Twitter wendet sich an die Entwickler – Die Zukunft der mobilen Applikationen

Es hat angefangen mit dem Kauf von Tweetie für das iPhone, Twitter wollte auch im mobilen Sektor eine eigene und offizielle Applikation anbieten, die laut eigenen Aussagen ein einheitliches „Erlebnis mit Twitter“ auf allen Plattformen ermöglicht. In einer offiziellen Ankündigung in den Google Groups wendet sich Ryan Sarver von Twitter jetzt an die Entwickler der zahlreichen Applikationen da draußen.

Man möchte nicht mehr, dass inoffizielle Anwendungen den offiziellen für iOS, Android, Blackberry, Windows Phone oder Mac ähnlich sehen, die Entwickler sollen sich auf eigene Alleinstellungsmerkmale konzentrieren und kein ähnliches User Interface verwenden. Außerdem sei ein solcher Versuch auch unnötig, da 90% der User angeblich sowieso die offiziellen Apps aus dem Hause Twitter nutzen.

With more people joining Twitter and accessing the service in multiple ways, a consistent user experience is more crucial than ever.  As we talked about last April, this was our motivation for buying Tweetie and developing our own official iPhone app.  It is the reason why we have developed official apps for the Mac, iPad, Android and Windows Phone, and worked with RIM on their Twitter for Blackberry app. As a result, the top five ways that people access Twitter are official Twitter apps.

Auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite ist das sehr schade, denn gerade Anwendungen von Drittanbietern im mobilen Sektor haben Twitter glaube ich so groß gemacht. Außerdem ist es fraglich, ab wann eine Anwendung einer offiziellen ähnlich sieht. Eins steht fest, damit man seine eigenen Modelle für Werbung durchsetzen kann, möchte man natürlich, dass jeder auch die offiziellen Apps nutzt.

Ein aktuelles Beispiel ist Twitter für das iPhone, in das man heimlich eine nervige Statusbar für Werbung und Trending Topics eingebaut hat (das ganze wurde nach zahlreichen negativen Bewertungen wieder etwas reduziert). Ich glaube jedoch gerade dieser Weg wird es anderen Entwicklern wieder etwas leichter machen, denn so gehen die User wieder auf die Suche nach Alternativen, die ihnen vielleicht sogar noch mehr Features bieten und für ein paar Euro keine nervige Werbung um den Kopf hauen.

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