ING beerdigt Gratis-Girokonto

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Die ING hat heute ihre Geschäftszahlen verkündet. Diese könne sich durchaus sehen lassen. Dennoch steht die Bank unter Druck und schraubt daher nun grundlegend am Gratis-Konto.

Das Girokonto bleibt auch zukünftig das Kernprodukt der ING Deutschland. Allerdings wird es zukünftig nicht mehr ohne Bedingungen kostenfrei zu haben sein. Ab Mai dieses Jahres kostet das ING Girokonto demnach 4,90 Euro pro Monat.

ING führt Mindestgeldeingang ein

Diese neuen Gebühren kann man umgehen, in dem man einen Geldeingang von mindestens 700 Euro pro Monat auf dem Konto eingehen lässt. Anfang Juni wird dann erstmals automatisch geprüft, ob im Mai mindestens 700 Euro auf dem Konto eingegangen sind. Die Höhe der Summe erinnert etwas an die DKB, die ihre Kunden ab 700 Euro monatlichen Geldeingang zu „Aktivkunden“ mit mehr Vorteilen werden lässt.

Es muss übrigens kein Gehaltseingang sein, denn auch Renten, Pensionen oder andere Einkommen zählen für die ING als Geldeingang. Kunden unter 28 Jahren sowie Kunden mit einem Basiskonto sind von der neuen Kontogebühr der ING zudem ausgenommen.

Wer ein Einkommen hat, dessen Höhe über und unter 700 Euro schwankt, der zahlt mal die Gebühren und mal nicht. Wenn in einem Monat weniger als 700 Euro auf dem Konto eingehen, berechnet die ING im folgenden Monat 4,90 Euro. Und wenn es wieder mehr ist, zahlt der Kunde im nächsten Monat nichts.

In einer Pressemeldung heißt es zu diesem Schritt:

Unser Ziel ist, mit allen Girokonto-Kunden in eine aktive Kundenbeziehung zu gehen. Für inaktive Kunden setzen wir mit dem neuen Modell einen Anreiz, uns als volldigitale Hausbank kennen zu lernen. Auch in diesem Jahr wollen wir noch enger mit unseren Kunden zusammenarbeiten und vermehrt zum ersten Ansprechpartner bei sämtlichen Finanzfragen werden.

– Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland

Die ING geht davon aus, dass das Girokonto mit der neuen Regelung für dreiviertel der Kunden kostenfrei bleibt. Bei aktuell etwa 2,8 Millionen Kunden in Deutschland heißt das aber auch, die Preiserhöhung betrifft etwa 700.000 Kunden in Deutschland.

Mittlerweile ist auch eine Sonderseite zur Umstellung online. Dort heißt es:

Warum gibt es überhaupt ein Kontoführungsentgelt?

Die Antwort ist einfach, aber man denkt erst mal nicht dran: weil die Kontoführung Geld kostet. Zum Beispiel für die bereitgestellte Technologie, für die Karten, für den Telefonservice und für Leistungen, die wir für unsere Kunden von anderen Unternehmen einkaufen. Diese Kosten haben wir in der Vergangenheit nicht an unsere Kundinnen und Kunden weitergegeben. Denn wer ein Konto bei uns hatte, der hat oft auch andere Bankgeschäfte mit uns gemacht – und so hat sich das Ganze für uns beide gerechnet.

In den letzten Jahren hat sich der Markt jedoch gerade in Bezug auf die Zinspolitik stark verändert. Deshalb beteiligen wir Kunden, die uns nicht als ihre Hausbank haben, in Zukunft an den Kosten. Wer sein Girokonto aktiv als Gehaltskonto nutzt, zahlt auch weiterhin kein Kontoführungsentgelt.

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