Tesla Model 3: Mein erster Eindruck

Tesla Model 3 Front Header

Seit ein paar Tagen begleitet mich das Tesla Model 3 und in diesem Beitrag will ich euch meinen persönlichen ersten Eindruck vom Elektroauto liefern.

Wir berichten sehr oft über Tesla und allgemein über Elektroautos. Nach dem e-Golf stand für mich vor knapp zwei Jahren fest, dass ich auch gerne Elektroautos mit aufnehmen möchte. Unter anderem auch, weil mein aktueller Golf der letzte Benziner sein wird, das nächste Auto wird elektrisch fahren.

Es wird also Zeit, sich auf dem Markt umzuschauen, da 2020 und 2021 sehr viele Modelle kommen werden. Den richtigen Einstieg macht das am meisten verkaufte Elektroauto von 2018, das Tesla Model 3. Da wird in den kommenden Tagen und Wochen mehr folgen, heute will ich mit einem ersten Eindruck starten.

Tesla Model 3: Mein Eindruck als Video

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Tesla Model 3: Die ersten Eindrücke

Ich taste mich noch an das Thema Autos heran, seht es mir also bitte nach, wenn ich hier nicht auf Dinge wie Fahrwerk und Co. eingehe. Vielleicht aber auch mal interessant einen Blick zu lesen, der ein Auto etwas anders betrachtet. Die Performance ist nett, mich interessiert bei der Wende aber eher die Technik.

  • Ich habe schon öfter ein Model 3 gesehen und saß auch schon in einem, aber wenn man es fährt, dann merkt man erst wie minimalistisch das im Innenraum tatsächlich ist. Ein Lenkrad, zwei Schalter, zwei Bedienelemente am Lenkrad und ein Display, das war es. Ich würde mich als minimalistischen Menschen bezeichnen und ich mag das, aber man muss sich erst daran gewöhnen.
  • Das große Display besitzt eine gute Qualität bei den Farben und alles ist scharf, optisch hat mich die Oberfläche stark an iOS erinnert. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mir direkt eine Option gewünscht hätte, um den Winkel vom Display leicht zu ändern, denn meine erste Fahrt fand bei starkem Sonnenlicht statt und es hat doch immer wieder etwas gespiegelt.
  • Die Benutzeroberfläche ist super intuitiv, wenn man digital aufgewachsen ist. Ich habe nicht lange gebraucht, um alles zu verstehen und zu finden, finde es aber interessant, dass wirklich alles über das Display geregelt wird. Selbst die Außenspiegel und das Handschuhfach. Und die reine Bedienung über Touch ist beim Fahren ehrlich gesagt nicht immer praktisch.

Tesla Model 3 Display

  • Eine Sache, die nicht so optimal gelöst ist: Die Smartphone-Integration. Das UI von Tesla ist super und man hat auch Dinge wie Maps, Spotify und TuneIn, aber ich habe CarPlay vermisst. Nicht jeder nutzt zum Beispiel Spotify (ich tue es), wer einen Dienst wie Tidal nutzt, hat hier Pech. Mit Android Auto oder Apple CarPlay kann man seine Dienste, unabhängig vom Autohersteller, bequem nutzen. Da gibt es bei mir einige Vorteile in Kombination mit CarPlay, wie zum Beispiel die Podcasts (geht im Tesla auch, wird dann nur eben nicht synchron gehalten) oder sowas wie iMessage mit Siri, auf die ich im Test noch näher eingehen werde.
  • Die App ist super und besitzt auch die Option für einen Bluetooth-Schlüssel, alternativ gibt es eine Karte. Ein klassischer Schlüssel ist bei Tesla bereits Geschichte. Das Model 3 ist immer (egal welches Modell) online und man kann Dinge wie die Heizung bequem in der App regeln. Man sieht auch den Stand beim Laden, kann Supercharger suchen und direkt ans Navi schicken und mehr, damit werde ich mich sehr intensiv beschäftigen. Was ich mir aber, und da bin ich vielleicht schon zu sehr Geek, direkt gewünscht hätte: Den BT-Key in der Apple Watch, denn die trage ich wirklich immer am Handgelenk.
  • Elektroautos besitzen oft auch vorne einen Kofferraum, so auch das Model 3. Allerdings kann man diesen nur über die App oder das Display öffnen, was nicht gerade praktisch ist (ich war auf dem Rückweg kurz einkaufen und wollte das direkt mal nutzen, aber mit vollen Händen geht das schwer).

Tesla Model 3 Lenkrad

  • Die erste Strecke mit dem Autopiloten war gewöhnungsbedürftig und das meine ich im positiven Sinne. Es ist beeindruckend, wie gut das bereits funktioniert, selbst im Abendverkehr bei schlechtem Licht und einer stark befahrenen Straße. Ich kenne hier aber nur den Autopiloten von Version 10, also der aktuellen Version. Der wurde wohl optimiert, ich habe keine Erfahrung mit älteren Versionen. Doch auch das ist ein Thema, dem ich mich nicht nur im Test widmen werde, sondern vielleicht auch in einem eigenen Beitrag.
  • Das Laden an einem Supercharger ist sehr bequem, einfach hinfahren, das Stromkabel nehmen, die Klappe geht automatisch auf und warten. Am Anfang lädt das Auto sehr schnell, gegen Ende hin natürlich nicht mehr so schnell.
  • Die Soundanlage in der Basisversion ist schon sehr gut, die Premium-Version (mehr Reichweite oder Dual-Motor) hat einen noch besseren Sound. Würde ich aber bei diesem Sound wirklich nicht benötigen.
  • Man kann vorne zwei Kabel für Smartphones (zum Laden) verlegen, was praktisch ist. Doch Qi wäre bei so einem fortschrittlichen Auto eigentlich angebracht, bei Tesla ist das aber leider nur optional erhältlich.

Tesla Model 3 Reifen

Tesla Model 3: Ein erstes Fazit

Für den Test habe ich das kleinste Tesla Model 3 bekommen, mit dem man knapp 400 km weit kommt und welches nur einen Hinterradantrieb besitzt. Von 0 auf 100 km/h kommt man aber in unter 6 Sekunden und die Beschleunigung reicht mir (es sind immerhin knapp 300 PS) aus. Die höhere Reichweite würde ich nehmen, die Performance-Version mit ca. 500 PS fände ich wohl übertrieben.

Es gibt aber noch andere Unterschiede bei der Ausstattung zwischen dem Basis-Tesla und den anderen zwei Versionen, auf die ich im Test eingehen werde. Mir würde das Basismodell aber wohl ausreichen, sowohl bei der Performance und Reichweite, da ich nur sehr selten über 400 km an einem Tag fahre.

Tesla Model 3 Front

Grundsätzlich muss ich sagen, dass das Model 3 sehr viel Spaß macht bisher. Es fährt sich sehr sportlich und schnell, es ist angenehm leise, die Sitze sind super bequem (Weiß wäre aber nicht meine Wahl) und ich mag den Minimalismus, den man überall spürt (und an den man sich wirklich gewöhnen muss).

Selbst in der kleinsten Version zahlt man über 40.000 Euro für das Model 3 und da meiner Meinung nach der Autopilot dazu gehört und 6.300 Euro kostet, reden wir über knapp 50.000 Euro. Das ist ganz klar Premiumklasse, keine Frage.

Tesla Model 3 Back

Ich freue mich auf die kommenden Tage, in denen das Tesla Model 3 meinen VW Golf komplett ersetzen wird. Das Ziel ist es, dass ich den Benziner nicht starte und egal was kommt, das Elektroauto nutze. Das ist für mich nämlich die bisher spannendste Frage: Technik schön und gut, aber wie lebt es sich mit einem Elektroauto im Alltag. Darauf wird auch mein Fokus im Test liegen.

Das waren meine ersten Eindrücke vom Tesla Model 3. Ich weiß noch nicht, wie ich das mit dem Test aufbauen werde, da sowas auch für mich Neuland ist und ich mich da herantasten möchte. Falls ihr Fragen habt, dann stellt mir diese gerne und ich schaue, ob sie vielleicht sogar mit in den Test wandern.

Wichtige Anmerkung: Ich will hier nicht die Umwelt-Debatte aufmachen, denn ich weiß, dass Elektroautos nur ein klitzekleiner Teil einer möglichen Lösung sind. Um wirklich etwas zu erreichen, benötigt es weniger Autos und andere Konzepte für eine neue und bessere Mobilität (Politik, bitte mal in die Pötte kommen).

Ich halte den elektrischen Antrieb abgesehen davon aber auch ohne das Umwelt-Argument für die überlegene Technologie bei privaten Autos. Warum dem so ist, ist ein eigenes Thema, auf das ich ebenfalls eingehen werde. Wenn ihr diskutiert, dann bitte sachlich, denn ich weiß, dass dieses Thema polarisieren kann.


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