Trend zu Negativzinsen beschleunigt sich

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Der Trend zu Negativzinsen hat sich 2021 noch einmal beschleunigt. Aktuell weisen 300 Banken Negativzinsen für Privatkunden aus – 122 mehr als noch zum Jahreswechsel vor etwas über 100 Tagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine fortlaufende Verivox-Auswertung von rund 1.300 Banken.

Für die Auswertung beobachtet Verivox tagesaktuell die online ausgewiesenen Konditionen für private Tagesgeld-, Giro- und Verrechnungskonten auf den Internetseiten von rund 1.300 Banken und Sparkassen. Davon verlangen aktuell 300 Häuser von ihren Kunden ein sogenanntes Verwahrentgelt. Ende 2020 waren es noch 178.

Allerdings ist zu bedenken: Nicht alle Banken veröffentlichen ihre Zinsen frei zugänglich auf ihrer Website. Es gibt also eine Dunkelziffer und tatsächlich dürften sogar noch mehr Banken ihren Privatkunden Negativzinsen in Rechnung stellen.

Negativzinsen bereits ab 50.000 Euro

Lange Zeit wurden vor allem sehr hohe Sparsummen ab 100.000 Euro und mehr mit Negativzinsen belastet. Inzwischen sind aber auch deutlich niedrigere Freibeträge keine Seltenheit mehr. Mindestens 95 Banken berechnen Negativzinsen schon ab einem Gesamtguthaben von 50.000 Euro oder weniger. Darunter auch Onlinebanken bzw. Fintechs.

Wichtig zu wissen: In laufenden Verträgen können Banken Negativzinsen nicht einseitig einführen. Mit der Veröffentlichung im Preisaushang gelten die Verwahrentgelte deshalb zunächst nur für Neukunden. Will eine Bank auch ihren Bestandskunden Negativzinsen berechnen, muss sie das mit den Betroffenen individuell vereinbaren.

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