OnePlus One Testbericht

oneplus one test

Mittags am 09. Juli kam die Mail mit dem Invite, abends bestellt und Dienstag am 15. Juli bei mir zu Hause angekommen. Das OnePlus One. Mit einer riesen Vorfreude habe ich dieses Gerät bestellt. Und diese Freude hatte seinen Grund schließlich geht es hier um den „Flaggschiff-Killer 2014“ schlecht hin.

Und das sieht man auch schon an den technischen Daten die sich wahrlich gut lesen.

  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 801 mit 2,45 Ghz
  • Betriebssystem: Cyanogenmod 11S auf Basis Android 4.4.2 KitKat
  • Kamera: 13 Megapixel Sony Exmor R Sensor mit 6 Linsen
  • Display: 5,5 Zoll Full HD mit Corning Gorilla Glass 3
  • Akku: 3100 mAh Lithium-Polymer
  • Speicher: 3GB RAM und 64 GB(oder 16GB) intern (NICHT per MicroSD erweiterbar
  • Konnektivität: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, BT 4.0, NFC, LTE(Kein 800er Band)
  • Abemssungen: 152,9 x 75,9 x 8,9 Millimeter
  • Gewicht: 162 Gramm

Lieferumfang

Und da kommen wir auch schon zum ersten Highlight, bevor man das Gerät überhaupt in der Hand hat. Schon der Karton zeigt ein kleines OnePlus Logo welches man zum öffnen ziehen muss. Aus dem Karton kommt dann die eigentliche Verpackung, die wirklich schick und schlicht ist. Sie besteht aus einer Art Hartpappe und ist leicht gummiert. Zieht man an der Schlaufe kommt die nächste Verpackung die zum aufklappen ist.

Edel präsentiert sich auch schon sofort das Gigantische Gerät nebst eines OnePlus Logos. Ist das OnePlus One mit der Schlaufe rausgeholt kann man an eben dieser tiefer in die Schachtel vordringen und es offenbart sich das Micro-USB zu USB Kabel(2.0), ein wirklich schickes SIM-Eject Tool welches als hübscher Schlüsselanhänger gestaltet ist und der übliche Papierkram.

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Das Netzteil gibt es in einer kleinen Extrabox und liefert 1,4A.

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Augepackt

Das OnePlus One ist ehrlich gesagt ziemlich riesig, wohingegen die 162 Gramm zu dem Gerät passen. Die Rückseite des schwarzen Modelles ist wie der Name, Sandstone Black, schon sagt tatsächlich Sandstein artig von der Beschaffenheit, ähnlich wie Schmirgelpapier sehr rau, aber dadurch sehr griffig, hochwertig und rutscht nicht aus der Hand. Die Verarbeitung ist Top. Das Gerät wirkt wie aus einem Guß und es gibt keine Spalte. Vorher hatte ich ein Galaxy S4 und dieses war mir vom Display noch etwas zu klein und ich hatte auch öfter Angst es ginge in der Tasche kaputt oder rutscht mir aus der Hand, das hab ich beim OnePlus One nicht mehr.

Die Displaygröße ist perfekt und es lässt sich gut bedienen. Es trifft für mich den perfekten Mittelpunkt aus Displaygröße, Gehäuseabmaße und Gewicht, es macht einfach Spaß mit dem Gerät.

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Das Display ist eine Wucht, es löst zwar nur mit 1920 x 1080p auf, also Full HD und nicht wie ein LG G3 bei gleicher Größe mit 2K, aber es ist verdammt scharf und wirkt nicht verschwommen wie bei meinem alten Galaxy S4. Es ist ausreichend hell um bei Sonnenschein alles abzulesen und ordentlich kontrastreich. Einen Gelbstich oder Verklebprobleme beim Display konnte ich bei meinem Gerät nicht feststellen wie öfter schon berichtet wurde.

Hardware

Das Gerät kommt wie vorher schon in den technischen Daten geschrieben mit einem Snapdragon 801 und 3GB RAM. Die Geschwindigkeit ist echt genial. Ich hatte in meiner Benutzung noch keine Ruckler und im Vergleich mit einem S4, wirkt das S4 wie ein Galaxy S1 gegen ein S5. Alles läuft Butter weich und die Hardware spielt gut mit der Software zusammen.

Das Gerät kommt mit 64GB internen Flash Speicher und bietet keinen Micro-SD Slo, aber mal ehrlich wer braucht bei 64GB noch extra Speicher, und für 30€ Aufpreis gegenüber dem 16GB Modell, kann man nur die große Variante kaufen. Von Haus aus sind dann noch 54GB ca frei gewesen, was mehr als ausreichend ist.

Betriebssystem

Das OnePlus One ist mit Cyanogenmod 11S unterwegs, welches auf Android 4.4 Kitkat basiert. Cyanogenmod dürften viele schon gehört haben und ist neben Paranoid Android und AOKP so ziemlich die beliebteste Costum Rom für Android Geräte. Neben der extrem personalisierbaren Oberfläche sollten eigentlich, wie man von Cyanogen gewohnt ist, auch Updates lange und schnell zugesichert sein.

Cyanogenmod 11S bietet extrem viele Features zur Personalisierung, dank des überaus mächtigen Theme-Engine die eingebaut wurde, mit dieser lässt sich alles an Icons, Tasten oder sogar die Bootanimation ändern und gibt dadurch schon sehr großen Spielraum. Der Launcher lässt sich auch leicht anpassen, aber nicht so enorm wie zum Beispiel ein Nova oder Apex Launcher, aber er beherbergt auch Google Now was für viele sicher wichtig sein dürfte.

Eine weitere nützliche Funktion sind die Gesten. Über Doppeltippen zum aufwecken und doppeltippen auf die Statusleiste zum sperren, gibt es auch drei weitere. Zieht man ein V auf dem ausgeschaltenen Display leuchtet zum Beispiel die Double-LED des OnePlus One. Zieht man einen Kreis öffnet sich die Kamera. Es gibt auch noch Gesten um die Musik zu starten/stoppen oder auch zum nächsten Titel zu springen, diese würde ich aber nicht empfehlen da die in der Hosentasche gerne eigenständig werden.

Kamera

Die Rear Kamera des One’s bietet 13 Megapixel und 6 Linsen die das Bild sehr echt aussehen lassen sollen und klasse Bilder machen soll, in der Theorie. In Wirklichkeit sind die Bilder gut, aber nichts Weltbewegendes. Die Kamera macht gute Bilder, zeigt eine gute Schärfe aber eben nichts was an ein iPhone 5S, Samsung Galaxy S5 oder erst recht nicht einem Lumia 930 rankommt. Der Autofokus ist dagegen erfreulich schnell.

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Ganz anders als die Hauptkamera ist allerdings die Frontkamera, von der ich extrem angetan bin. Sie macht bei guten Lichtverhältnissen echt super Selfies die ausreichend scharf sind und auch gern mal mit einem Bild der Rückkamera verwechselt werden können.

Videos nimmt die Kamera in gestochen scharfen 4K UHD und speichert diese mit verschiedenen Video und Audio-Encodern die frei wählbar sind ab. Zeitlupe nimmt die Kamera in 720p bei 120 fps auf und in 1080p bei 60fps auf. Zusätzlich gibt es noch einen Zeitraffermodus.

Die Kamera App ist hingegen sehr gut gelungen. Sie ist sehr schlicht gehalten bietet aber sehr viel Einstellungsmöglichkeiten und Gesten. Wischt man zum Beispiel von Oben nach Unten, oder umgedreht, wischt man durch die Effekte und Szenen, welche leider etwas zusammengemischt wurden. Wischt man nach rechts kommt man in die Galerie. Einige Testfotos gibt es bei Google+.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist ein kompliziertes Thema, da jeder eine andere Benutzung und einen anderen Tagesablauf hat. Mir reicht es wenn das Gerät bis nach der Arbeit zuhause durch hält.

Am Tag kommen bis zu 90 Minuten Musik hören in der Bahn und nebenbei viel Soziale Netzwerke checken zusammen. Auf Arbeit ständiges wechseln zwischen 2G/3G/4G, WhatsApp, Twitter und Co. und dann Abends dann YouTube, WLan und übliches Couchsurfing und Soundcloud ab und zu noch. Je nach Tag schaff ich es nicht und meist bis jetzt schon.

Einen Energiesparmodus gibt es nicht wirklich, aber es gibt in den Einstellungen einen Punkt zur Leistungsregelung wo man auch den Prozessor drosseln kann, was deutlich Akku sparen sollte.

Hier noch paar Screenshots der Laufzeit vom Tag.

Sonstiges

  • Die Lautsprecher sind ziemlich laut und es sind Stereo Speaker
  • Der Sprachqualität bei Anrufen ist ok, der Partner hört sich leicht blechern an ist aber im Rahmen, die drei Mikrofone sind sehr effektiv beim Telefonieren
  • Vorinstallierte Apps sind nur der Equalizer, eine Bildschirmaufnahme, eine Taschenlampe und die Design-Galerie wo sich Designs runterladen und anwenden lassen
  • Man kann zwischen On-Screen-Buttons und Touch sensitive Tasten wechseln
  • Im Antutu X schafft das Gerät gute 38.000 Punkte
  • Die Rückseite ist abnehmbar, aber das Gerät wirkt trotzdem wie aus einem Guß

Fazit

OnePlus bewirbt das One als “Flaggschiff-Killer” und das zu Recht! Ich weiß nicht was man an diesem Gerät noch besser machen kann. Es wirkt durch sein Design extrem hochwertig. Es läuft butterweich sowie ohne Probleme und ist sehr anpassbar. Auch an der Kamera gibt es nichts zu meckern. Einzig das LTE 800Mhz nicht vorhanden ist stört das Gesamtpaket.

Das Gerät kostet 269€ in der 16GB Variante und 299€ in der 64GB Variante. Bei diesem Preis ist der Knackpunkt mit dem LTE mehr als verkraftbar. Einzig das Gehäuse hätte man etwas kompakter wie beim LG G3 gestalten können. Wer kein Problem mit der Größe hat, dem rate ich dieses Gerät auf jeden Fall an, was besseres bekommt man für dieses Geld nicht. Ab dem 3. Quartal soll es dann auch endlich im Einzelhandel verfügbar sein.

OnePlus hat gezeigt was sie können, und ich hoffe echt auf einen riesen Erfolg trotz des späten offenen Verkaufsstart und bin gespannt auf weitere Geräte des Start-Ups und auf einen eventuellen Nachfolger!

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