Teufel One S und One M im Test

Teufel One Header

Es gibt eine neue WLAN-Generation von Teufel und ich habe mir diese in den letzten Wochen angeschaut, beziehungsweise etwas genauer angehört.

Teufel hat die Marke Raumfeld eingestellt, weil man festgestellt hat, dass die eigene Marke am Ende doch erfolgreicher ist. Raumfeld war ein Versuch, um ein WLAN-System gegen Sonos zu etablieren, doch nun versucht man es lieber mit der eigenen Marke. Letzte Spuren von Raumfeld findet man aber immer noch, beim Namen der App zum Beispiel. Die erste Generation habe ich übrigens im Frühjahr getestet.

Teufel One: Fazit als Video

Mein Fazit zum Teufel One-System gibt es auch als Video. Falls euch das nicht interessiert geht es darunter weiter, falls euch das Video jedoch gefallen hat, so würde ich mich über einen Daumen hoch freuen. Danke 🙂

Teufel One: WLAN-System nun mit Bluetooth…

Nun folgt die dritte Neuauflage und die bringt unter anderem eine Neuerung mit: Bluetooth. Klingt bei einem WLAN-System banal, finde ich aber wichtig, denn ich denke bei so einem Multiroom-System für viel Geld möchte man am Ende auch das beste Gesamtpaket haben. Und wenn man mal Bluetooth nutzen möchte, dann sollte es vorhanden sein. Finde ich. Bluetooth 5 gibt es aber noch nicht.

Teufel One 2017 Test3

Das Design der Boxen hat sich geändert und der Raumfeld-Schriftzug ist weg, doch das ist noch nicht alles. Teufel hat auch den Sound optimiert und das merkt man vor allem beim One M, der einen wirklich sehr guten Sound besitzt. Ich fand schon die erste Generation gut, die neue gefällt mir aber noch besser. Teufel legt mehr Wert auf Sound und das merkt man. Hier konnte man die Modelle verbessern.

Besserer Sound und Bluetooth, also nun eine klare Empfehlung? Ganz so leicht ist es beim Multiroom-System nicht, denn da gehört noch deutlich mehr dazu.

Teufel One: … dafür ohne Google Cast

Die App ist gut, aber immer noch nicht so flüssig und rund, wie man das erwarten könnte. Und das ist schade, denn nun wird alles, mit Ausnahme von Spotify, in der App gebündelt. Google Cast ist verschwunden. Apps wie SoundCloud fallen damit also weg und man muss die Dienste über die Teufel-App nutzen.

Tezfel unterstützt übrigens Spotify, Tidal, Wimp, Napster, SoundCloud, TuneIn und Last.fm. Apple Music fehlt als zweitgrößer Streamingdienst weiterhin und lässt sich auch nicht über WLAN nutzen, das geht dann nur mit Bluetooth.

Ich habe bei Teufel nachgefragt und dort heißt es, dass man mit Google in Kontakt steht. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Es ist aber aktuell leider der Stand der Dinge und für mich ist das besonders schade. Bei mir hat sich mittlerweile nämlich Google als Assistent in der Wohnung durchgesetzt und zwei Google Cast-Lautsprecher hätten sich da wunderbar in das komplette System integriert.

Teufel One 2017 Test2

Mit AirPlay (vor allem AirPlay 2) braucht man weiterhin nicht zu rechnen und das ist mir mittlerweile auch fast egal, doch ich habe mich für den Google-Weg entschieden und finde den Wegfall der Option mehr als schade. Klar, man kann ein Chromecast Audio an die Box hängen, aber das ist eine suboptimale Lösung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Raumfeld mal Google Cast unterstützt hat.

Langfristig gesehen bin ich der Meinung, dass Google Cast kommen muss. Alleine, um bequem die Räume anzulegen und zu steuern. Das ist mit der App nicht so gut und man kann sie eigentlich nur ignorieren, wenn man Spotify Connect nutzt. Das nutze ich, aber um eine Box zu entfernen (oder beide anzuschalten), muss ich dann immer wieder die Teufel-App nutzen. Und das will ich nicht, ich will mit Google die Räume anlegen und dann am besten über Home das System steuern.

Teufel: Kein Assistant und kein Alexa

Womit wir bei einem für Teufel unangenehmen Thema sind. Lautsprecher sind in diesem Jahr smart geworden. Auch gute Lautsprecher wie die von Sonos. Dort hat man zwar erst einen Alexa-Speaker, aber man hat einen. Teufel bietet hier weder einen Alexa-Skill, noch hat man eingebaute Mikrofone. Ich bin mir sicher, dass das kommt, beides, aber auch hier ist der aktuelle Zustand: Nicht vorhanden.

Das Fazit fällt mir ehrlich gesagt ein bisschen schwer. Da bietet man mit der neuen Generation einen besseren Sound und Bluetooth und dann entfernt man Google Cast und verzichtet auf Mikrofone, so dass die Option die beiden Modelle als smarten Lautsprecher nutzen zu können wegfällt. Das mit dem Mikrofon kann ich verzeihen, da kann man sich für 30 Euro einen Echo Dot oder Home Mini kaufen, aber eine Steuerung über Google und/oder Amazon erwarte ich.

Teufel One 2017 Test1

Ich weiß zum aktuellen Zeitpunkt ehrlich gesagt nicht, ob das 2018 kommt. Ich hoffe es, aber so lange fällt mir eine Empfehlung schwer. Der Preis von 250 Euro für den kleinen und 450 Euro für den großen One-Lautsprecher geht klar. Es ist jetzt nicht günstig, aber gemessen an der Soundqualität auch nicht überteuert.

Teufel One: Fazit

Ein One S ist knapp doppelt so teuer wie ein Amazon Echo oder Google Home, klingt aber auch doppelt so gut. Wäre da eben nicht der Wegfall von Google Cast, was für mich persönlich sehr schmerzhaft ist. Die anderen Lautsprecher sind smarter, hier liegt der Fokus auf Musik. Das ist ok, aber der Punkt Multiroom ist nicht optimal.

Fazit: Bessere Alternativen gibt es für mich derzeit nicht. Mit Google Cast wäre das System von Teufel das für mich beste auf dem Markt gewesen nach dem Upgrade auf die aktuelle Generation. Ich kann daher aktuell nur zum Abwarten raten und werde die Entwicklung beobachten. Ich bin mir sicher, dass wir 2018 noch mal mit dem Thema zu tun haben werden. Auch mit der One-Reihe von Teufel 🙂

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