Vertu: Luxus-Hersteller stellt Fertigung in England ein

Der Hersteller von Luxus-Smartphones Vertu steht vor einem großen Problem: Aufgrund finanzieller Engpässe, die mit einem noch nicht gezahlten Kaufpreis aus der letzten Übernahme zu tun haben sollen, muss die Produktionsstätte in England geschlossen werden. Bis zuletzt setzten dort 200 Mitarbeiter die Luxus-Geräte in Handarbeit zusammen.

Dem Statement eines Unternehmenssprechers zufolge (welches gegenüber The Telegraph getätigt wurde), muss Vertu die Fertigung der eigenen Smartphones in England einstellen. Rund 200 Mitarbeiter verlieren im Rahmen dieser Maßnahme ihren Job. Schuld daran ist anscheinend ein finanzieller Engpass, der auch dadurch ausgelöst wurde, dass der neue Besitzer Hakan Uzan seit der Übernahme im März die Kaufsumme nicht gezahlt hat. Begründen tut er sein Vorgehen damit, dass noch zahlreiche offene Rechnungen existieren, von denen er zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses anscheinend keine Kenntnis besaß.

Andere Geschäftsbereiche nicht betroffen

Liquidiert werden soll den bislang verfügbaren Informationen zufolge ausschließlich die Fertigungs-Sparte von Vertu, sodass die Marke an sich, Patente und Technologien weiterhin im Besitz von Uzan verbleiben werden. Fraglich ist, ob der auf allen Smartphones verfügbare Concierge-Service weiterhin angeboten werden wird. Wäre das nicht der Fall, dürften zahlreiche Kunden verärgert sein.

Bedenkt man die kürzlich geschlossene Partnerschaft mit TCL, könnte das chinesische Unternehmen zukünftig neben einem großen Teil der Entwicklung eventuell auch die Fertigung der Vertu-Smartphones übernehmen. Ursprünglich war weiterhin eine Zusammensetzung in England angedacht, das ist nun jedoch nicht mehr möglich.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.