Smartphone als IP-Kamera: FRITZ!App Cam für Android ausprobiert

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Heute bin ich endlich mal dazu gekommen, die Android-App FRITZ!App Cam in der Lab-Version auszuprobieren. Bereits seit einiger Zeit steht das kleine Tool bei Google Play zum kostenfreien Download bereit und bietet meines Erachtens seine sehr simple Lösung, ein Android-Smartphone als Remote-Kamera zu nutzen. Das soll im lokalen Netzwerk, als auch über das Internet klappen und das alles mit AVM-Bordmitteln. Das hat mich interessiert, denn unterwegs mal eben schauen, ob daheim alles in Ordnung ist, finde ich eine nette Idee.

Mein Testgerät ist ein Base Lutea 3, das liegt hier noch für diverse App-Tests rum, erfüllt aber sonst kaum einen Zweck, es ist also ideal geeignet, um als IP-Kamera missbraucht zu werden. Ich nutze eine Fritz!Box 7270 mit Fritz!OS 5.50.

FRITZ!App Cam
Preis: Kostenlos

Die Installation der App gestaltet sich gewohnt simpel, nach dem ersten Start wird man aufgefordert ein Passwort für die Kamera-Oberfläche festzulegen und kann optional eine sichere Verbindung über HTTPS aktivieren. Der Port 8080 war vorgegeben, daran habe ich nichts geändert.

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Das war auf Seiten des Smartphones im Grunde genommen fast alles. Anschließend landet man auf der App-Oberfläche (siehe Bild ganz oben), über die noch ein Menü aufgerufen werden kann.

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Über das Menü kann man schnell und einfach die entsprechenden Webadressen teilen, die benötigt werden, um auf die Kamera zuzugreifen. Zudem kann die Kamera benannt werden und die Freigaben aktiviert werden.

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Befindet sich das Smartphone im gleichen Netzwerk wie die Fritz!Box ist das alles kein Problem und funktioniert automatisch. Ich will ja aber von unterwegs darauf zugreifen, das erfordert in meinem Fall etwas mehr Handgriffe. Im Zusammenspiel mit der aktuellen Laborversion für die FRITZ!Box 7390 bietet die App auch eine automatische Einrichtung für den MyFRITZ!-Zugriff, da ich aber die 7270 habe, muss ich selbst Hand anlegen.

Zunächst muss man sich entscheiden, wie das eigene Netzwerk von außen erreichbar sein soll. Ich möchte das alles so einfach wie möglich, ohne extra Kosten und am liebsten per Bordmittel lösen, aus diesem Grund entscheide ich mich auch für den My!Fritz-Dienst. Dieser ist unter „Internet ->  MyFRITZ!“ zu finden. Ein Konto ist schnell eingerichtet und per grünem „Punkt“ wird signalisiert, dass alles problemlos läuft.

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Die FRITZ!App Cam gibt mir bereits eine öffentliche IP aus, über welche ich die Kamera-Oberfläche erreichen kann, in den MyFRITZ!-Freigaben müssen wir vorher aber unser Android-Gerät freigeben (Ansicht auf „Experte“ schalten). Dafür müssen wir erstmal herausfinden, welches das Gerät mit der Kamera-App ist. Das sieht man am besten unter „Heimnetz -> Netzwerk“.

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Den Namen des Gerätes merken wir uns und wechseln nun in die MyFRITZ!-Freigaben, dort legen wir einen neuen Eintrag mit genau diesem Gerät an, der sozusagen der Fritz!Box sagt, welche interne IP über welchen Port als externe IP bereitgestellt werden soll. In meinem Fall schaut das so aus:

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Das war es dann im Grunde auch schon. Jetzt könnt ihr von jedem Browser aus die von der App bereitgestellte IP + Portnummer aufrufen und solltet euch mit eurem zuvor festgelegten Passwort einloggen können. Die Oberfläche funktioniert in jedem Browser, egal ob Android, iOS oder sonst was. Es ist möglich die Bildqualität umzustellen, den Blitz an/auszuschalten, den Autofokus zu betätigen, das Bild anzuhalten oder einen Schnappschuss zu tätigen. Eine leichte Verzögerung ist natürlich vorhanden, für einen prüfenden Blick ist das Ganze aber vollkommen ausreichend.

Unterm Strich ist das also kein Hexenwerk und in wenigen Minuten eingerichtet, wenn man einmal weiß, wie das mit den Freigaben für My!Fritz funktioniert, denn da musste ich eine ganze Weile rumprobieren.

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