkehrswende-beliebtheit-alternativer-antriebe-steigt
              Sie zeigt, das die Mehrheit der aktuellen Verbrenner-Fahrer genauso denkt wie ich.

              1. Der Platz für die Insassen ist sehr großzügig bemessen. Ihre Aussage ist falsch. Ich kann das beurteilen, da ich einen habe. Der Kofferaum ist für meine Zwecke ausreichend. Das hat für mich einen nachgelagerten Stellenwert.

                – Das ist ja egal, da das eine sehr subjektive Sache ist. Wenn ich ein 5 Meter langes Auto habe, dann will ich aber auch den Platz nutzen und nicht nur Technik hinten haben.

                Zum Model S: Der verbraucht bei 200 km/h ca. 40 kwh an Strom. Beim größten Akku (beim regulären Tesla Model S) von 100 kwh kommt man damit "nur" ca. 250 km weit.

                – Wer fährt denn durchgehend 200 km/h :D Bleibt doch mal locker und realistisch, dann kommen dein Mirai und ein Model S gleich weit.

                Der große Vorteil ist und bleibt aber, dass ich in 3 Minuten wieder voll getankt bin. Das kann kein Tesla Model S bieten…nicht mal mit dem besten Schnelllader auf dem Planeten.

                – Der große Nachteil ist aber, dass du diese Tankstellen suchen musst und Schnelllader alle paar km auf der Autobahn stehen. Und die komplette Branche investiert da gerade sehr viel Geld, selbst der Bund hilft beim Aufbau von einem Ladenetz. Da hat das Wasserstoffnetz nicht den Hauch einer Chance.

                Ich habe nichts gegen BEVs. Nur für mich sind die Nachteile zu deutlich ggü. einem Verbrenner. Der einzige Weg für mich umweltfreundlich Auto zu fahren war der Kauf eines FCEVs. Ich kenne in meinem Umfeld auch (bis auf einen) nur Leute, die -wenn sie vom Verbrenner wechseln müssten- ausschließlich auf Wasserstoffautos wechseln würden (aber ich denke das ist sehr subjektiv und daher nicht belastbar).

                – Das ist ja schön und wie du merkst subjektiv, denn schau dir mal die Zulassungszahlen der letzten Monate an, da findest du so gut wie keine Wasserstoffautos und Elektroautos boomen gerade.

                Sie zeigt, das die Mehrheit der aktuellen Verbrenner-Fahrer genauso denkt wie ich.

                – Das streite ich auch gar nicht ab, nur wenn sie kaum einer baut, sie teuer sind und andere Märkte, die größer als komplett Europa sind (China zB) das anders sehen, sind Umfragen bei deutschen Verbrenner-Fahrern komplett egal.

                1. Karl sagt:

                  – Das streite ich auch gar nicht ab, nur wenn sie kaum einer baut, sie teuer sind und andere Märkte, die größer als komplett Europa sind (China zB) das anders sehen, sind Umfragen bei deutschen Verbrenner-Fahrern komplett egal.

                  Antwort: Sie meinen also der Markt in einem Marktwirtschaflichen System ist völlig egal. Das ist volkswirtschaftlich falsch. Denn wo eine Nachfrage besteht, da entsteht automatisch ein Markt sobald sich nur ein einziger Hersteller bereit erklärt diese Nachfrage zu bedienen. Jetzt haben wir das Glück das der größte Autohersteller der Welt (Toyota) sich der Sache annimmt und ein weiterer extrem großer Autohersteller mitzieht (Hyundai). Dazu kommen die Firmen BMW, Jaguar (mit dem Landrover), Opel, Peugeot und Renault (jeweils mit ihren Kleintransportern), Mercedes und Iveco mit der LKW Sparte, Ford (die bauen einen Pickup) uvm.
                  Auf mich wirkt das so als wenn das Angebot für die hohe vorhandene Nachfrage gerade geschaffen wird.

                  Zu ihrer These, die Länder würden BEVs den Vorzug geben:
                  China setzt gerade verstärkt auf Wasserstoff und bauen das chinesische Tankstellennetz massiv aus. Die BEV Förderung wurde dagegen in China runter gefahren, da man die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen für den Batteriebau verhindern will. Tesla wird in China unglaublich negativ bewertet und dort auch gemieden (u.a. von der Regierung). Da sind die besten Zeiten für Tesla vorbei.
                  Europa hat die Wasserstoff Strategie als Prio 1 Thema platziert (siehe meine Links bzw. die Europäische Wasserstoffstrategie ist hier ein deutlicher Hinweis). Deutschland will das H2 Netz bis 2025 auf 400 Tankstellen ausweiten. etc. etc.

                  Ich bin bei ihnen, dass im Moment die BEVs bessere Verkaufszahlen haben. Die Betonung liegt auf "noch". Ich denke BEVs sind die Brückentechnologie hin zu FCEVs, wobei mir das ein bisschen egal ist was mit BEVs passiert. Sicher ist jedoch (siehe die massiven Investitionen in die Wasserstoffwirtschaft, die im Moment auf der ganzen Welt im Gange sind), dass FCEVs mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit eine sehr rosige Zukunft haben. Sie können diese Parameter gerne ignorieren. Das ändert aber nichts an der Tatsache.

                  1. Sie meinen also der Markt in einem Marktwirtschaflichen System ist völlig egal. Das ist volkswirtschaftlich falsch. Denn wo eine Nachfrage besteht, da entsteht automatisch ein Markt sobald sich nur ein einziger Hersteller bereit erklärt diese Nachfrage zu bedienen.

                    – Na das stimmt nicht ganz. Es gibt Grenzen, denn was in den Umfragen vergessen wird, ist der Preis. Die Menschen denken, dass Wasserstoff 1:1 wie Benzin funktioniert und finden das deshalb so toll. Bis sie dann die Preise und Verfügbarkeit sehen. Und hinzu kommen die Entwicklungskosten, selbst der weltweit größte Autohersteller (Toyota) baut nur wenige Modelle. Es lohnt sich finanziell nicht. Wohingegen der Rest eine Elektro-Plattform nach der anderen baut. Unternehmen können nicht frei nach den Wünschen der Kunden auf die Nachfrage reagieren, es gibt auch genug Menschen, die ein kompaktes Elektroauto oder einen günstigen Kombi wollen und das gibt es noch nicht. Der Grund ist immer simpel: Erst wenn es sich wirtschaftlich lohnt, wird es gebaut.

                    China setzt gerade verstärkt auf Wasserstoff und bauen das chinesische Tankstellennetz massiv aus. Die BEV Förderung wurde dagegen in China runter gefahren, da man die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen für den Batteriebau verhindern will.

                    – Das stimmt nicht. China pumpt massiv Geld in Unternehmen, die Elektroautos bauen, denn man will global Marktführer werden.

                    Tesla wird in China unglaublich negativ bewertet und dort auch gemieden (u.a. von der Regierung). Da sind die besten Zeiten für Tesla vorbei.

                    – Auch falsch, einige sehen es kritisch, ist ja bei uns auch so, sie verkaufen aber Autos wie geschnitten Brot und sind vor allem dank der Gigafactory in China derzeit so erfolgreich mit einem Rekord nach dem anderen.

                    Europa hat die Wasserstoff Strategie als Prio 1 Thema platziert

                    – Falsch, Europa will nur CO2-Grenzwerte senken und schafft die politischen Rahmenbedingungen. Die Länder in Europa fördern aber größtenteils die Elektromobilität (siehe Ausbau „Deutschlandnetz“ zum Laden).

                    Ich bin bei ihnen, dass im Moment die BEVs bessere Verkaufszahlen haben. Die Betonung liegt auf "noch". Ich denke BEVs sind die Brückentechnologie hin zu FCEVs, wobei mir das ein bisschen egal ist was mit BEVs passiert.

                    – Das ist halt pure Spekulation. Wobei, es gibt Argumente, die dagegen sprechen, weil es derzeit keinen einzigen Hersteller, selbst Toyota oder Hyundai nicht, gibt, der eine Wasserstoff-Plattform entwickelt. Die haben zwar entsprechende Modelle, für den Volumenmarkt bauen sie aber Elektroautos. Auch Toyota hat ja nun eine entsprechende Plattform. Und die Volkswagen AG zeigt, was passiert, wenn die Plattform bei Volumenherstellern fertig ist: Dann kommt ein Modell nach dem anderen.

                    Die Zeichen sprechen also klar für eine batterieelektrische Zukunft im privaten Sektor. In der Wirtschaft und bei LKWs kann das einen anderen Weg einschlagen, das sehe ich auch so.

                    1. Karl sagt:

                      Sie scheinen nicht auf dem Laufenden zu sein. Sie leben halt in ihrer BEV Bubble. Traurig.
                      Hier ein paar Links, die zeigen das sie sich irren:

                      Ihre Aussage:
                      – Auch falsch, einige sehen es kritisch, ist ja bei uns auch so, sie verkaufen aber Autos wie geschnitten Brot und sind vor allem dank der Gigafactory in China derzeit so erfolgreich mit einem Rekord nach dem anderen.
                      –>Die Realität: https://teslamag.de/news/china-einbruch-tesla-april-bestaetigt-analyst-warnt-vor-weit-reichenden-schluessen-36828

                      Ihre Aussage:
                      – Das stimmt nicht. China pumpt massiv Geld in Unternehmen, die Elektroautos bauen, denn man will global Marktführer werden.
                      –> Die Realität: https://www.electrive.net/2021/01/05/china-kuerzt-kaufpraemie-fuer-privatleute-um-20-prozent/

                      Ihre Aussage: – Das stimmt nicht (zur Erklärung: sie meinten das China nicht in Wasserstoff investiert). China pumpt massiv Geld in Unternehmen, die Elektroautos bauen, denn man will global Marktführer werden.

                      –> Die Realität: https://www.elektroauto-news.net/2021/china-will-deutlich-mehr-wasserstoff-fahrzeuge-auf-der-strasse-sehen
                      –> Hier der Beleg, dass China die Subvention in BEVs mindert:
                      https://www.automobil-produktion.de/technik-produktion/fahrzeugtechnik/bei-lkw-ist-wasserstoff-die-alternative-der-stunde-365.html

                      Ihre Aussage: – Na das stimmt nicht ganz. Es gibt Grenzen, denn was in den Umfragen vergessen wird, ist der Preis. Die Menschen denken, dass Wasserstoff 1:1 wie Benzin funktioniert und finden das deshalb so toll. Bis sie dann die Preise und Verfügbarkeit sehen. Und hinzu kommen die Entwicklungskosten, selbst der weltweit größte Autohersteller (Toyota) baut nur wenige Modelle. Es lohnt sich finanziell nicht. Wohingegen der Rest eine Elektro-Plattform nach der anderen baut. Unternehmen können nicht frei nach den Wünschen der Kunden auf die Nachfrage reagieren, es gibt auch genug Menschen, die ein kompaktes Elektroauto oder einen günstigen Kombi wollen und das gibt es noch nicht. Der Grund ist immer simpel: Erst wenn es sich wirtschaftlich lohnt, wird es gebaut.
                      –>Die Realität: Heute hat Hyndai ihre neue Plattform vorgestellt:
                      https://www.hydrogen-wave.com/
                      –> Toyota hat 2 neue H2 Modelle für 2022 (Verkauf in 2023 angekündigt): einen H2 Prius und einen H2 Corolla … ich glaube das sind Massenmarkt-Autos ;-)
                      https://www.hydrogenfuelnews.com/hydrogen-car-toyota-prius/8548186/

                      1. Link 1: Eine Aussage von einem Analysten aus dem Frühjahr, super Quelle. Verkaufszahlen von Q2 wären da das bessere Argument gewesen.

                        Link 2: Sie fördern weniger bei Privatkunden, gut so. Könnte man hier auch machen finde ich. Aber das ist ja kein Gegenargument zu meiner Aussage, dass sie die Unternehmen massiv fördern, um global anzugreifen.

                        Link 3: 1 Million bis 2030 ist sogar noch weniger als ich erwartet habe mit Blick auf das, was bei Elektroautos ansteht bis 2030.

                        Link 4: Bei LKWs habe ich doch sogar zugestimmt.

                        Link 5: Habe ich sogar berichtet, das war keine Plattform für PKWs. Das war eine Vision mit Prototypen ohne konkrete Modelle. Es gab kein einziges neues Auto zu sehen, nur einen teuren Sportwagen, der dann vielleicht irgendwann mal kommt.

                        Link 6: Hast du eine offizielle Quelle dafür? Bei Toyota Europa steht das nicht: https://newsroom.toyota.eu/

                          1. Ach, das ist ein Gerücht. Gut, dann ist das raus, denn Forbes ist hier nicht zuverlässig und liegt auch bei anderen Gerüchten sehr oft daneben (verfolge das ja aktiv).

  2. René H. sagt:

    @Oliver: Eine einzelne Tanksäule kostet 1-2 Mio., die ganze Tankstelle entsprechend das x-fache.

    Aktuell kostet 1 kg H2 fix festgelegt 9,50 Euro. Das ist Wasserstoff aus Erdgas, mit >400g CO2 pro kWh. In der Herstellung kostet das 2-3 Euro pro kg. H2 aus Ökostrom kostet mindestens das Doppelte. Es ist also anzunehmen, dass H2 aus Ökostrom eher teurer wird als 9,50 Euro pro kg, z.B. 12 Euro. Damit kosten 100 Autobahnkilometer (130 km/h) bei 1,2 kg/100km also ca. 14-15 Euro, soviel wie 9-10 Liter Benzin oder 12 Liter Diesel.

    Ein weiteres Problem bei Brennstoffzellenfahrzeugen ist, neben den hohen Kosten, der Platzbedarf der Technik. Nach über dreißig Jahren der Forschung ist es auch heute noch immer nicht gelungen, die Technik in Kompaktwagen oder Mittelklassewagen unterzubringen und dabei noch Kofferraum übrig zu lassen. Der Toyota Mirai hat trotz fünf Meter Außenlänge ein Kofferraumvolumen zwischen VW Up und VW Polo!

    1. Karl sagt:

      Ihre Aussagen sind leider falsch. Der Preis von 9,50 EUR pro kg H2 wurde festgelegt, um den Betreibern eine verlässliche Gewinnmarge zu ermöglichen. Wenn grauer Wasserstoff ohne dies Preisbindung angeboten würde, wäre der Verkaufspreis bei ca. 5-6 EUR und damit deutlich günstiger als es ein BEV je sein könnte. Ich fahre einen Mirai 2 und der kommt mit 0,8 kg pro 100 km klar. Das wären dann ca. 4 bis 5 EUR pro 100 km. Gründer Wasserstoff kostet im Moment ca. 6,5 EUR pro kg. Da im Moment der gesamte arabische Raum, Australien, Spanien (eigentlich jedes Land in dem die Sonne dauerhaft scheint) in die H2 Produktion einsteigt, gehen Experten davon aus, dass der Preis für grünen Wasserstoff bald bei 2-3 EUR pro kg liegt. Bei den weiteren Effizienzsteigerungen in der Brennstoffzellenentwicklung werden wir wohl in 3-5 Jahren erleben wie man mit mit 0,4 kg pro 100 km fahren wird bei einem H2 Preis für grünen Wasserstoff von 2-3 EUR. Egal wie sich die Akkus entwickeln werden, das werden sie nicht schaffen können. BEV sind meiner Meinung nach nur eine Brückentechnologie hin zum FCEV.

      1. Paul sagt:

        Wie schön man sich seinen Fehlkauf erklären kann ;-)

        Es ist ja toll, dass für dich ein FCEV momentan passt, aber das ist bei weitem nicht bei jedem der Fall. Nicht jeder kann und will ein 5m Auto mit einem Polo Kofferraum fahren.
        Die Aussage, dass die meisten Verbrenner Fahrer gerne Wasserstoff fahren würden, beruht höchstwahrscheinlich darauf, dass die Menschen keine Ahnung haben. Die haben nur gehört, dass man schneller tanken kann und der Drops ist für sie gelutscht. Die ganzen Nachteile kennen sie nicht mal.

        Die Zukunft führt an BEV einfach nicht vorbei. H2 wird in der Industrie und Schwerlastverkehr wahrscheinlich eine große Rolle spielen, aber nicht bei dem Privaten.

        1. Karl sagt:

          Ich denke sie unterschätzen, dass BEVs für die meisten Menschen keine Option sind, da das Tanken einfach deutlich zu lange dauert und das wird auch mit künftigen Batteriegenerationen nicht besser. Das der Winter der absolute Reichweitenkiller ist und man dann selbst mit 100kwh BEVs nur noch 200-300 km weit kommt ist ebenfalls ein heftiger Nachteil.
          Welche Nachteile haben denn FCEVs? Preislich sind sie sehr günstig im Service ( ich weiß es ja weil ich die Rechnung sehe ;-) , der Spritverbrauch und -preis ist vorbildlich (erst gestern wieder getankt und 7,7 EUR pro 100 km bezahlt), ich kann dauerhaft schnell fahren ohne Reichweitenangst und ich tanke in 3 Minuten voll.
          Ich muss mir nichts schön schreiben, ich bin unglaublich zufrieden mit dem Kauf. Mein Bruder hingegen hat sich einen BEV gekauft.
          Seine Frau ist im März in die nächste große Stadt gefahren (100 km entfernt). Das Auto hat eine angegebene Reichweite von 300 km. Sie musste während der Hinfahrt die Heizung abstellen, sonst wäre sie nicht mehr zurück gekommen (am Zielort war die nächste Ladestation nicht direkt vor Ort und sie wollte ihr Auto nicht an einer Ladesäule abstellen und ein Taxi zum Zielort nehmen). Wie gesagt: Welche Nachteile soll ein FCEV haben?

          1. Ich denke sie unterschätzen, dass BEVs für die meisten Menschen keine Option sind, da das Tanken einfach deutlich zu lange dauert und das wird auch mit künftigen Batteriegenerationen nicht besser.

            – Also mit einem Taycan und 270 kW dauert das am Schnelllader nicht viel länger, als bei einem Wasserstoffauto, wenn vorher einer getankt hat und der Druck aufgebaut werden muss. Das sind vielleicht mal 5 Minuten Vorteil, aber das ist nicht so relevant. Wir wissen also nicht, was „die meisten“ Menschen denken, denn die kaufen derzeit weder BEV noch FCEV (allerdings deutlich mehr BEVs).

            Das der Winter der absolute Reichweitenkiller ist und man dann selbst mit 100kwh BEVs nur noch 200-300 km weit kommt ist ebenfalls ein heftiger Nachteil.

            – Das stimmt ja nun mal gar nicht. Mit dem Model 3 LR kommt man auch im Winter auf über 400 km und das hat einen kleineren Akku.

            Welche Nachteile soll ein FCEV haben?

            – Keine Auswahl bei Modellen, zu wenige Tankstellen, Infrastruktur wird derzeit kaum ausgebaut, Platzangebot im Innenraum ist deutlich schlechter und grüner Wasserstoff ist deutlich teurer, als grüner Strom. Das sind nur mal ein paar.

            Doch entscheidend ist: Wenn wir uns die angekündigten Autos für die kommenden 3-4 Jahre anschauen, dann findet man da kaum ein Wasserstoffauto. Selbst Hersteller, die daran festhalten, halten sich zurück. BMW entwickelt zwar einen iX5 mit Wasserstoffantrieb, pusht aber parallel massiv die Elektroautos und baut eine neue Plattform dafür, die 2025 kommt. Ein teurer und großer SUV gegen den Massenmarkt. Bei VW, Daimler, Audi und Co. ist es noch schlimmer, die haben die Entwicklung derzeit komplett eingestellt.

          2. Paul sagt:

            Bitte ziehe deine rostrote Brille ab. Das ist ja nicht zum aushalten.
            Was du anderen an Fehlwissen vorwirfst, kann man dir bei BEVs vorwerfen. Alle deine Argumente gegen BEVs sind falsch oder veraltet.
            Darauf eingegangen ist der Oliver ja schon mehrmals, du willst das aber nicht wahr haben.

            Mein Hauptnachteil bei dem Mirai wäre zum Beispiel der Preis von ca. 65000€ und der winzige Kofferraum. Auch brauche ich in der Stadt kein 5 Meter Panzer bewegen.

            Zur Inspektion, was zahlst du denn so dafür?
            Bei einem mir bekannten BEV zahlt man weniger als 100€ im dafür.

      2. René H. sagt:

        0,4 kg/100 km bei H2? Kleinstwagen, Stadtverkehr und dann am besten 100% Wirkungsgrad, oder wie? Bitte die Physik respektieren beim euphorischen Herumphantasieren!
        Das Reichweitenthema interessiert ja eh nur auf der Autobahn, also bei 130 km/h. Und sagt die Physik: mindestens ca. 15 kWh/100 km. Mit einem aktuellen BEV der effizienteren Sorte verbrauchen Sie dabei 18-20 kWh/100 km, beim FCEV wie gesagt ca. 1,2 kg/100 km, was umgerechnet 40 kWh/100 km sind. Da muss also ein großes Wunder geschehen bei der Brennstoffzelle. Davon gehen Sie aus.
        Gleichsam gehen Sie davon aus, dass es bei den Batterien keinerlei Fortschritt mehr gibt? Warum? Weil Sie es nicht wollen! Da Sie auf ein anderes Pferd gesetzt haben.
        Die 2-3 Euro/kg H2, die Sie "bald" erreicht sehen wollen, das wird in 20 Jahren passieren – ohne hohe Subventionen vorausgesetzt. Sie wissen sicher selbst, dass für eine hohe Abdeckung der weltweiten Fahrleistungen Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich nötig sind, allein für Elektrolyseure. Die Firmen stehen vor dieser hohen Wand und trauen sich nicht entsprechend zu investieren. Verständlich.

      3. René H. sagt:

        Sie behaupten, meine Aussagen seien falsch, bestätigen sie dann aber in den nächsten Sätzen. :D
        Dann:
        "Ich fahre einen Mirai 2 und der kommt mit 0,8 kg pro 100 km klar. Das wären dann ca. 4 bis 5 EUR pro 100 km."

        Rechnen wir mal nach: 0,8 kg/100 km * 9,50 Euro/kg = 7,60 Euro/100 km. Nanu, doch 50-90% mehr als Sie angeben.

        Bedenken Sie bitte, dass der reine Herstellungspreis für H2 nicht der Verkaufspreis sein kann, denn Sie müssen ja auch die Investitionen amortisieren, brauchen also enorme Deckungsbeiträge.

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