• TV-Hinweis: Welt ohne Geld

    Da wir wissen, dass hier zahlreiche Leser unterwegs sind, die das Thema Fintech interessiert, gibt es hier einen kleinen TV-Hinweis. „Die Story“ im Ersten (ARD) behandelt heute zwischen 22:45 und 23:30 Uhr das Thema Welt ohne Geld.

    Über die Qualität der Sendung können wir jetzt im Vorfeld natürlich noch nichts sagen, eventuell folgt aber morgen eine kleine Nachbetrachtung zum Thema und der Umsetzung hier im Blog.

    Wir hoffen natürlich, dass man sich der Sache differenziert nähert. Leider lässt der Begleittext zur Sendung nichts Gutes ahnen. Aber wir werden sehen.

    Update: Der Beitrag ist in der Mediathek bereits abrufbar.

    Worum geht es in dieser Reportage „Welt ohne Geld“? Das beschreiben die Macher wie folgt:

    Bargeldloses Bezahlen ist auf dem Vormarsch. Es ist schnell, einfach und bequem. Weltweit haben bargeldlose Transaktionen das Bezahlen mit Bargeld längst abgelöst. Noch halten Bundesbank und Bundesregierung am Bargeld fest. Aber können sie die Entwicklung hin zur bargeldlosen Gesellschaft aufhalten? Denn viele haben ein Interesse daran, dass wir aufhören, mit Bargeld zu bezahlen.

    Banken wollen Münzen und Scheine loswerden, weil deren Bereitstellung teuer ist. Politiker wollen weniger Bargeld, um Kriminalität und Terrorismus zu bändigen. Zentralbanker wollen Bargeld abschaffen, weil sich dann leicht Negativzinsen durchsetzen lassen. Und digitale Bezahlkonzerne wie Paypal oder Visa wollen einfach von allen Geldgeschäften profitieren und dabei möglichst viele Finanzdaten über uns Verbraucher sammeln. Ihr Ziel: die komplette Kontrolle über unser Kaufverhalten.

    Die Dokumentation „Welt ohne Geld“ zeigt, wer hinter den Stichwortgebern der weltweiten Anti-Bargeld-Lobby steckt: die „Better than Cash Alliance“ in New York etwa, unterstützt von Konzernen wie Visa oder Mastercard. Ihr Credo: eine bessere Welt dank digitaler Bezahlsysteme. Je mehr Menschen ins internationale Finanzsystem integriert werden, desto mehr Wachstum und Arbeitsplätze. Dabei profitieren in erster Linie die Bezahlkonzerne selbst, dank Gebühren und dem Zugriff auf unermessliche Datenschätze. Wir alle werden „gläsern“.

    Aber auch Staaten nutzen die neuen Möglichkeiten, via Bezahldaten mehr über uns zu erfahren. Auf der Strecke bleibt das Interesse der Bürger am Bargeld: als Wertaufbewahrung und um unabhängig zu sein von den Interessen Dritter. Bargeld ist und bleibt ein Stück Freiheit.

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