Smartphone-Preise erreichten in Q4 ein Rekordhoch

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Es überrascht glaube ich niemanden, dass die Smartphone-Preise im Schnitt gestiegen sind. In Q4 2017 gab es ein neues Rekordhoch.

Laut GfK lag der durchschnittlicher Verkaufspreis von einem Smartphone in Q4 2017 bei 363 US-Dollar. Der Preis ist damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10 Prozent gestiegen. Einen Einfluss auf die weltweiten Verkaufszahlen hatte das aber nicht, denn die sind um 1 Prozent gestiegen. Laut GfK wurden 397,2 Millionen Modelle im vergangenen Weihnachtsgeschäft verkauft.

Das meiste Wachstum fand unter anderem in Zentral- und Osteuropa, Afrika und Lateinamerika statt. Wobei auch Nordamerika mit 6 Prozent ordentlich zugelegt hat, dieses Wachstum soll aber nicht anhalten und ist eher eine Ausnahme.

Das schwache Wachstum kommt nicht überraschend, immerhin sind viele Märkte gesättigt. Der Anstieg vom durchschnittlichen Verkaufspreis aber auch nicht, denn viele Highend-Modelle wurden letztes Jahr teurer. Doch das ist nicht der Grund für den großen Unterschied im Vergleich zum Vorjahr, Modelle wie ein iPhone X und Galaxy Note 8 haben weniger Einfluss, als günstigere Modelle.

Trend dürfte 2018 anhalten

Märkte wie Osteuropa haben um 7 Prozent zugelegt, der Verkaufswert ist aber um fast 30 Prozent gestiegen. Märkte, die noch nicht komplett gesättigt sind und in denen die Nutzer zu immer teureren und besseren Modellen greifen. Bei GfK geht man auch 2018 von einem ordentlichen Wachstum in diesen Märkten aus.

In Westeuropa und China sind die Verkaufszahlen übrigens zurück gegangen, und zwar um 3 Prozent, dafür ist der Verkaufswert um 17 Prozent gestiegen. Der Trend dürfte 2018 anhalten, denn es werden immer weniger Smartphones verkauft und Modelle wie das Galaxy Note 8 und iPhone X waren nur der Anfang, der Preis wird steigen, denn die Anbieter wollen die sinkende Nachfrage irgendwie beim Gewinn ausgleichen. Und das geht nur, wenn man pro verkaufte Einheit mehr verdient.

Ich bin gespannt wie die Zahlen (die natürlich nur Hochrechnungen sind) in einem Jahr aussehen. Ich denke wir werden wieder einen Anstieg sehen, so hoch wie in diesem Jahr aber vermutlich nicht. Eine Übersicht der Zahlen gibt es bei GfK.

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